DIW-Studie zu Adlershof jetzt zum Download: "Auswirkung auf Wertschöpfung, Beschäftigung und Steueraufkommen in Berlin."

zur Newsliste26. April 2011

DIW-Studie zu Adlershof jetzt zum Download

"Auswirkung auf Wertschöpfung, Beschäftigung und Steueraufkommen in Berlin."

Ende 2010 beauftragte die WISTA-MANAGEMEMT GMBH die DIW econ GmbH, das Consulting-Unternehmen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), mit einer Bewertung der regionalökonomischen Impulse, die von den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Aktivitäten im Entwicklungsgebiet Adlershof auf Wertschöpfung, Beschäftigung und Steueraufkommen in Berlin ausgehen. Darüber hinaus untersuchte DIW econ die Entwicklung der öffentlichen und privatwirtschaftlichen Investitionen sowie zukünftige Wachstumsszenarien für Adlershof.

Die regionalökonomische Analyse zeigt, dass Technologiepark, Medienstadt und Gewerbepark des Entwicklungsgebiets Adlershof zusammen einen der dynamischsten Wachstumsstandorte Berlins darstellen. Die wichtigsten Ergebnisse sind: „ Die direkt in Adlershof erzielte Bruttowertschöpfung betrug im Jahr 2010 über eine Mrd. Euro. Dazu kamen weitere 740 Mio. Euro an Bruttowertschöpfung in anderen Teilen Berlins, die indirekt durch Adlershof ausgelöst wurden. „ Im Jahr 2010 waren in Adlershof über 14.000 Personen beschäftigt. Von jedem Beschäftigten in Adlershof hing ein weiterer Beschäftigter in anderen Teilen Berlins ab, sodass der Gesamteffekt bei knapp 28.000 Beschäftigten lag.

„ Das in Adlershof ausgelöste Steueraufkommen betrug im Jahr 2010 insgesamt 340 Mio. Euro. Davon verblieben etwa 180 Mio. Euro beim Land Berlin. „ Adlershof ist seit 2005 sehr dynamisch gewachsen. Dies gilt sowohl für Umsätze (+10,9 Prozent/Jahr) und Bruttowertschöpfung (+7,2 Prozent/Jahr) als auch für Steueraufkommen (+7,1 Prozent/Jahr) und die Anzahl der Beschäftigten (+3,8 Prozent/Jahr). Diese Werte liegen deutlich über den vergleichbaren Zahlen für Berlin oder Deutschland. Seit Gründung des Technologie- und Wissenschaftsparks Adlershof im Jahr 1991 wurden insgesamt 1,3 Mrd. Euro aus öffentlichen Mitteln in die Infrastruktur und Ausstattung des Entwicklungsgebiets investiert.

Diese Anschubinvestitionen bildeten die Grundlage für die Ansiedlung technologieorientierter Unternehmen und deren dynamisches Wachstum, auf deren Basis im Zeitraum ab 2005 sowohl das Investitionsvolumen als auch der Anteil der privatwirtschaftlichen Investitionen anstiegen. In den Jahren zwischen 2005 und 2010 betrug der Anteil der privatwirtschaftlichen Investitionen knapp 70 Prozent, sodass inzwischen von einer nachhaltigen und selbsttragenden Dynamik gesprochen werden kann. Berechnungen auf Grundlage der verfügbaren Flächen im Entwicklungsgebiet zeigen, dass in Zukunft ein weiteres Beschäftigungswachstum von bis zu 18.800 Arbeitsplätzen im Entwicklungsgebiet möglich ist.

Ob dieses Potenzial ausgeschöpft werden kann, hängt von einer Vielzahl an Einflussfaktoren ab, die sich zumindest teilweise der Kontrolle des Parkmanagements und der Berliner Politik entziehen. Wenn jedoch weiterhin konsequent auf die Ansiedlung innovativer und wachstumsstarker Unternehmen aus zukunftsorientierten Branchen gesetzt wird, ist es wahrscheinlich, dass der bisherige überdurchschnittliche Wachstumspfad eingehalten und die Flächenkapazität des Technologieparks im Zeitraum zwischen 2025 und 2033 vollständig ausgelastet sein wird.

Das Entwicklungsgebiet Berlin Adlershof als Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien umfasst den Wissenschafts- und Technologiepark, die Medienstadt sowie jene Teile des Entwicklungsgebietes, in denen weitere Gewerbebetriebe und Dienstleistungsunternehmen angesiedelt sind. Die Vorgeschichte der Gebietsteile ist zwar durchaus unterschiedlich, jedoch ist in den letzten Jahren eine gemeinsame, positive Entwicklung zu beobachten.

Eine frühere Studie der DIW econ hat gezeigt, dass die Aktivitäten der Unternehmen und Einrichtungen in Berlin Adlershof einen bedeutenden positiven Effekt auf die gesamte Berliner Wirtschaft haben: Für das Jahr 2006 wurden ein Gesamteffekt von rund einer Milliarde Euro an Bruttowertschöpfung und damit zusammenhängend 20.980 Beschäftigte gemessen1. Seither hat sich die Erfolgsgeschichte von Berlin Adlershof fortgesetzt. Auch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 konnte gut bewältigt werden.

Ziel der vorliegenden Studie ist es, die vom Entwicklungsgebiet Adlershof ausgehenden ökonomischen Impulse auf die regionale Wirtschaft Berlins, insbesondere auf Wertschöpfung, Beschäftigung und Steueraufkommen, abzuschätzen. Darüber hinaus wird die Entwicklung öffentlicher und privater Investitionen seit ihrer Gründung im Jahr 1991 bewertet und das weitere Wachstumspotenzial des Entwicklungsgebiets auf Basis einer Szenarienanalyse abgeschätzt.

Download hier.

Kommentare

Noch keine Kommentare

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Frage zur Meldung stellen?

News: Frage zur Meldung

Ihre Nachricht zu dieser Meldung