Adlershofer Tischgespräch

30. August 2011

Adlershofer Tischgespräch

Bild: © Adlershof Journal

Bild: © Adlershof Journal

... mit Peter Georgino, Leiter Technische Dienste im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) und Leitung des Berliner DLR-Standortes. Dass er in Jugendjahren im Radleistungssport Ausdauer gelernt hat, beweist der gelernte Elektroniker, der seit über 35 Jahren in Adlershof arbeitet, immer wieder, wenn er nicht lockerlässt, Probleme anzusprechen und anzupacken, die den Standort attraktiver machen.

Adlershof Journal: Was ist Ihr Lieblingsplatz in Adlershof?
Peter Georgino: Der Weg am Teltowkanal. Der war zu DDR-Zeiten nicht zugänglich. Das ist ein ruhiges Plätzchen, wenn ich einfach mal abschalten will.

Wie verbringen Sie Ihre Mittagspause?
Meistens bringe ich mir etwas zu essen von zu Hause mit. Wenn ich in Adlershof bin, sitze ich dann gern mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen, denn die Zeit für einen Austausch, bei dem es mal nicht nur um aktuelle Projekte geht, ist rar.

Was war Ihre erste Begegnung mit Adlershof?
Das war 1974. Ich habe hier am Institut für Elektronik an der Akademie der Wissenschaften als Elektroniker gearbeitet. Die dort betriebene Kosmosforschung hat mich gleich so fasziniert, dass ich mich für ein Studium der Nachrichtentechnik in Berlin entschied. Nach der Wende habe ich nahtlos zum DLR gewechselt.

Wie kommen Sie zur Arbeit?
Ich wohne in Grünau. Nach Adlershof könnte ich mit dem Fahrrad kommen. Früher habe ich das auch oft getan, aber inzwischen nutze ich meistens das Auto. Das DLR hat 15 Standorte, allein in Berlin sind es drei, zwischen denen ich oft pendeln muss.

Worüber haben Sie sich kürzlich am meisten geärgert?
Nicht erst seit Kurzem, sondern schon etliche Jahre ärgert mich das fehlende Wegeleitsystem für den Standort. Die Begrüßungssituation an den Eingangstoren des Geländes finde ich unbefriedigend und ein zentraler Informationspunkt, der von Weitem auch schon zu erkennen ist, wäre wünschenswert. Das würde die Orientierung für unsere Besucher sehr vereinfachen.

… und am meisten gefreut?
Neben der tollen Entwicklung, die der Standort genommen hat, habe ich mich ganz aktuell über die Einladung zur Straßenbahneinweihung am 4. September gefreut. Als Straßenbahnfan werde ich die neue Verbindung bestimmt gelegentlich nutzen. Bezogen auf das DLR freue ich mich besonders über die positive Mitarbeiterentwicklung. Für die Standorte Adlershof, Charlottenburg und Neustrelitz lag die Steigerung in den letzten sechs Jahren bei rund 28 Prozent. So kommen wir derzeit auf insgesamt 592 Mitarbeiter.

Was ist Ihr nächstes Ziel?
Wir wollen unser Standbein in Charlottenburg, das ist die Abteilung Turbulenzforschung, die an der Technischen Universität Berlin angesiedelt ist, ausbauen. Konkret planen wir einen Neubau, für den jetzt die städtebaulichen Voraussetzungen und Ressourcen zu schaffen sind. In Zusammenarbeit mit den Institutsleitern steht die Stärkung unserer Kooperationsbeziehungen zu den Universitäten und die Ausweitung auf die Fachhochschulen auf meiner Aufgabenliste ganz oben.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Ich bin ein großer Tierliebhaber. Zu Hause wartet ein Schäferhund, den ich, wie auch alle vorherigen Hunde, aus dem Tierheim geholt habe. Der braucht viel Auslauf. Ab und zu bin ich mit dem Trekkingrad unterwegs. Und ich genieße auch ganz gern mal Haus und Garten. Fernreisen mag ich nicht so sehr, aber Kurzurlaube in der Sächsischen Schweiz und an der Ostsee müssen sein


Meldungen dazu

Bild: © Adlershof Journal
Gut unterwegs
Verkehrsszenarien für das Jahr 2030
Bild: © Adlershof Journal
Die Straßenbahnerin
Ramona Stöhr bringt die Adlershofer zur Arbeit und zum Studium
Bild: © Adlershof Journal
Adlershof Journal September/Oktober 2011
Mit der Straßenbahn ins Labor