Adlershof - Kiez - Lehrpfad Gedanken­gang

Adlershof selbst entdecken

Vom S-Bahnhof Adlershof aus wird der Besucher auf einen anderthalbstündigen Parcours geschickt. Es bedarf keiner fachkundigen Führung, so dass der „Gedanken-Gang“ auch in späten Abendstunden und an Wochenenden besucht werden kann. Die meisten Objekte werden jederzeit zugänglich sein.

Initiator ist die WISTA Management GmbH. Ein Team von Instituten, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie aus Unternehmen begleiteten das Vorhaben. Als Berater stehen Wissenschaftler der HU – hier vor allem Prof. Dr. Lutz-Helmut Schön (Didaktik der Physik) – dem Projekt zur Seite. Die künstlerische Beratung hat der Lichtkünstler Nils-R. Schultze übernommen.

Wenn Sie zudem auch gerne eine professionelle Führung über den Standort unternehmen möchten, können Sie sich dazu bei unserem Veranstaltungs- und Besucherdienst informieren.

Die einzelnen Stationen

Thermo-Kugellabore „Adlershofer Busen“

Thermokonstante Kugellabore © WISTA Management GmbH

Errichtet: 1959-1961

Baumeister: Horst Welser, Peter Adolf Thiessen

Maße:

  • Stahlbetonring: Wandstärke 10 cm / Durchmesser 7,80 m
  • Kugeln: Wandstärke 20 cm / Dämmung 1,25 m / Durchmesser 9 m

Die Kugellabore sind erste Beispiele für Stahlbetonschalenkonstruktionen in der DDR und wurden vom Institut für physikalische Chemie der damaligen Deutschen Akademie der Wissenschaften errichtet.
Im Jahr 1961, als die Anlage in Betrieb genommen wurde, waren thermokonstante Labore in Deutschland eine Neuheit. Hier sollten Präzisionsmessungen u. a. im Bereich Werkstofftechnik frei von Temperaturschwankungen vorgenommen werden. Ziel war es, für die Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Thermodynamik zwei Messräume mit einer Langzeit-Temperaturkonstanz zu schaffen. Die Ergebnisse waren für die Luft- und Raumfahrt vorgesehen.
Die seinerzeit innovativen Kugellabore stehen heute unter Denkmalschutz.

Aufbau: Jede Kugel enthielt einen Messraum. Um die Wirkung äußerer Temperatureinflüsse zu minimieren, wurde die Kugelform gewählt. Die Kugeln werden jeweils von einem Stahlbetonring getragen, dieser liegt auf vier V-Stützen. Die Stahlbetonschale hat eine Wanddicke von 10 Zentimeter und einen Innendurchmesser von 7,80 Meter, sie bildet die Tragkonstruktion und gibt der Form die Steifigkeit. Alle weiteren Schichten nach außen und innen sind darauf schwimmend aufgelegt.

Wandstärke: bestehend aus einem aufwändigen Wandaufbau aus einer zweilagigen 20 cm starken Stahlbetonschale innen und einer aufgebrachten Wärmedämmung von ca. 1,25 m Dicke

Damalige Innentemperatur: schwankte lediglich um 0,01° C, war also nahezu konstant. Die Tragkonstruktion wird von einer Temperaturregulierschicht umhüllt und besteht aus einem Wasserrohrsystem. Sie ist in ca. 10 cm Torkretbetonschicht (Spritzbeton) eingebettet. Durch Einleitung von ca. 20 Grad warmem Wasser wurde eine Grundstabilisierung der Temperatur erreicht.
 

Aerodynamischer Park

Drei außergewöhnlich gestaltete Bauten zeugen hier von der langen Tradition der Luftfahrtforschung in Adlershof. Sie wurden Mitte der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts von der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) errichtet. Deren innovative Tradition wird heute vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hier am Standort fortgeführt.




