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06. Oktober 2014

Wiedervereint in Adlershof

ifp Institut für Produktqualität Ende 2014 im neuen Gebäude

Dr. Wolfgang Weber, Geschäftsführer des ifp Institut für Produktqualität. Bild: © Adlershof Special
Imposanter Neubau an der Wagner-Régeny-Straße. Bild: © Adlershof Special
„Eine bessere Verkehrslage kann es gar nicht geben“, sagt Dr. Wolfgang Weber, Geschäftsführer des ifp Institut für Produktqualität. Ende des Jahres 2014 wird sein Unternehmen in einen imposanten Neubau an der Wagner-Régeny-Straße ziehen. Zur Berliner S-Bahn sind es hundert Meter, ein Kilometer zum Autobahnanschluss, weniger als zehn Minuten mit dem Wagen zum künftigen Berliner Großflughafen. Der Neubau, Kostenvolumen etwa elf Millionen Euro, löst ein Dilemma: Bislang war das Institut auf zwei Standorte in Berlin verteilt, in Steglitz und in Adlershof. In dem T-förmigen Gebäude aus vierstöckigem Haupthaus und zweistöckigem Seitenflügel werden künftig alle 160 Mitarbeiter Platz finden. „Neben der vorzüglichen Verkehrsanbindung hat uns der gute Ruf des Wissenschaftsstandortes überzeugt“, erläutert Wolfgang Weber seine Motive, den Hauptsitz des Unternehmens nach Adlershof zu verlegen. „Dazu kam ein vernünftiger Grundstückspreis.“ Dr. Wolfgang Weber hat das ifp 2004 gegründet. Der gebürtige Schwabe hatte an der TU Berlin Lebensmittelchemie studiert und promoviert. Nach mehreren beruflichen Stationen hat der Lebensmittelchemiker und Forscher ein Schnellverfahren zum Nachweis und zur Bestimmung von wasserlöslichen B-Vitaminen entwickelt. Im Gegensatz zu den bis dato üblichen langwierigen Verfahren erbringen die Schnelltests Ergebnisse binnen ein bis zwei Tagen. Die Testkits werden heute weltweit verkauft, weitere Produktlinien kamen hinzu. Heute analysiert man hier Inhaltsstoffe im Auftrag von Lebensmittelherstellern, Gastronomen und Pharmaunternehmen auf der ganzen Welt. Die ifp-Experten identifizieren Allergene und gentechnisch veränderte Organismen, Krankheitserreger, Schimmelpilzgifte oder Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. 2013 konnte das Institut nicht deklariertes Pferdefleisch in Fertiggerichten nachweisen. Das Medienecho war enorm, und das ifp wurde auch bei Endverbrauchern zum Begriff. Auch sie zählen zum Kundenstamm: Privathaushalte können mit Hilfe eines ifp-Testkits per Post die Qualität ihres Trinkwassers ermitteln lassen. Nach seiner Gründung in Berlin-Steglitz wuchs das ifp rapide und baute sein Produktportfolio immer weiter aus. 2012 wurden die Räume zu klein, und ein Teil der Mitarbeiter ging nach Adlershof. „Das war kein Dauerzustand“, sagt Weber. 2015 wird das Institut in Adlershof wieder vereint sein. Und es kann weiter wachsen: Weber rechnet damit, mittelfristig weitere hundert Mitarbeiter einstellen zu können. Wenn alles wie geplant verläuft, wird er einen
zweiten Neubauriegel parallel zum jetzigen Hauptgebäude errichten lassen. „Aus der jetzigen T-Form wird dann ein liegendes H. Und das Platzangebot damit beinahe noch einmal verdoppelt. Von Mirko Heinemann www.produktqualitaet.com

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