Wachstum mit Profil: Marketing­unternehmen Peix und Emarsys ziehen in die MediaCity Adlershof

31. August 2018

Wachstum mit Profil

Marketing­unternehmen Peix und Emarsys ziehen in die MediaCity Adlershof

Entwurf Wiili-Schwabe-Straße

Willi-Schwabe-Straße GmbH baut viergeschossiges Bürogebäude für Marketingspezialisten Emarsys GmbH

Die Preise für Berliner Immobilien steigen, Flächen für Gewerbeentwicklungen werden zunehmend knapper. Auch die Wissenschaftsstadt Adlershof verdichtet sich. Wer hier neu ist.

Bei Katerina Malinski, seit März Bereichsleiterin Vertrieb und Recht der Adlershof Projekt GmbH, geben sich Grundstücksinteressenten die Klinke in die Hand. „Die Nachfrage nach freien Flächen ist sehr hoch“, sagt sie. Volker Dittmar von der Kreuzberger Werbeagentur Peix Healthcare Communication GmbH freut sich auf den geplanten Umzug nach Adlershof. Peix hat in diesem Sommer ein 1.500 Quadratmeter großes Grundstück in der Mediacity Adlershof erworben. Die Agentur ist auf Healthcare und Pharmawerbung spezialisiert und deutschlandweit tätig. Einer der größten Kunden ist Berlin-Chemie in Adlershof. „Peix besteht jetzt fast 25 Jahre und hat sich in den letzten Jahren so gut entwickelt, dass wir an unserem jetzigen Standort an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen sind“, sagt Volker Dittmar.

Er ist bei Peix Projektleiter für den Bau in Adlershof. Ursprünglich wollte die Agentur in Kreuzberg bleiben, spielte mit dem Gedanken, am Erkelenzdamm ein altes Fabrikgebäude zu sanieren. Doch den Ausschlag für Adlershof gab „der Campuscharakter mit unglaublicher Innovationsausstrahlung. Dieser Mix aus Studenten, Start-ups, Studios, Hightechunternehmen, wissenschaftlichen
Instituten hat uns überzeugt“, so Dittmar. Vier Millionen Euro investiert Peix in einen dreigeschossigen Büroneubau, der an der Ecke Ernst-Augustin-/Willi-Schwabe-Straße entstehen wird. Geplant ist ein Kompetenzzentrum für Pharmawerbung. Neben Büros für etwa 90 Peix-Mitarbeiter sind auch Flächen für freie PR- und Medizinberater und weitere Kreativarbeiter vorgesehen. Der Baubeginn ist für Ende März 2019, der Einzug für das Frühjahr 2020 geplant.

Auf dem benachbarten Grundstück des neuen Peix-Standortes soll es bereits im 3. Quartal 2018 baulich losgehen. Die Willi-Schwabe-Straße GmbH hat die gut 3.300 Quadratmeter große Fläche gekauft, um für die Emarsys Interactive Services GmbH aus Berlin ein viergeschossiges Bürogebäude zu errichten. Emarsys ist ein auf Marketing spezialisiertes, weltweit tätiges Softwareunternehmen. Das Berliner Büro ist derzeit am Stralauer Platz, Nähe Ostbahnhof. Auch Emarsys wächst und suchte neue Flächen. „Momentan sind es 150 Beschäftigte in Berlin. Bis zum Einzug im neuen Adlershofer Büro Anfang 2020 sollen es 180 werden“, sagt Mark-Oliver Maigré, Geschäftsführer Willi-Schwabe-Straße GmbH. Aus seiner Standortsuche für Emarsys ging Adlershof als Favorit hervor. „Das Negativargument, der Standort sei zu weit draußen, war schnell entkräftet“, sagt er. Es gibt eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, einen Autobahnanschluss, Adlershof liegt nah am künftigen Flughafen BER. So sehen das auch weitere Unternehmen, die ihre Fühler nach Adlershof ausgestreckt haben. Auch das letzte freie Grundstück in der Mediacity hat bereits einen passenden Interessenten gefunden, freut sich Malinski.

Die Dynamik Adlershofs erfasst auch die Flächen entlang des Groß-Berliner Damms bis hin zum Betriebsbahnhof Schöneweide, der zur zweiten S-Bahnstation für den Entwicklungsbereich Johannisthal/Adlershof ausgebaut werden soll. Adlershof wächst schnell. Die Flächen werden an Unternehmen vergeben, die zum technologisch wissenschaftlichen Profil des Standortes passen. Maßgeblich sind die Cluster, die in den Technologiezentren unterstützt werden. Dabei wird auch ein besonderes Augenmerk auf Forschung und Entwicklung gelegt. Vor dem Hintergrund der großen Nachfrage nach Grundstücken und des immer knapper werdenden Angebots werden die landeseigenen Flächen künftig über Wettbewerbe vergeben. Katerina Malinski und ihr Team erarbeiten derzeit die Grundlagen dafür. Zudem hat sich im vergangenen Jahr die Liegenschaftspolitik des Landes Berlin dahingehend verändert, dass landeseigene Grundstücke nicht mehr veräußert, sondern im Erbbaurecht vergeben werden.

Von Sylvia Nitschke für Adlershof Journal

 

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