Ein neuer Anziehungspunkt: Interview mit Jörg Overbeck, Vorstand der EUROPA-CENTER AG

06. Oktober 2014

Ein neuer Anziehungspunkt

Interview mit Jörg Overbeck, Vorstand der EUROPA-CENTER AG

Jörg Overbeck, Vorstand der EUROPA-CENTER AG. Bild: © Adlershof Special

Jörg Overbeck, Vorstand der EUROPA-CENTER AG. Bild: © Adlershof Special

Die EUROPA-CENTER Immobiliengruppe gehört seit vielen Jahren zu Adlershof. Welche Projekte verfolgen Sie derzeit in der Wissenschaftsstadt?

Jörg Overbeck: Mit dem dritten Bauabschnitt des EUROPA-CENTER Büro- und Geschäftshauses an der Rudower Chaussee vervollständigen wir im Moment den Gebäudekomplex, der bereits aus dem ersten 2008 fertiggestellten und dem zweiten 2012 eröffneten Bauabschnitt besteht. Zusätzlich schaffen wir damit einen angemessenen Rahmen für das Baudenkmal der thermokonstanten Kugellabore und einen großzügig geöffneten Innenhof mit hoher Aufenthaltsqualität. Hinzu kommt ein neues Parkhaus, das wir an der Albert-Einstein-Straße errichten werden und das etwa 580 Stellplätze bieten wird. Bereits 2012 wurde eine Gewerbe- und Forschungshalle an der Ernst-Augustin-Straße für „Corning Cable Systems“ errichtet.

Gibt es weitere Pläne für Adlershof?

Unser aktuellstes Projekt liegt uns besonders am Herzen. Wir planen zurzeit den Erwerb und die Bebauung eines weiteren zentralen Grundstücks an der Rudower Chaussee. Es handelt sich um das einzige verfügbare Grundstück direkt am Campus der Humboldt-Universität neben dem Forum Adlershof, zwischen Erwin-Schrödinger-Zentrum und dem Institut für Psychologie. Dieser zentrale Bereich ist seit 2007 als Treffpunkt, Marktplatz und Besucher- und Veranstaltungszentrum umgestaltet worden. Hier finden zahlreiche Tagungen, Messen, Empfänge und Schulungen statt. Auch ein Bistro befindet sich im Forum. Hier spielt sich das Leben von Adlershof auch jenseits von Forschung und Lehre, Medienproduktion und Gewerbe ab.

Welche besondere Bedeutung hat dieses neue Projekt?

Wegen seiner prominenten Lage im Zentrum der Wissenschaftsstadt wird auf die städtebauliche und architektonische Gestaltung ein besonderes Augenmerk gerichtet. Deshalb haben wir in einem Gutachterverfahren Planungsvorgaben festgelegt und die Architektenauswahl vorgenommen.

Wer wird das neue Gebäude entwerfen?

Auch wenn wir gern mit unserem eigenen Planungsteam diese Aufgabe übernommen hätten, ist es uns doch leicht gefallen, dem Wunsch der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und des Bezirksamtes Treptow-Köpenick sowie der Adlershof Projekt GmbH und der WISTA-MANAGEMENT GMBH zu folgen, mehrere Entwürfe durch unterschiedliche Architekturbüros erstellen zu lassen.
Wir haben uns gemeinsam mit den genannten Entscheidungsträgern über die einzuladenden Architekten und die Zusammensetzung der Gutachterkommission abgestimmt. Wir sind nun alle sehr gespannt auf die Entwürfe.

Welche Bedingungen muss der Entwurf erfüllen?

Wir wünschen uns eine Architektursprache, die kreativ und zeitlos dem spezifischen Anspruch der Aufgabenstellung gerecht wird, ein Gebäude mit eigener Identität, das sich zu den vorhandenen Rahmenbedingungen positioniert.
Eine besondere Herausforderung wird die Fassadengestaltung, da die städtebauliche Situation sozusagen vier „Frontseiten“ fordert. Für die Entscheidung durch die Gutachterkommission sind auch Flächenwirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von großer Bedeutung. Unser Ziel ist es, ein Gebäude mit gesunden Lebens- und Arbeitsbedingungen zu entwickeln, das mit möglichst geringem Einsatz von Energie und Ressourcen höchstmögliche Gesamtwirtschaftlichkeit, Behaglichkeit und Architekturqualität schafft und auch durch seinen Bezug zum Außenraum ein Anziehungspunkt wird.

Wer soll hier einziehen?

Ein hohes Maß an Flexibilität innerhalb des Gebäudes schafft die Voraussetzung, hochwertigen Nutzeransprüchen gerecht zu werden. Das Erdgeschoss wird zweifellos für Gastronomie, Einkauf und Dienstleistung interessant sein. In den oberen Geschossen werden alle Varianten von Büroräumen möglich sein, aber auch Dienstleistungen wie Arztpraxen, Kanzleien, Bildungseinrichtungen und vieles mehr. Mischformen und zukunftsweisende Alternativen können wir uns ebenfalls vorstellen.

Das Interview führte Rico Bigelmann

www.europa-center.de

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