Ruhestand – Nein, danke: Reinhard Mann und sein Team von der auvisign GmbH sorgen für Bild und Ton

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27. Juni 2017

Ruhestand – Nein, danke

Reinhard Mann und sein Team von der auvisign GmbH sorgen für Bild und Ton

auvisign

Die Veranstaltungs­technik­ausstatter Reinhard Mann (r.) und Johannes Raak

Silvester und Weltmeisterparty am Brandenburger Tor, Kirchentag und Deutsches Turnfest – für das perfekte Bild und den guten Ton sorgt das auvisign-Team um Reinhard Mann und Johannes Raack. Auch wenn es beim Klassik Open Air im Britzer Schlossgarten etwas Hochkulturelles oder Symphonisches „auf die Ohren gibt“, sorgt das Unternehmen für den optimalen Klang. Angefangen hat alles mit „Basteln für den Eigenbedarf“ und der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin.

Mischpulte, Endstufen – Veranstaltungstechnik, alles hat Reinhard Mann in den 1980er Jahren selbst gebastelt. Musik, sagt der studierte Informationselektroniker, habe er nie gemacht, sondern immer hinter den Pulten – an der Technik – gesessen. Einiges, was er damals „bastelte“, steht heute noch in seinem Lager in Adlershof.

In den oberen Geschossen wurden früher Dekorationen gebaut für die benachbarten Studios und riesige Plakatwände gemalt. Für Kinos, die damit an ihren Fassaden neue Filme ankündigten. Unter dem alten Malsaal in Adlershof liegt Manns Lager, in dem reger Betrieb herrscht. „Janz schöne Werte“ stünden hier. Rot ist Ton. Blau ist Video – Rollkisten, Leinwandtücher, Bildschirme, Projektoren. Dazwischen Schränke voll Mikrofontechnik, „Bassboxen, die den Magendruck erzeugen“, Kilometer von Kabeln aller Facetten, kleines Zubehör – „was man so braucht“.

Als Berlin 1987 sein 750-jähriges Jubiläum feierte, legalisierte man in Ostberlin eine Handvoll Veranstaltungstechniker, ließ sie sich selbständig machen, um genügend Kapazitäten für die geplanten Feierlichkeiten zu schaffen. Mann betreute damals Veranstaltungen des Jugendverbandes, der Gewerkschaft, Jugendklubs, private Feiern sowie Musiker und ihre Konzerte.

Das größte Problem nach der Wende? „Oh Gott, was ist eine GmbH?“ Und die Frage: „Wie gründet man eine Firma?“ „Technisch“, sagt Mann, „war die Umstellung nicht so dramatisch.“ Viel hat er damals für das Fernsehen der DDR in den Adlershofer Studios gemacht, hat Sendungen betreut. Diskussionsrunden gab es viele, erinnert sich Mann, und Unterhaltungsshows. Meistens Liveformate. „Immer wenn es live ist, ist ‚Beschallung‘ wichtig. Da kamen wir ins Spiel.“

Ansonsten war es eine gute Zeit, erinnert sich Mann. Für das 1.200-jährige Stadtjubiläum Erfurts betreute er eine riesige Multimedia-Ton-Licht-Show und als Mecklenburg-Vorpommern sein 1.000-jähriges Bestehen feierte, gab es eine Inszenierung mit Großbildprojektionen auf historischen Fassaden, die „Geschichte erzählen“. Und als man der „50 Jahre Befreiung der KZ im Land Brandenburg“ gedachte, „haben wir alles gemacht, nicht nur die Technik. Von der Gästebetreuung über koscheres Essen bis zur ärztlichen Betreuung für die oft hoch betagten Überlebenden, die zu den Feierlichkeiten nach Ravensbrück oder Sachsenhausen anreisten.“

Lange Zeit war das Unternehmen für derartige Großprojekte als Agentur mit technischer Abteilung zur Umsetzung unterwegs. Viele neue Sachen habe man „erfunden“, die Botanische Nacht in Berlin gehört genauso dazu wie die Schlössernacht in Potsdam. Seit 2014 konzentriert sich auvisign auf die technische Ausstattung aller Arten von Veranstaltungen. „Back to the roots“, erklärt Mann.

„Nicht nur die großen, denn auch die kleineren Events – Seminare, Tagungen und Ähnliches – machen durch ihre Vielfalt unsere Arbeit spannend.“

Mit 66 Jahren sei er „gut im Rentenalter“, aber er „muss“ weitermachen. Ruhestand, im Garten sitzen, das kann Mann sich nicht vorstellen. „Hier bin ich von jungen Leuten umgeben“, auch vom eigenen Sohn, der im Unternehmen gelernt hat und inzwischen zweiter Geschäftsführer ist.

Von Rico Bigelmann für Adlershof Journal

www.auvisign.de

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