Serviceoase für Start-ups: Die neuen Angebote vom WISTA Business Support

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27. April 2017

Serviceoase für Start-ups

Die neuen Angebote vom WISTA Business Support

Jan-Juan Hiemer

Jan-Juan Hiemer verantwortet den Bereich Business Support der WISTA

Damit die Ideen von Start-ups möglichst schnell fliegen, bietet die WISTA-MANAGEMENT GMBH etliche Services, vor allem um Start-ups mit Grown-ups, also etablierten Unternehmen zusammenzubringen. Nicht jedem ist das bekannt. Dabei profitieren Gründer direkt vom Business Support, wie zwei Beispiele zeigen.

Mathias Bohge ist ein vorsichtiger Mensch mit ambitionierten Zielen. Er ist Mitgründer der Firma R3 – Reliable Realtime Radio Communications, die sichere und schnelle Funkkommunikationslösungen für die Industrie anbietet. Mit der Idee für hochzuverlässiges WiFi zur Verständigung von Maschinen untereinander und von vernetzten Objekten im Internet der Dinge wagten es Bohge und drei Kollegen von verschiedenen Universitäten vor knapp zwei Jahren, ihr Start-up aufzuziehen. „Wir wollten klein anfangen und flexibel bleiben. Man weiß ja nicht, wie es läuft“, berichtet Bohge. Also fiel die Wahl auf das Charlottenburger Innovations-Centrum, kurz: CHIC.

Die WISTA-MANAGEMENT GMBH (WISTA) bietet dort flexible Mietpakete an: R3 bezog zunächst nur einen Raum, die Firma erweiterte bald auf drei und plant nun auf fünf aufzustocken. Mit einmonatiger Frist könnte auch wieder zurückgeschraubt werden, sollte das erforderlich sein. „Dieses Maß an Flexibilität hat uns sehr geholfen“, sagt Bohge. Wie auch der eigene Server im IT-Keller des CHIC. Als sehr fruchtbar erwiesen sich die Pitching Events, auf denen Unternehmens­kooperationen angestoßen werden können. So kam R3 mit Rolls Royce und Volkswagen ins Gespräch. „Diese Veranstaltungen sind eine gute Möglichkeit, mit größeren Unternehmen in Kontakt zu kommen“, lobt Bohge. Und umgekehrt für Konzerne, Einblick in die Berliner Technologieszene zu erhalten – Kooperationen nicht ausgeschlossen.

Auf den wechselseitigen Benefit setzen viele Services des neuen Bereichs „Business Support“ der WISTA. Dazu zählt auch der „A² Adlershof Accelerator“. Bei diesem Programm kooperieren bis zu sechs Industriepartner mit Start-ups. „Über gemeinsame Pilotprojekte mit erfahrenen Industrieunternehmen können diese ihre Geschäftsideen umsetzen, während etablierte Unternehmen Zugang zu neuen, innovativen Ideen, Produkten und Lösungen erhalten“, erklärt Bereichsleiter Jan-Juan Hiemer. Die Start-ups müssen dabei übrigens keine Geschäftsanteile abgeben. Das Format ist mit positiven Feedbacks beider Seiten derart erfolgreich, dass Ende des Jahres ein dritter Accelerator zum Thema „Smart City“ aufgelegt werden soll, berichtet Hiemer. „Das erspart jungen Unternehmen aufwendige Marketing- und Sales-Aktivitäten, um an große Unternehmen heranzukommen.“

Handfeste Hilfe leistet die WISTA auch gleich zu Beginn einer Gründung, etwa mit „Business Welcome Packages“ für Start-ups, die darüber nachdenken, sich in Berlin anzusiedeln. Für sie gibt es eine preisgünstige und individuelle Unterstützung für eine „Testphase“ von ein bis drei Monaten. Zu den hierbei flexibel wählbaren Modulen zählt unter anderem ein moderner kostenfreier Arbeitsplatz in den Gründerzentren der WISTA, die Vermittlung eines Apartments für die Dauer des Aufenthalts und die Teilnahme an Networking-Veranstaltungen. Wertvoll ist zudem das Onboarding-Gespräch, in dem unter anderem abgeschätzt wird, wie die Marktchancen auf den fünf Technologiefeldern an den WISTA-Standorten aussehen. Hiemer: „Die Identifizierung und Vermittlung von potenziellen Kooperationspartnern gehört ebenfalls dazu.“

Angeboten wird auch eine Beratung zu Finanzierungsmöglichkeiten und Fördermitteln. „Damit die Ideen fliegen können, ist ein persönlicher Betreuer bei der Kapital- und Fördermittelakquise behilflich“, erklärt Hiemer. „Das Angebot wird sehr stark nachgefragt und soll erweitert werden, insbesondere bei der weiteren Analyse der Finanzpläne.“ Auf Wunsch könnte dann sogar eine Finanzierungsstrategie gemeinsam ausgearbeitet und validiert werden. Dazu zählt ein qualifiziertes Feedback zu den Finanzierungsunterlagen, wie der Analyse und Optimierung von Fördermittelanträgen, Businessplänen und Pitching-Präsentationen.

Ein Service, den die ECOGLOBE GmbH, ein HU-Start-up, zu schätzen gelernt hat: „Es ist gut, sich von Experten beraten lassen zu können, allein schon um überhaupt einen Durchblick im Fördermitteldschungel zu erhalten“, sagt Geschäftsführer Tariq Kaddoura. Von Büroräumen im CHIC aus, entwickelt und vertreibt das Start-up eine neue Web-Applikation für die Immobilienbranche, die Gebäudeplanungen automatisch technisch-wirtschaftlich optimiert. Mehrere Kunden setzen das neue Tool bereits für ihre Bauprojekte ein. Was Kaddoura aber besonders freut: „Die WISTA ist einer unserer ersten Kunden.“ Sie verwendet den ECOGLOBE Building Optimizer aktuell bei der Planung des neuen Technologie- und Gründungszentrums FUBIC in Berlin-Dahlem, wo ein ehemaliges Krankenhaus der US-Armee kernsaniert und erweitert wird. Auch daran wird deutlich, was Hiemer meint, wenn er sagt: „Wir sind nicht nur Standortbetreiber und Immobilienmanager, sondern engagierter Netzwerker und Wirtschaftsförderer.“

Von Chris Löwer für Adlershof Journal

www.r3coms.com

www.ecoglobe.de

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