Inkubationsprogramm für Hochschulforscher: Unterstützungsprogramm für Hochschulforscher aus Life-Sciences, Grüner Chemie und Nanotechnologie gestartet

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20. November 2015

Inkubationsprogramm für Hochschulforscher

Unterstützungsprogramm für Hochschulforscher aus Life-Sciences, Grüner Chemie und Nanotechnologie gestartet

Ralph Langanke, Projektleiter von Inkulab

Ralph Langanke, Projektleiter von Inkulab

In der Lehre sei das Thema Entrepreneurship längst angekommen. Einen Gründerservice haben alle Berliner Hochschulen aufgebaut. Dieser berät Absolventen und Doktoranden, die wirtschaftlich verwertbare Forschungsergebnisse erzielt haben und ein Unternehmen gründen möchten. Um die systematische Unterstützung über die Hochschulen hinaus bis zur praktischen Umsetzung auszuweiten, startet mit Inkulab ein neues Unterstützungsprogramm für Hochschulforscher aus Life-Sciences, Grüner Chemie und Nanotechnologie.

„Die Voraussetzungen für Start-ups sind heute besser denn je“, freut sich Prof. Jan Kratzer vom Center for Entrepreneurship (CfE) der Technischen Universität Berlin (TU). Das gelte für die Finanzierung wie für die gesellschaftliche Anerkennung junger Unternehmensgründer. Mit Inkulab hat das CfE zusammen mit der Adlershofer Innovations-Zentrum Berlin Management GmbH (IZBM) sowie dem Exzellenzcluster UniCat (Unifying Concepts in Catalysis) nun ein „Inkubationsprogramm für Hochschulforscher aus Life-Sciences, Grüner Chemie und Nanotechnologie“ ins Leben gerufen, das von der Berliner Wirtschaft, vertreten durch die Industrie- und Handelskammer (IHK), im Rahmen der Initiative „Förderung von Bildungsprojekten“ finanziert wird. Das Programm schließe eine Lücke im Technologietransfer zwischen Forschung und Entwicklung marktreifer Produkte beziehungsweise Dienstleistungen in der frühen Gründungsphase von Unternehmen, sagt dazu IZBM-Projektleiter Ralph Langanke: „Denn Gründungswilligen stehen, sobald sie die Hochschule verlassen haben, deren Einrichtungen und Labore nicht mehr zur Verfügung.“

Hier schlägt Inkulab mit dieser neuen Form der Kooperation den Bogen zwischen Forschung und Markt. Während die IZBM, die das Projekt führt, ihre Erfahrung aus Wirtschaftskooperationen und der Unterstützung innovativer Unternehmen einbringt, wird die TU Berlin Gründungsberatung und personelle Hilfe beim Projektmanagement übernehmen. Durch die einmalige Förderung der Berliner Wirtschaft ist die Finanzierung von Inkulab für die nächsten fünf Jahre gesichert.

Inkulab konzentriert sich auf Life-Sciences, Grüne Chemie und Nanotechnologie, weil man hier die interessantesten Ergebnisse erwarten könne. „Die Grüne Chemie boomt“, erklärt Langanke mit Blick auf die positiven Erfahrungen am Wissenschaftsstandort Adlershof. Zudem stünden Netzwerkpartner im Hintergrund, die weitere Unterstützung bieten könnten. So wird Inkulab von der DexLeChem GmbH, der Bayer AG, dem Verband der Chemischen Industrie (VCI), dem High-Tech Gründerfonds und dem Climate KIC, der EU-Klimainnovationsinitiative des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT), unterstützt.

Auch die flankierende Gründungsberatung sei dementsprechend auf die besonderen Bedürfnisse von Start-ups der Life-Sciences, Chemie und der Nanotechnologie ausge-richtet. Dazu gehöre neben einem kontinuierlichen Coaching der Zugang zu Netzwerken aus Unternehmen und Geldgebern. Inkulab bietet Gründungswilligen und solchen, die bereits über eine Finanzierung verfügen, eine maßgeschneiderte Laborinfrastruktur auf dem Campus Charlottenburg samt technischer Laborbetreuung. So sollen junge Unternehmen schneller wachsen und schneller marktreife Produkte entwickeln. Über diesen ersten Schwerpunkt hinaus ist Inkulab als langfristiges Projekt angelegt, das auch Gründungsprojekten aus anderen Hochschulen, auch außerhalb Berlins, zugänglich ist.

Von Klaus Oberzig für Adlershof Special

www.adlershof.de/inkulab

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