Großer Windkanal

Errichtet: 1932-1934

Außenmaß: 58 m × 26 m

Durchmesser: 8,5 m - 12 m

Wandstärke: 8 cm

  • diente zu aerodynamischen Untersuchungen in Luftströmen
  • und der Optimierung der Flugzeugform und -oberflächen


Trudelwindkanal

Errichtet: 1934-1936

Höhe: ca. 20 m

Durchmesser: ca. 12 m

Wandstärke: ca. 30 cm

  • vertikaler Luftstrom (von unten nach oben)
  • über Jahre hinaus die einzige Möglichkeit, um den gefährlichen Flugzustand des Trudelns labormäßig zu simulieren


Motorenprüfstand

Errichtet: 1932-1935

Turmhöhe: 15 m

Versuchsobjekt: max. Höhe 5 m

  • Im waagerechten Gebäudeteil wurden z. B. Flugzeugmotoren bis zu 5 m Größe installiert
  • Der Stahlbetonbau ermöglichte durch Mehrfachumlenkungen der Luftströme einen besonders guten Schallschutz

  
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Mess- und Versuchsstrecke

Luftbild Technologiepark Adlershof © WISTA.Plan GmbH/Fotograf Dirk Laubner

Errichtet: 2004

Baumeister: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Maße: Länge 1.100 m

Strecke/Ort: Beginnend am Ernst-Ruska-Ufer/Albert-Einstein-Straße bis zur Volmerstraße

 

Seit 2004 ist das Ernst-Ruska-Ufer Mess- und Versuchsstrecke des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Institut für Verkehrsforschung.
Verkehrsforscher nutzen die Straße auf 1.100 Metern Länge als „Messlabor“. Die hier erfassten Daten sollen das Verkehrsmanagement verbessern helfen. An den zwei Schilderbrücken sind Videokameras und Radarsensoren installiert. Mit ihnen erproben die Forscher neuartige Sensoren zur Verkehrserfassung.
Die Verkehrsdaten werden durch Induktionsschleifen im Boden und Radarsensoren sowie Videokameras erfasst, dann über vier Streckenstationen einem Auswerterechner zugeführt und anonym gespeichert. Eine Wetterstation, ein Bodensensor und ein Sichtweitensensor liefern dazu aktuelle meteorologische Daten.

Tor aus glasierten Ziegelsteinen

Errichtet: 1995

Künstler: Angelika Baasner-Matussek / Ulrich Greiwe

Maße: Länge/Höhe/Tiefe: 263 × 225 × 74 cm

Dieses Tor symbolisiert den Aufbruch in eine neue Zeit des Wissenschaftsstandorts Adlershof. Das Objekt entstand als „Kunst am Bau“ für den ersten Neubau eines Laborgebäudes auf diesem Gelände nach 1989. Die mit wechselnden Glasuren und in unterschiedlichen Atmosphären gebrannten Ziegel weisen auf die vielfältige Ausprägung der Analytischen Chemie und die zahlreichen Arbeitsgebiete für die Sicherheit in Technik und Chemie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Kein Ziegel gleicht dem anderen, doch im Torbogen verbinden sie sich zu einer festen Struktur und eröffnen den Blick in eine sichere Zukunft.

Kryptographie

Skulptur Kryptographie © WISTA Management GmbH

Errichtet: 2006

Künstler: Nils-R. Schultze, Lutz-Helmut Schön

Material: CorTen-Stahl

Maße: 263 × 225 × 74 cm

 

Der Lichtkünstler Nils-R. Schultze setzt künstlerisch um, was Adlershofer Kryptographen auf Bit- und Byte-Ebene erforschen und produzieren.
Ob Internet oder Handy – die Sicherheit bei der Datenübermittlung wird immer wichtiger, z. B. für persönliche oder geschäftliche Daten. Die Kryptographie entwickelt Verfahren zur Ver- und Entschlüsselung von Informationen, damit kein Unbefugter mitlesen kann.
Ursprünglich arbeitete die Kryptographie mit der Verschlüsselung auf Wortebene. Texte mussten „von Hand“ ver- und entschlüsselt werden. Heute wird diese Arbeit von Computern übernommen.
Nils-R. Schultze befasst sich mit „Verschlüsselungen“. Sein Verfahren beruht auf der Suche nach dem richtigen Blickwinkel. Denn nur aus bestimmten Perspektiven lassen sich die in den Metalltafeln versteckten Botschaften entschlüsseln.

