Gut vernetzt in die Zukunft: Kurze Wege sind eine gute Basis für Kooperationen – die durch etliche Initiativen im Technologiepark Adlershof noch befördert werden

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13. April 2018

Gut vernetzt in die Zukunft

Kurze Wege sind eine gute Basis für Kooperationen – die durch etliche Initiativen im Technologiepark Adlershof noch befördert werden

Tianni Wei und Olga Mergenthaler

Die Netzwerkerinnen Tianni Wei (l.) und Olga Mergenthaler

Woran arbeiten Forscher? Welche Innovationen benötigen Firmen? Auf diese so einfachen wie essentiellen Fragen findet die Veranstaltung „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ Antworten, die die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) unterstützt von der WISTA einmal jährlich organisiert. Auf der letzten Veranstaltung aus dieser Reihe präsentierten Wissenschaftler ihre anwendungsorientierte Forschung und Unternehmen ihren aktuellen Forschungsbedarf aus dem Themenfeld „Analytik im Nanobereich“. „Ziel der Veranstaltung ist es, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen und Forschungs­kooperationen zu initiieren“, sagt Olga Mergenthaler, Projektmanagerin Business Support der WISTA.

Kooperationen und Austausch sind der beste Garant dafür, weswegen es auf dem Campus etliche Initiativen gibt, die dieses Miteinander fördern. Unter anderem auch in der Informatik. Mit dem „Infoabend Kooperationsangebote der Wissenschaft im Bereich IT“ sorgen das Institut für Informatik der HU, die Hochschule für Technik und Wirtschaft und die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V. für Synergien. Dazu werden interessierte Unternehmen und Wissenschaftler eingeladen, damit die Institute den Forschungs- und Kooperationsbedarf der Wirtschaft im Bereich IT kennenlernen. Dies unter anderem mit fünfminütigen Vorstellungspitches oder einer Posterpräsentation.

Bereits seit 1992 bringt das Wissenschaftsbüro der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e. V. (IGAFA) Forscher und Unternehmer zusammen – durch gemeinsame wissenschaftliche Veranstaltungen, aktives Networking etwa beim „Academic Lunch“ sowie durch Betreuung internationaler Gäste und den Betrieb von Begegnungszentren. Rund 100 Veranstaltungen organisiert die IGAFA jährlich. „Um den Transfer erfolgreich zu organisieren, verfügt der Technologiepark Adlershof über eine umfangreiche Infrastruktur“, sagt Geschäftsführerin Ursula Westphal. „Mit zahlreichen Veranstaltungen bringt nicht nur die IGAFA die richtigen Leute zusammen und hilft die notwendigen ‚Kümmerer‘ zu identifizieren.“ Inzwischen seien in und mit Adlershofer Einrichtungen eine Vielzahl erfolgreicher, fachbezogener Netzwerke entstanden wie beispielsweise OpTec-Berlin-Brandenburg (OpTecBB) oder der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE).

Ein wesentlicher Pfeiler für die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist die Humboldt Innovation GmbH: Sie konzipiert und organisiert zahlreiche Formate für die Vernetzung, woraus bereits etliche gemeinsame Forschungsprojekte erwachsen sind. „Insbesondere der Campus Adlershof ist dafür prädestiniert“, sagt Innovationsmanagerin Tianni Wei. „Unser Ziel ist es, Plattformen für das gegenseitige Kennenlernen und den persönlichen Austausch zu schaffen, damit Kooperationspotenziale erkannt und auch genutzt werden“, unterstreicht Wei. Denn Kooperationen entstünden meist nicht kurzfristig, sondern eher mittel- oder langfristig aufgrund eines regelmäßigen Austauschs.

Von Chris Löwer für Adlershof Special