Die Datenlogistiker: Sorgen für reibungslosen Datenaustausch

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09. Januar 2018

Die Datenlogistiker

Sorgen für reibungslosen Datenaustausch

Leo Martens baut den Adlershofer Quibiq-Standort weiter aus

Quibiq sorgt dafür, dass in Unternehmen alle Anwender schnellen Zugriff auf benötigte Daten haben – ganz gleich, ob diese in herkömmlichen Datenbanken oder der Cloud abgelegt sind. Das zur Jahrtausendwende in Stuttgart gegründete IT-Unternehmen expandiert und baut derzeit in mehreren deutschen Städten Standorte auf. In Berlin fiel die Wahl auf Adlershof.

Berlin ist für Leo Martens Heimat. Nach einigen Jahren in Stuttgart kehrte er im Mai 2016 hierher zurück, um einen Standort seines Arbeitgebers Quibiq aufzubauen. „Einerseits wollen wir näher bei unseren Kunden sein“, erklärt der Geschäftsführer der Quibiq Berlin GmbH, „andererseits geht es darum, dass unsere Mitarbeiter nicht mehr umziehen oder pendeln müssen.“

Darum baut das Stuttgarter IT-Unternehmen weitere Standorte in Hamburg, Rostock und Zürich auf. Universitätsstädte, die Informatiker ausbilden. Ihnen kommt Quibiq weit entgegen. In Berlin fiel die Wahl deshalb auf Adlershof. „Ein expandierender Wissenschafts- und Technologiestandort mit Hochschulinstituten in direkter Nachbarschaft und lebendiger Start-up-Szene, das hat einfach gepasst“, sagt Martens. Auch die Verkehrsanbindung spreche für Adlershof; erst recht, sobald der neue Flughafen in Betrieb geht.

Martens denkt in vielerlei Hinsicht logistisch. Kurze Wege und hohe Verfügbarkeit sind nicht nur mit Blick auf Fachkräfte, Kunden und Reisen wichtig, sondern auch in Datenprozessen. Quibiq ist auf Datenlogistik spezialisiert. Kunden sind Konzerne und größere Mittelständler mit zunehmend komplexen IT-Strukturen. Als zertifizierte Microsoft-Partner sorgen die „Logistiker“ dafür, dass die Mitarbeiter ihrer Kunden jederzeit und überall Zugriff auf benötigte Daten haben. Wenn nötig in Echtzeit.

Schwierig ist das, weil die Daten mal vor Ort auf Servern, mal in zentralen Datenbanken, mal in Enterprise-Resource-Planning- (ERP-) und Customer-Relationship-Management-(CRM-)Systemen oder mittlerweile auch immer häufiger in der Cloud abgelegt sind. Im Zuge der Transformation zur Industrie 4.0 nimmt die Vielfalt weiter zu: Vernetzte Produktionsanlagen, mobile Maschinen oder Tablets von Servicetechnikern sammeln und senden Daten. Unternehmen und ihre Mitarbeiter erwarten, dass diese unternehmensweit synchronisiert und stets auf den neuesten Stand gebracht werden. Und sie erwarten reibungslosen Datenaustausch aller angeschlossenen Systeme.

Eine Lösung ist der „Enterprise Service Bus“. Eine Daten-BUS-Lösung für Unternehmen, welche die Quibiq-Spezialisten teils bis tief in die Cloud hinein verlegen. Die Fachwelt spricht von hybriden Integrationsarchitekturen. Sie sind flexibel genug, um historisch gewachsene Geschäftsabläufe in IT-Architekturen abzubilden und zugleich neue, minutiös durchgeplante Prozesse zu integrieren. Bei Bedarf über Unternehmensgrenzen hinaus: Gerade in Industrien, in denen Hersteller eng mit Zulieferern kooperieren, sind die Übergänge der IT-Systeme und -Prozesse fließend.

„Wir verlegen virtuelle Datenautobahnen in und zwischen Unternehmen und können dabei dank unserer Partnerschaft mit Microsoft sehr kosteneffiziente Lösungen bieten“, erklärt Martens. Die standardisierten Produkte des Weltkonzerns senken die Einstiegskosten. Doch die eigentlichen Kosteneffekte ergeben sich laut Martens in der Anwendung: „Gerade Kunden, die frühzeitig auf Cloud-Prozesse gesetzt haben, realisieren nun enorme Einsparungen“, berichtet er. Etwa durch schlanke Bestellprozesse, die nur noch zehn Prozent der ursprünglichen Ressourcen nutzen. Dank des Angebots einer deutschen Cloud in Kooperation mit der Telekom fassen immer mehr Firmen Vertrauen in die hybriden Architekturen. Martens und seine Kollegen sind darauf spezialisiert, die Geschäftsprozesse der Kunden in der IT abzubilden. Wie in traditionellen Logistikketten kommt es dabei auf die Schnittstellen an. Ob Diagnosegeräte in Kliniken, ob Hydraulikbagger auf Baustellen oder smarte Fabriken: Gesammelte Daten müssen effizient in die Systeme eingespielt und darin reibungslos über alle Schnittstellen hinweg verteilt werden. Zu 98 Prozent basieren die Lösungen auf Software. „Spätestens hier sind wir wieder bei den Fachkräften. Wir suchen kreative Softwareentwickler und -architekten“, so Martens. Die Geschäftsräume in der Albert-Einstein-Straße 16 sind daher bewusst auf weiteres Wachstum ausgelegt. Quibiq – so viel ist klar – hat im Zeitalter der digitalen Revolution noch viel vor.

Von Peter Trechow für Adlershof Journal

www.quibiq.de

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