 

Das Foucaultsche Pendel

Das Foucaultsche Pendel im ZBU Adlershof © WISTA Management GmbH

Errichtet: 2006

Künstler: Nils-R. Schultze, Lutz-Helmut Schön

Pendel: 16 m

Kugel: 25 kg

 

Die schwingende Kugel wirft alle 10 Minuten einen Kegel um. Mit diesem Versuch bewies Léon Foucault 1851 anschaulich die Drehung der Erde um ihre eigene Achse.
Das Geheimnis: Die feststehenden Kegel drehen sich mit der Erdoberfläche. Das Pendel schwingt wegen seiner Massenträgheit konstant in einer Ebene und macht die Erdrotation nicht mit. Die Erde dreht sich quasi unter dem Pendel durch. Ein am Nordpol aufgestelltes Pendel dreht sich in 24 Stunden genau um 360 Grad, in Mitteleuropa um ca. 276 Grad. Am Äquator würden alle Kegel stehen bleiben.

 

Klima-Messgarten

Errichtet: 2005

Betreiber: Humboldt-Universität zu Berlin

Messgrößen:

  • Lufttemperatur und relative Luftfeuchte
  • Niederschlag
  • Windgeschwindigkeit und Windrichtung
  • Globalstrahlung
  • Bodentemperatur
  • Luftqualität (Feinstaub, Ultrafeinstaub, Stickstoffdioxid)

 

Das Wetter ist ein immer aktuelles Thema. Wie man es beobachten, messen und die verschiedenen Daten behandeln kann, lernen die Studierenden hier. Die Abteilung Klimatologie des Geographischen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin betreibt diesen Messgarten zu Forschungs- und Ausbildungszwecken.
In den Wetterhütten messen Thermohygrographen traditionell Luftfeuchte und -temperatur. Die moderne, automatisch arbeitende Station in der Mitte besteht aus verschiedensten Elementen. Sie messen u. a. Strahlungsströme, Niederschläge und Feinstaubkonzentrationen. Ausgewählte meteorologische Daten (Lufttemperatur und Luftdruck) erscheinen online an der Anzeigetafel neben dem Neubau.

Laserstrahl

Laserstrahl Adlershof © WISTA Management GmbH

Errichtet: 2003

Künstler: Nils-R. Schultze

Betreiber: WISTA Management GmbH

Lasertyp: Festkörperlaser

Leistung: 3 Watt

Wegstrecke: 3.800 Meter

Ziel: Best-Sabel-Oberschule Köpenicker Lindenstraße

Durchmesser: 30 cm (Beginn), 150 cm (Ende)

 

Ein grüner Laserstrahl leuchtet jede Nacht über Adlershof, der Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien.
Vom Turm des Innovations- und Gründungszentrums (IGZ) ausgehend, leuchtet er über die Dächer des Technologieparks, über den S-Bahnhof und das Adlergestell und hinweg bis nach Spindlersfeld.
Der Strahl steht nicht nur symbolisch für eine der Kernkompetenzen des Standorts, die optischen Technologien. Er schlägt auch eine Brücke vom Hochtechnologiestandort zum historischem Ortsteil Adlershof.

Biogaskraftanlage

Biogaskraftanlage der BTB Adlershof © WISTA Management GmbH

Errichtet: Juli 2005

Betreiber: BTB mbH Berlin

Stromleistung: 386 kW

Wärmeleistung: 509 kW

 

In einer Biogasanlage wird Pflanzenmaterial eingesetzt, um Methan herzustellen. Durch Reinigung, Trocknung und Aufbereitung wird daraus ein erdgasähnlicher Brennstoff = Biomethan. Diese Kraft-Wärme-Koppelungsanlage (KWK) benutzt Methan (aus Erdgas) als Brennstoff in einem Verbrennungsmotor, um mit hohem Wirkungsgrad gleichzeitig Strom und Heizwasser zu erzeugen.
Die BTB Blockheizkraftwerks- Träger- und Betreibergesellschaft mbH Berlin führt den Betrieb der KWK-Anlage so durch, dass es ein Gleichgewicht zwischen einer vertraglich gesicherten Biomethan-Einspeisung in das Erdgasnetz und der Brennstoffentnahme hier vor Ort gibt. In der Bilanz wird somit praktisch klimagasfreie Energie als Strom und Heizwasser für das Gebäude hergestellt.

