Mit Vollgas ins Jubiläumsjahr: Glasfaserspezialist Loptek produziert jetzt im Technologiepark

27. Februar 2017

Mit Vollgas ins Jubiläumsjahr

Glasfaserspezialist Loptek produziert jetzt im Technologiepark

Olaf Raitza, Loptek

Olaf Raitza vor Lichtleitern für industrielle Onlinemessungen im Kraftwerksbereich

Für die Loptek GmbH & Co. KG ist 2017 ein besonderes Jahr. Die auf Lichtleiter, faseroptische Systeme und auf Feinmechanik spezialisierte Firma ist Anfang Februar in ihren nagelneuen Adlershofer Firmensitz eingezogen, treibt nebenher den Aufbau ihres Schwester-Start-ups FemtoFiberTec voran und übernimmt im April dieses Jahres einen Berliner CNC-Spezialisten. Da bleibt kaum Zeit, das 25-jährige Firmenjubiläum zu feiern.

Zug um Zug hat Olaf Raitza aus dem Start-up Loptek einen mittelständischen Betrieb geformt. Nun, exakt 25 Jahre nach dem Startschuss im Jahr 1992, steht er vor dem nagelneuen Büro- und Produktionsgebäude in der Adlershofer Ernst-Lau-Straße. Ein schmucker Bau mit vorgezogener Glasfront im Obergeschoss. Links daneben, leicht versetzt, steht eine große, moderne Produktionshalle. Erst vor wenigen Tagen ist Raitza mit seinem Team hier eingezogen. Ein neues Reich. Pünktlich zum Firmenjubiläum.

Dass die Standortwahl auf Adlershof gefallen ist, ist für den Loptek-Geschäftsführer eine logische Entscheidung. „Wir arbeiten hier am Standort seit Jahren mit diversen Partnern aus dem Bereich optische Technologien zusammen“, sagt er. Sein Unternehmen, oder besser, seine beiden Unternehmen werden das Photonikcluster vor Ort weiter verstärken. Denn mit Loptek sind Teile des Schwesterunternehmens Femto-FiberTec in den Neubau eingezogen. Das Start-up schreibt als erster kommerzieller Anbieter weltweit sogenannte Faser-Bragg-Gitter (FBGs) per Femtosekundenlaser in optische Fasern ein. Die mit den extrem kurzen infraroten Lichtpulsen eingebrachten Gitter kommen ohne die sonst nötige Germanium-Dotierung aus. Das macht die so modifizierten Fasern zu begehrten FGB-Sensoren. Denn sie halten härtesten Einsatzbedingungen stand. Sie trotzen Radioaktivität, Feuchtigkeit und Temperaturen bis 1000 Grad Celsius.

Die FBG-Sensoren messen Temperaturen, Dehnung, Druck oder Vibrationen. In den Fasern sind sie zu FBG-Arrays mit Einzeldistanzen von wenigen Millimetern kombinierbar, was den Anwendern in Kraftwerken, auf Bohrinseln oder entlang Pipelines präzise Messungen über Kilometer hinweg ermöglicht. Weitere Anwendungsfelder liegen im Brandschutz, in Windrädern, Motoren oder auch im Batteriemanagement und medizintechnischen Anwendungen.

„Mit der Neugründung der FemtoFiberTec und ihrer FGB-Faser-Technologie werden wir unsere Aktivitäten in der industriellen Sensorik ausbauen“, sagt Raitza. Und noch ein Bereich soll in den nächsten Jahren für anhaltend starkes Wachstum sorgen: Mechanikdienstleistungen. „Zusätzlich zu unseren bestehenden Kapazitäten in der Hochpräzisions-Drehtechnik übernehmen wir zum 1. April die Geschäfte, Mitarbeiter und Maschinen eines Berliner Spezialisten für CNC-Frästechnik“, erklärt er. Dieser sei auf Anwendungen in der Medizintechnik und Optik spezialisiert und passe damit ausgezeichnet zu Loptek.

Loptek selbst entwickelt und liefert Systeme auf Basis selbst gefertigter Lichtleiter, Sonden und Querschnittswandler sowie Temperatur- und Dehnungssensoren, die auf der FGB-Sensorik von FemtoFiberTec aufbauen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist hohe Fertigungstiefe. Loptek fertigt Lichtleiter auf Glas-, Quarz- und Kunststoffbasis für verschiedenste Wellenlängenbereiche und integriert sie in der eigenen Feinmechanikabteilung in Sonden- und Sensorsysteme. Wenn im Frühjahr die neuen Kollegen samt umfangreichem Maschinenpark in die neue Firmenzentrale einziehen, werden die Wege zwischen den Fertigungsschritten noch kürzer. „Wir möchten auch in den nächsten 25 Jahren weiterwachsen, indem wir unsere Kunden mit durchdachten innovativen Lösungen in höchster Fertigungsqualität überzeugen“, so Raitza.

Platz dafür ist nun vorhanden – die Flächen des Neubaus sind vorsorglich großzügig bemessen. Und außerdem ist auf dem Adlershofer Grundstück noch genügend Platz für eine bauliche Erweiterung.

Von Peter Trechow für Adlershof Journal

www.loptek.de

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