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12. September 2022

Berliner Zukunftsorte präsentieren ihre „digitalen Zwillinge“

Adlershof, Tegel und Siemensstadt zeigen beim DAB Digitalforum, worum es bei der Digitalisierung geht: Potenziale gemeinsam erkennen

Corinna Seegers von der Tegel Projekt GmbH und Steffen Terberl, Leiter der Geschäftsstelle Zukunftsorte, präsentieren einen digitalen Zwilling dem Berliner Staatssekretär für Energie und Betriebe, Tino Schopf (l.). Foto © Amin Akhtar | digitalagentur.berlin

Als während der Podiumsdiskussion der Satz fiel, die Trennung zwischen „analog“ und „digital“ sei heutzutage Quatsch, bezog er sich zwar lediglich auf das Arbeitsleben. Der Gedanke kann aber dennoch als Motto des DAB Digitalforums 2022 gelten – wobei auch das offizielle („Gemeinsam Zukunft gestalten“) immer wieder anklang.

Denn das erste DAB Digitalforum am 7. September 2022 diente – neben dem Startschuss für die neue Berliner Cyberhotline – vor allem der Vernetzung verschiedenster Akteure. Die Gastgeberin, die Digitalagentur Berlin (DAB), wurde 2020 als „zentrale Koordinierungsstelle für Digitalisierung in Berlin für alle Berliner Unternehmen“ gegründet. Ihrer Einladung ins „Forum Digitale Technologien“ folgte die gesamte Bandbreite der Akteure der Berliner Wirtschaft. Das zeigte sich vor allem in der sogenannten Mini-Expo: Hier tummelte sich der Start-up-Verbund neben dem Virtual-Reality-Verband neben dem Mittelstand-Digital Zentrum neben einem Forschungsprojekt zur digitalen Wertschöpfung im Bauwesen.

Und mittendrin: die Berliner Zukunftsorte, deren Geschäftsstelle die WISTA Management GmbH betreibt. Drei von ihnen (The Urban Tech Republic, Siemensstadt² sowie der Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof) präsentierten ihre „digitalen Zwillinge“. Gemeint sind Plattformen, die Entwicklungsgebiete digital nachbilden und so beispielsweise einen besseren Einblick in Energieverbräuche von Gebäuden geben oder mithilfe von Simulationen neue Potenziale und Optimierungsmaßnahmen aufzeigen.

Digitale Zwillinge mit unterschiedlichen Ansätzen

Für die Umsetzung hat jedes Quartier eigene Ansätze, auch, weil die Voraussetzungen und Bedarfe unterschiedlich sind. Geht es in Tegel oft bisher noch um Kartierung einzelner Grundstücke, müssen in Adlershof vor allem viele Bestandsgebäude in den digitalen Zwilling integriert werden. Und während in Siemensstadt² der Konzern Siemens viel technischen Input gibt, arbeitet die WISTA in Adlershof mit dem Start-up Urban Energy zusammen.

Diese Individualität unter einem gemeinsamen Dach zeigte sich auch am Interesse von Tino Schopf, der sich jedes System separat erklären ließ, als Berliner Staatssekretär für Energie und Betriebe aber immer das große Ganze im Blick hat.

Diesen Eindruck bestätigt auch Steffen Terberl, Leiter der Geschäftsstelle Zukunftsorte: „Wir zeigen mit diesen Projekten, was Digitalisierung heute ist: eine Aufgabe, die sich nur gemeinsam und kollaborativ lösen lässt. Und vor allem kein Trend, sondern ein konstanter Prozess, der überall Potenziale bietet, bis hin zur Entwicklung ganzer Stadtquartiere.“

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