Illuminierte Wärmespeicher

Wärmespeicher BTB Adlershof © WISTA Management GmbH

Errichtet: Juli 2015

Künstler: Nils-R. Schultze

Wärmespeicher:

  • Anzahl: 5
  • Höhe: 20 m
  • Fassungsvermögen: 12.000 m³

 

Diese fünf Wärmespeicher sind Teil der Energiezentrale des Heizkraftwerks Adlershof. Die bei der Stromproduktion entstehende Abwärme wird in den Tanks gespeichert und später komplett genutzt. Dadurch wird ein sehr hoher Nutzungsgrad erreicht. Der zeitlich unterschiedlich starke Bedarf an Strom und Wärme wird so ausgeglichen.
Die Lichtinstallation macht sichtbar, was hier passiert. Dazu wurde jeder Tank mit 13 LED-Lichtbändern umspannt. Mittels Licht wird dargestellt, wie viel Wärme gerade in jedem einzelnen Tank ist. Der Farbverlauf zeigt zugleich die Schichtung von kaltem und warmem Wasser. Die Daten werden von in den Tanks vorhandenen Sensoren geliefert und in eine Darstellung mit Licht umgesetzt.
Die BTB Blockheizkraftwerks- Träger- und Betreibergesellschaft mbH Berlin betreibt eines der modernsten Berliner Fernwärmenetze. Das Heizkraftwerk Adlershof versorgt sowohl den Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof als auch rund 30.000 Wohnungen von Schönefeld bis Treptow.

Retentionsbodenfilteranlage

Errichtet: Juli 2005

Betreiber: Berliner Wasserbetriebe

Investor: Land Berlin

Investition: 7 Mio. Euro

 

Auf 6.000 Quadratmetern Beckenfläche reinigen die Berliner Wasserbetriebe das Oberflächenwasser aus dem südöstlichen Bereich des Entwicklungsgebietes Berlin Adlershof – und zwar mechanisch, biologisch und chemisch, bevor es in den Teltowkanal eingeleitet wird. Hierdurch verbessert sich die Wasserqualität des Kanals erheblich.

Und so funktioniert es:

Ein Hauptsammelkanal bringt Niederschlagsabflüsse stark befahrener Hauptverkehrsstraßen zu den Filterbecken. Ein Trennbauwerk mit Geröllfang hält hier grobe Ablagerungen und Steine zurück. Größere, nicht schädliche Wassermengen, zum Beispiel nach Starkregen, werden direkt in den Teltowkanal geleitet. In der nächsten Stufe zieht ein Klärbecken feine Sedimente und Schwimmstoffe ab. Danach folgen weitere mechanische und biologische Reinigungsstufen: Schilfpflanzen, mit denen die Bodenfilteranlage bepflanzt wird, binden Nährstoffe aus dem Regenwasser und halten gleichzeitig die Filteroberfläche locker und offen. Außerdem absorbiert ein 1,30 Meter dicker Sandfilter, der mit chemischen Zuschlagstoffen angereichert ist, Phosphat- und Schwermetallionen aus dem Regenwasser. Erst wenn 80 Prozent aller Schadstoffe herausgefiltert wurden, fließt es in den Teltowkanal.
Damit verbessert sich die Gewässergüteklasse des Kanals gemäß Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union von IV auf II. Hierdurch wird ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität des Teltowkanals geleistet.

Zeitreise: Johann von Neumann-Haus

Damals



Akademie der Wissenschaften

Aufgenommen: um 1995

Baujahr: 70er Jahre

Abriss: September 1996


Hier war die Bauplanung und Projektierung der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) beheimatet.

