Voll vernetzte Straßenlaternen: Adlershofer ICE-Gateway GmbH hilft Kommunen beim Sparen

11. März 2014

Voll vernetzte Straßenlaternen

Adlershofer ICE-Gateway GmbH hilft Kommunen beim Sparen

Die umgerüsteten Straßenlampen sind aus der Ferne ansteuerbar und nach Verkehrslage und Lichtverhältnissen dimmbar. Bild: Adlershof Special

Die umgerüsteten Straßenlampen sind aus der Ferne ansteuerbar und nach Verkehrslage und Lichtverhältnissen dimmbar. Bild: Adlershof Special

Einfach nur zu leuchten schöpft das Potenzial der Straßenlaterne kaum aus. Das zumindest finden die Gründer der ICE-Gateway GmbH aus Adlershof. Sie wollen den Leuchten eine tragende Rolle in smarten Städten der Zukunft geben.

Aufgerüstet mit Mobilfunkschnittstellen sollen Straßenlampen zu Netzwerkknoten werden. Etwa, um Verkehrs- und Umweltdaten angebundener Kameras und Sensoren weiterzuleiten. Oder um Daten an vernetzte Fahrzeuge und Passanten zu leiten. Und natürlich, um selbst effizienter zu werden. Auf LED-Leuchtmittel umgerüstete Straßenlampen sollen über ihr ICE-Gateway aus der Ferne ansteuerbar und je nach Verkehrslage und Lichtverhältnissen dimmbar werden. Das klingt nach kostspieliger Umrüstung. Doch Gründer Ramin Mokhtari und sein Partner Professor Gerd Ascheid, der im Hauptberuf das Institute for Communication Technologies and Embedded Systems an der RWTH Aachen leitet, wollen Kommunen den Einstieg in die vollvernetzte, effiziente LED-Technik per Contracting ermöglichen.

Der Zeitpunkt ist günstig gewählt. Laut EU-Verordnung dürfen ab 2015 nur noch energieeffiziente Leuchtmittel eingesetzt werden. Auf Kämmerer in Städten und Gemeinden kommen riesige Ausgaben zu. Es sei denn, die Adlershofer kommen zum Zug: „Die Einsparungen durch unsere intelligenten Systeme sind höher als die gesamten operativen Kosten“, so Mokhtari. Während der üblichen zehnjährigen Vertragsdauer würden die eingesparten Stromkosten nicht nur die Investition in LED-Leuchtmittel, Steuerungs- und Kommunikationstechnik sowie hinterlegte Cloud-Dienste refinanzieren, sondern auch sämtliche Übertragungskosten und die Contracting-Gebühren.

Die Gründer schreiben sich nicht nur Vernetzung im Straßenland auf die Fahnen – sie sind auch selbst bestens vernetzt. Zu ihren Partnern zählen die Deutsche Telekom M2MCC (Machine-to-Machine Competence Centre), diverse LED-Anbieter und Service-Provider, die RWTH Aachen und seit Januar der High-Tech Gründerfonds, der sich mit Risikokapital an ICE-Gateway beteiligt hat. Der bewusst gewählte Standort im Technologiepark Adlershof läuft für das Team ebenfalls unter der Überschrift Vernetzung. Mithilfe enger Partnerschaften zu renommierten Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industriepartnern wollen sie ein gewaltiges Marktpotenzial erschließen: EU-weit stehen 30 Millionen Leuchten vor der Umrüstung.

Die Experten des High-Tech Gründerfonds räumen dem Start-up gute Chancen ein: Durch Integration der Beleuchtung in die Machine-to-Machine-Netze der Telekommunikationsfirmen sei ICE Gateway für weitere Services im Smart City Bereich optimal aufgestellt.

Von Peter Trechow für Adlershof Special

www.ice-gateway.com

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