Nicht länger geheim: Dissertationspreis geht an Geheimniserforscher: Stefan Ankirchner schrieb in Adlershof über den Wert geheimer Informationen

07. Februar 2006

Nicht länger geheim: Dissertationspreis geht an Geheimniserforscher

Stefan Ankirchner schrieb in Adlershof über den Wert geheimer Informationen

Preisträger Stefan Ankirchner (Mitte) freut sich über den Preis und die 3.000 EURO Preisgeld. Bei der Verleihung: Prof. Jürgen Prömel, Humboldt-Uni; Prof. Ingolf Hertel, IGAFA; Dr. Hans-Gerhard Husung, Staatssekretär SenWissKult und Hardy R. Schmitz, Geschäftsführer WISTA-MG (v.l.n.r.)

Presseerklärung von Humboldt-Universität, IGAFA e.V. und WISTA-MANAGEMENT GMBH

Mit dem Dissertationspreis Adlershof honorieren die Humboldt-Universität zu Berlin, die Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e.V. (IGAFA) und die WISTA-MANAGEMENT GMBH Spitzenleistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses aus der Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien.

Preisträger für das Jahr 2005 ist der Mathematiker Dr. Stefan Ankirchner vom Institut für Mathematik der Humboldt-Universität. Der Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Dr. Hans-Georg Husung, verleiht dem Wissenschaftler die Auszeichnung im Rahmen eines Festaktes am heutigen 7. Februar 2006.

Stefan Ankirchner widmete sich in seiner Forschungsarbeit der mathematischen Seite eines aktuellen Problems: Geheime, privilegierte oder versteckte Informationen verschaffen Insidern am Finanzmarkt Vorteile gegenüber anderen Investoren. Es stellt sich die Frage, wie groß diese Nutzenvorteile sind. In seiner Arbeit diskutiert der Mathematiker einen überraschenden Zusammenhang mit der Informationstheorie und entwickelt Methoden zur Berechnung des Nutzenzuwachses.

Die Dissertation des 29-jährigen Nachwuchswissenschaftlers mit dem Titel "Information and Semimartingales" entstand innerhalb von drei Jahren in der von Prof. Dr. Peter Imkeller geleiteten Arbeitsgruppe Stochastische Analysis und Finanzmathematik. Im Juli 2005 schloss Stefan Ankirchner seine Arbeit mit dem bestmöglichen Prädikat "summa cum laude" ab. Die Resultate seiner Forschung wurden bereits in international renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht. Zur Zeit setzt der Mathematiker seine wissenschaftliche Arbeit im Rahmen einer Chapman Fellowship am Imperial College in London fort.

Die Arbeit des Preisträgers verbindet mathematische Methodenentwicklung mit einem wirtschaftlich relevanten Anwendungsfeld. Sie repräsentiert die für Forschung aus Adlershof charakteristische Mittlerfunktion zwischen Grundlagenforschung, Anwendung und Produktentwicklung. Im Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof finden zwölf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, mehr als 400 überwiegend technologieorientierte Unternehmen sowie die mathematisch-naturwissenschaftlichen Institute der Humboldt-Universität vielfältige Kooperationsmöglichkeiten und profitieren von den aktiven Netzwerken.

 

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Lesen Sie auch ausführlich: "Wer verdient beim Insiderhandel?" im Tagesspiegel vom 7.2.2006 und das Interview mit dem Preisträger: "Das Preisgeld leg ich an."