Heute



Johann von Neumann-Haus

Errichtet:1998

Nutzung: Sitz der Institute für Mathematik und Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin


Der Gebäudegrundriss bildet eine Kamm-Struktur, bei der vier Quergebäude an einen Riegel anbinden. Auffällig ist die Vielzahl der Zugänge und offenen Treppen in allen Gebäudeteilen.


  
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Zeitreise: Kekuléstraße

Damals



Aufnahme: Anfang 1980

Heute



Aufnahme: 2021


Links der Blick die Kekuléstraße entlang zum Gebäude der WISTA Management GmbH, rechts das heutige Gebäude des Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie, Institut für Silizium-Photovoltaik (seit Anfang der 1990er Jahre), erbaut Mitte der dreißiger Jahre als Laboratoriumsgebäude des Instituts für Elektrophysik der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt DVL e. V. Von 1950 bis 1967 vom Heinrich-Hertz-Institut genutzt.
Auf der Freifläche auf der rechten Seite sollten Ende der 1980er Jahre die Institute für Kybernetik und Informationsprozesse sowie für Informatik und Rechentechnik der Akademie der Wissenschaften der DDR entstehen. 1989 unterbrach man die Arbeiten am Rohbau.
1994/95 wurde der Gebäudekomplex als Erweiterungsgebäude des Innovations- und Gründungszentrums (IGZ) fertig gestellt (Foto rechts).

 

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Zeitreise: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Damals



Aufnahme: Anfang 1980

Heute



Aufnahme: 2021


Foto links: Geradezu ist der Gebäudekomplex des Instituts für Kosmosforschung (IKF) der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) zu sehen, das heutige Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR mit den Instituten für Planetenforschung, Verkehrsforschung und Verkehrssystemtechnik sowie der Abteilung Triebwerksakustik (Foto rechts). Rechts vor dem IKF standen zwei Flachbauten. Sie dienten 1991 dem Innovations- und Gründungszentrum (IGZ) als erstes Domizil; an ihre Stelle trat 1998 der Neubau des WISTA-Business Center (heute Johann von Neumann-Haus). Dort haben heute die Institute für Mathematik und Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin ihr Domizil.

Das DLR ist das wichtigste und größte deutsche Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt, Energie und Verkehr sowie Sicherheit und Digitalisierung. Etwa 10.000 Mitarbeiter arbeiten in 55 Teilinstituten an 34 Standorten (Stand 2021). Als nationale Raumfahrtagentur nimmt sie auch hoheitliche Aufgaben war. Hier forscht man zu Land, zu Wasser, in der Luft und im All, im Kampf mit den Elementen auf der Suche nach Vergangenheit und Zukunft unserer Welt.
 


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Science Podcast: Elektronenspeichering BESSY II

Elektronenspeicherring BESSY II Berlin Adlershof © WISTA Management GmbH

Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) betreibt den Elektronenspeicherring für Synchrotronstrahlung BESSY II, eine Synchrotronstrahlungsquelle der dritten Generation. Der Speicherring BESSY II liefert extrem brillante Photonenpulse von der langwelligen Terahertz-Region bis hin zur harten Röntgenstrahlung mit Wahl des Energiebereichs und der Polarisation.
Die ca. 50 Strahlrohre an Undulator-, Wiggler- und Dipolquellen bieten dem Nutzer eine facettenreiche Mixtur von Strahlrohren und Messplätzen mit exzellenter Energieauflösung. Die Kombination von Brillanz und Photonenpulsen macht BESSY zu einem idealen Mikroskop für Raum und Zeit und ermöglicht Zeit- und Ortsauflösungen mit bis zu Femtosekunden auf Picometerskala.
 

Science Podcast: Max-Born-Institut

Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI), Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI), Berlin Adlershof © WISTA Management GmbH

Das Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie, kurz MBI genannt, wurde 1991 gegründet. In den acht Gebäuden des MBI wird auf über 7.000 Quadratmetern nutzbarer Fläche Grundlagenforschung auf dem Gebiet der nichtlinearen Optik und Kurzzeitdynamik bei der Wechselwirkung von Materie und Laserlicht betrieben.
Das MBI ist an zahlreichen Kooperationsprojekten beteiligt, gehört dem Forschungsverbund Berlin e.V an, ist Mitglied der Leibniz-Gesellschaft und übernimmt hinsichtlich der Forschung überregionale Aufgaben von gesamtstaatlichem Interesse.

