Durchfahrt Rudower Chaussee Ende Oktober 2011 frei:

25.02.2011

Durchfahrt Rudower Chaussee Ende Oktober 2011 frei

Baustelle am S-Bahnhof Adlershof: Ende Oktober 2011 kann der Verkehr wieder durch die Brücke rollen

Um Adlershof zu einem prosperierenden Wirtschaftsstandort zu machen, waren in den vergangenen Jahren enorme Investitionen in die Infrastruktur nötig. Ohne Subventionen durch die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ wäre das nicht möglich gewesen.

Noch ist sie ein Nadelöhr, die Baustelle am S-Bahnhof Adlershof. Doch Ende Oktober 2011, stellt Walter Leibl, Leiter Planung und Erschließung bei der Adlershof Projekt GmbH (AP), in Aussicht, sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Verbreiterung der Rudower Chaussee unter der S-Bahn-Brücke ist das derzeit sichtbarste Bauvorhaben, für das AP die Verantwortung trägt. Doch es ist bei Weitem nicht das einzige: Leibls Team spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Adlershof. Es ist für die Bauleitplanung, die Beräumung von Grundstücken und den Bau von Straßen zuständig und schafft so die Voraussetzungen dafür, dass sich Unternehmen und Wissenschaftsinstitutionen ansiedeln. Besonders wichtig war dabei der Bau der drei großen Erschließungsstraßen: der Rudower Chaussee, des Groß-Berliner Damms und der Hermann- Dorner-Allee.

„Adlershof wäre heute nicht so weit, wenn wir nicht durch GRW-Mittel gefördert worden wären“, betont Walter Leibl. GRW – das ist die Abkürzung für Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Mit GRW-Mitteln (früher hießen sie GA-Mittel) soll die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Ein Anspruch auf die Bewilligung von GRW-Mitteln besteht nicht. Dankbar ist AP deshalb für die Unterstützung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, die über die Vergabe der GRW-Mittel entscheidet und so den Aufschwung von Adlershof maßgeblich mit begleitet.

Ansiedlungsvoraussetzungen schaffen

Nicht einfach ist die Entscheidung, welche Erschließungsvorhaben wann in Angriff genommen werden. Einerseits wollen potenzielle Investoren frühzeitig wissen, welches Umfeld sie vorfinden. Andererseits verbietet es sich aus finanziellen Gründen, einfach so drauflos zu erschließen. „Wir müssen deshalb darauf achten“, sagt Leibl, „dass wir die Voraussetzungen für Ansiedlungen schaffen, ohne Straßen langfristig auf Vorrat zu bauen.“ Ein Beispiel dafür ist die Hermann-Dorner-Allee, die von Anfang an als Verbindungsstrecke zwischen der Autobahn und dem Gewerbegebiet entlang des Groß-Berliner Damms konzipiert wurde.

Zusammenwachsen der beiden Seiten Adlershofs

Die Maßnahmen, die AP koordiniert, sind nie zum Selbstzweck, sondern verfolgen stets das Ziel, Adlershof zu einem urbanen Viertel mit unterschiedlichen Nutzungen zu machen. Das gilt auch für die Arbeiten am S-Bahnhof. Hier entsteht nicht nur ein neues Eingangstor; mit der Brückenerweiterung und der neuen Straßenbahnverbindung wird der Technologiepark besser an den östlich des Adlergestells gelegenen Teil von Adlershof angebunden. Damit können die beiden Seiten Adlershofs künftig zu einem lebendigen, funktionierenden Stadtteil zusammenwachsen.

von Christian Hunziker

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