Ehemaliges Fernsehtheater wird denkmalgerecht saniert: Erbbaurechtsvertrag für das Studiogebäude S5 beurkundet

20. August 2020

Ehemaliges Fernsehtheater wird denkmalgerecht saniert

Erbbaurechtsvertrag für das Studiogebäude S5 beurkundet

Luftaufnahme des Studiogebäudes S5 an der Moriz-Seeler-Straße, Mai 2020 /Copyright Foto: WISTA.Plan GmbH / Manuel Frauendorf Fotografie

Nah am S-Bahnhof Adlershof befindet sich an der Moriz-Seeler-Straße das Studiogebäude S5. Das Gebäude wurde in den 1960er Jahren als „Fernsehtheater der DDR“ mit einem großen Saal, Empore, Regieräumen und repräsentativem Eingangsfoyer errichtet. Es ist ein wichtiges bauliches Zeugnis der DDR-Moderne. Bis Dezember 1990 wurde das heute unter Denkmalschutz stehende Gebäude vom DDR-Fernsehen genutzt und im Saal unter anderem die „Aktuelle Kamera“ produziert. Aktuell steht der große Saal leer und das Foyer wird vom „Theater Adlershof“ als Spielstätte genutzt. 

Die WISTA.Plan GmbH beurkundete für das Land Berlin einen Erbbaurechtsvertrag mit der Studio 5 GmbH & Co. KG. Diese wird von dem Architekten Stefan Klinkenberg vertreten, der schon mehrfach bewiesen hat, dass er Denkmalschutz und Kultureinrichtungen gut miteinander verzahnen und mit Leben füllen kann. 

Beim Bürgerprojekt Rathaus Friedrichshagen übernahm Klinkenberg die Projektentwicklung und die Gesamtplanung, dort finden heute Dienstleister aus den Bereichen Kultur, Medien, Tourismus sowie soziale Einrichtungen und Initiativen ihren Platz. Auch die Brauerei Königstadt in Prenzlauer Berg erweckte der Architekt zusammen mit der Genossenschaft der ansässigen Gewerbetreibenden zu neuem Leben. Aktuell saniert er das Schloss Broock in Vorpommern, dort sollen künftig Tagungen, Musik- und Kulturfestivals stattfinden.

Das Studiogebäude S5 wird denkmalgerecht saniert und mit einem Neubau ergänzt. Der Neubau wird Büros für Unternehmen aus dem Kultur- und Medienbereich beherbergen. Der Abschluss der Baumaßnahmen ist für 2024 geplant. 

Mit dem nun erfolgten Vertragsabschluss ist ein großer Schritt getan, um das denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren, nachhaltig mit kulturellen Leben zu füllen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Daran beteiligt waren insbesondere die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie das Bezirksamt Treptow-Köpenick, die gemeinsam bereit waren, kreative Lösungen bei den Denkmalschutzbelangen sowie bei der kulturellen Nutzung zu finden. 

 

Kontakt:

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Rudower Chaussee 19, 12489 Berlin
malinski@wista-plan.de
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