HU-Informatiker erhält Richard-Rado-Preis: Mathias Schacht für herausragende Dissertation in Diskreter Mathematik ausgezeichnet

04. April 2006

HU-Informatiker erhält Richard-Rado-Preis

Mathias Schacht für herausragende Dissertation in Diskreter Mathematik ausgezeichnet

Die Fachgruppe Diskrete Mathematik der Deutschen Mathematiker Vereinigung verleiht zum fünften Mal den Richard-Rado-Preis für eine hervorragende Dissertation in der Diskreten Mathematik. Der prestigeträchtige Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

 

Der diesjährige Preisträger ist Mathias Schacht vom Institut für Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin. Dr. Schacht hat von 1997 bis 2004 Mathematik, Informatik und Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität Berlin und an der Emory University in Atlanta studiert. Seit Herbst 2004 forscht er mit einem DFG-Stipendium und seit 2005 mit einer eigenen Stelle der DFG in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel am Institut für Informatik in Adlershof.

 

In seiner herausragenden Dissertation „On the Regularity Method for Hypergraphs“, mit der Mathias Schacht im Frühjahr 2004 an der Emory University den Doktorgrad erwarb, entwickelt er die berühmte Regularitätsmethode von Szemerédi weiter, um weitreichende Sätze über extremale Hypergraphen zu beweisen. Die Arbeit ist von außergewöhnlicher wissenschaftlicher Tiefe und Brillanz. Sie legt zudem die methodische Grundlage, um zentrale Fragestellungen in der extremalen Kombinatorik und der Ramsey-Theorie anzugehen.

 

Zum Preis

 

Richard Rado (1906 – 1989) war einer der bedeutendsten diskreten Mathematiker unseres Jahrhunderts. Seine Dissertation „Studien zur Kombinatorik“, die er 1931 unter Anleitung von Issai Schur in Berlin fertigstellte, ist ein mathematisches Juwel, welches bis heute nichts von seiner wissenschaftlichen Aktualität eingebüßt hat. Er leistete grundlegende Beiträge zur Ordnungstheorie, zur Matroidtheorie, zur Graphen- und zur Ramseytheorie, um nur einige Teilgebiete der diskreten Mathematik zu nennen. Paul Erdös schreibt in seinen Erinnerungen an Richard Rado: „I was good at discovering perhaps difficult and interesting special cases, and Richard was good at generalising them and putting them in their proper perspective.“ Die Ausstrahlung von Richard Rado als Mensch und Wissenschaftler ging weit über das Gebiet der diskreten Mathematik hinaus. Er starb hoch geehrt 1989 in Reading, England.

 

Der Richard-Rado-Preis wird gestiftet vom Springer-Verlag Heidelberg.

 

Weitere Informationen:

Dr. Mathias Schacht, Institut für Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin

Telefon: (030) 2093-3807

Fax: (030) 2093-3191

E-Mail: schacht@informatik.hu-berlin.de

Internet: www2.informatik.hu-berlin.de/~schacht/de/

 

Quelle:Pressemitteilung Nr. 52/2006 der Humboldt-Universität zu Berlin vom 3.04.2006

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