Genauso ultrakurz und ultraintensiv wie die MBI-Laser ist unser Beitrag, aber hören Sie selbst!
 

Science Podcast: Institute for Analytical Sciences ISAS

ISAS, Institute for Analytical Sciences, Berlin Adlershof © WISTA Management GmbH

Das Institute for Analytical Sciences wurde 1952 gegründet und unterhält Institute in Berlin und Dortmund, die durch Bund und Länder gefördert werden. Seit 1993 ist es vertraglich mit der TU Dortmund verbunden und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Das ISAS erarbeitet analytische Problemlösungen und entwickelt dafür neue bzw. verbesserte Messprinzipien und -verfahren, analytische Techniken, Methoden und Geräte. Spektroskopische Methoden und der analytische Beitrag zu Problemlösungen auf den Gebieten der Material- und der Lebenswissenschaften stellen den Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung am ISAS dar.
 

Science Podcast: Zentrum für Biotechnologie und Umwelt, UTZ (heute: ZBU I)

Zentrum für Biotechnologie und Umwelt (ZBU), Berlin Adlershof © WISTA Management GmbH

Das u-förmige Gebäude, für das die Architekten den Anerkennungspreis des Bundes Deutscher Architekten in Berlin erhielten, erstreckt sich über 200 Meter. Der Baukörper teilt sich in zwei Einheiten. Ein vier Etagen hoher Durchgang führt durch beide Gebäudeteile, die durch Brücken verbunden sind.
Das Ökologiekonzept des Gebäudes zeigt sich in der Photovoltaik-Anlage, einer Regenwasser-Nutzungsanlage und der Verwendung ökologischer Baustoffe.
Großzügig ist das vollständig verglaste Foyer über die gesamte Höhe des Gebäudes. Stählerne Laufstege führen den Besucher zu offenen Korridoren, die vor den Büros liegen.
 

Science Podcast: Zentrum für Nachhaltige Technologien (heute ZBU II)

Zentrum für Biotechnologie und Umwelt ZBU II, Berlin Adlershof © WISTA Mangement GmbH

Im Zentrum für Nachhaltige Technologien (heute: Zentrum für Biotechnologie und Umwelt II) sind Unternehmen angesiedelt, die auf chemischem, physikalischem und biotechnologischem Gebiet forschen und produzieren. Insgesamt 7.200 Quadratmeter Fläche stehen im Laborgebäude zur Verfügung. 600 Kubikmeter Luft kann jeder der 144 Digestorien im Haus absaugen. Fast die Hälfte der gesamten Bausumme von 20 Millionen Euro ist in die Technik geflossen.

Zu den Besonderheiten des Gebäudes gehört zweifelsohne auch die moderne Regenwasserentsorgung: Das Regenwasser wird in drei Becken vor dem Gebäude gesammelt, von denen es dann langsam in den Boden einsickern kann.
 

Science Podcast: Gelände des Fernsehens der DDR

Ehrlich-Ensemble, Berlin Adlershof © WISTA Management GmbH

Das Gebäude-Ensemble mit seinem charakteristischen Turmhaus wurde 1951 bis 1953 für den Deutschen Fernsehfunk der DDR (DFF) errichtet. Der Entwurf stammt vom Architekten Franz Ehrlich. Die Formensprache ist vom Bauhaus beeinflusst und rein funktionalistisch. Ehrlich gilt als einer der wenigen DDR-Architekten, die sich dem sowjetischen Vorbild nicht im gewünschten Maß unterworfen und eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt haben. Der Großteil des Ensembles wurde nach 1990 von den aus Hamburg stammenden Investoren Peter und Thomas Wolfert erworben und von 1996 bis 1998 gründlich saniert.
 

Kontakt

Sylvia Nitschke
WISTA Management GmbH
Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation

+49 30 6392-2238
+49 30 6392-2236