Belyntic sichert sich SPRIN-D-Förderung für die Entwicklung einer universellen Plattformtechnologie für neuartige Peptidimpfstoffe: 700.000 Euro für die erste 12-monatige Phase des Projekts

08. November 2021

Belyntic sichert sich SPRIN-D-Förderung für die Entwicklung einer universellen Plattformtechnologie für neuartige Peptidimpfstoffe

700.000 Euro für die erste 12-monatige Phase des Projekts

Dr. Nadja Berger, leitende Wissenschaftlerin des Projekts und Dr. Oliver Reimann, Mitgründer des Unternehmens // Bild: Belyntic / Felix Adler

Die Bundesagentur für Sprunginnovation hat die Belyntic GmbH, ein Chemistry-for-Healthcare-Startup aus Berlin-Adlershof und Entwickler der Peptide Easy Clean (PEC) Technologie, als Teilnehmer der SPRIN-D Challenge „Ein Quantensprung für neue antivirale Mittel“ ernannt. Belyntics Ziel ist mit Hilfe der eigenen Pattformtechnologie einen peptidbasierten, therapeutischen Impfstoff gegen die progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) zu entwickeln, die durch das JC-Virus verursacht wird.
 
Als Teilnehmer der Challenge erhält Belyntic nun 700.000 Euro für die erste 12-monatige Phase des Projekts. Im nächsten Schritt ist geplant, sich für zwei weitere Stufen des Wettbewerbs zu qualifizieren und so Mittel für die gesamte Präklinik des Impfstoffkandidaten zu erhalten.
 
Das Programm ist Teil einer Initiative der Bundesrepublik und der Bundesagentur für Sprunginnovation SPRIND, sich besser auf zukünftige Pandemien und tödliche Viren vorzubereiten.
 
SPRIN-D arbeitet mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen zusammen, die über ein hohes Innovationspotenzial verfügen und schnell Ergebnisse erzielen können. In dieser speziellen Challenge konnten sich neben der Belyntic GmbH einige der renommiertesten Forschungseinrichtungen in Europa, darunter das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, die TU München oder das National Center for HIV/AIDS Research, als Zuwendungsempfänger qualifizieren.
 
„Das sind hervorragende Nachrichten und ich freue mich auf die Zusammenarbeit an diesem spannenden und wichtigen Projekt“, kommentiert Kollaborationspartner Prof. Leif Sander diesen Erfolg für Belyntic. Neben dem renommierten Infektiologen der Charité in Berlin, hat Belyntic mit der NEC Corporation bereits einen weiteren wichtigen Partner an der Seite, der das Unternehmen mit KI-gestützter Software im Projekt unterstützt. 
 
Belyntic konzentriert sich zunächst auf die Entwicklung von peptidbasierten Impfstoffen für Covid-19 sowie für die progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML), die durch das JC-Virus verursacht wird. Der therapeutische PML-Impfstoff dient als Leuchtturmprojekt mit dem übergeordneten Ziel, ImmunoPEC als universelle Plattformtechnologie für neuartige Impfstoffe aufzubauen.
 
''Epitop-basierte Peptidimpfstoffe enthalten eine präzise Auswahl von synthetischen Impfstoffkomponenten und bieten gegenüber anderen Formen von Impfstoffen mehrere Vorteile, wie Sicherheit, Kosteneffizienz und hervorragende Herstellbarkeit. Die Anwendung wird jedoch durch Herausforderungen im Zusammenhang mit der Epitop-Identifizierung und -Auswahl, der fehlenden Immunogenität und einer sehr geringen Stabilität im Körper behindert'', kommentiert Dr. Oliver Reimann, Mitgründer des Unternehmens.
 
''Belyntic hat hier einen einzigartigen Vorteil'', so Reimann weiter, ''wir haben bereits eine bahnbrechende Peptidherstellungstechnologie namens Peptide Easy Clean (PEC) entwickelt. Sie erschließt das Potenzial für eine neue Generation von selbst-adjuvanten, lang wirkenden antiviralen Peptidimpfstoffen.''
 
Als die Coronakrise ausbrach, wollte Belyntic die Fähigkeiten von PEC nutzen, um einen Beitrag im globalen Kampf gegen die Pandemie zu leisten. Seit Dezember 2020 arbeitet Belyntic daher mit dem Universitätsklinikum Bonn zusammen, um einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 zu entwickeln. Das Ergebnis war die Entwicklung von ImmunoPEC.
 
"Die einzigartigen Vorteile der PEC-Technologie eignen sich hervorragend für die frühe Entwicklung von antiviralen Wirkstoffen auf Peptidbasis. Mit PEC haben wir einen einzigartigen technologischen Vorteil, da wir viele Peptidepitope gleichzeitig herstellen können, um die bestmögliche Impfstoffkomponente mit sehr hoher Geschwindigkeit zu finden. Anschließend können wir durch Modifizierung mit einem Adjuvans die Immunogenität und Stabilität drastisch erhöhen, um daraus schnell ein wirksames Therapeutikum zu machen. Wir nennen dieses Plattformkonzept ImmunoPEC, da es auf verschiedene immunologische Indikationen anwendbar ist.", erklärt Dr. Nadja Berger, leitende Wissenschaftlerin des Projekts.
 
Die Roadmap für das PML-Projekt wurde bereits zwischen dem Projektleiter Belyntic, einem Team von Wissenschaftler*innen um Prof. Dr. Leif E. Sander, und der NEC Corporation vereinbart.
 
 
Über die Belyntic GmbH:
Die 2018 gegründete Belyntic GmbH ist ein Chemistry-for-Healthcare Unternehmen. Belyntic bietet Lösungen zur Entwicklung und Herstellung von Peptidwirkstoffen auf Basis der zum Patent angemeldeten PEC-Technologie an. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich an der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Richard-Willstätter-Str. 11, 12489 Berlin, Deutschland.
 
Weitere Informationen erhalten Sie unter https://belyntic.com oder kontaktieren Sie Dominik Sarma, Mitbegründer und Co-Geschäftsführer unter der 030 8104-1113 oder per Mail an dominik.sarma@belyntic.com.

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