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18. Februar 2013

IT aus Adlershof macht TV-Bilder scharf

...und industrielle Fertigung sicher

Christian Kutza ist Geschäftsführer der FOC GmbH, Bild: © Adlershof Special
Ob bei der Produktion von TV-Bildern und Ton oder bei der Braunkohleproduktion: Komponenten der Firma FOC fibre optical components erhöhen die Effektivität. Und wenn es um die Sicherheit von industrieller Fertigung geht, schützt die mGuard-Plattform der Innominate Security Technologies AG. Immer schärfere Fernsehbilder, optimaler Weise in 3-D, besserer Sound – die Menge der Informationen, die übertragen werden muss, steigt ständig. Als Übertragungsmedium ersetzt dabei Glasfaser zunehmend die herkömmlichen Metall- und Kupferkabel, da Glasfaser leistungsfähiger und dünner ist. Von den TV-Übertragungswagen aus wollen die Sender möglichst viele Kamerabilder und Mikrofontöne transportieren. Dabei kommt CWDM-Technologie (Coarse Wavelength Division Multiplex) – auf Deutsch Grobes Wellenlängen-Multiplex – zum Einsatz. Sie bewirkt einen Regenbogeneffekt in der Glasfaser, wobei jede der 18 Farben bzw. Wellenlängen einem Übertragungskanal für die Bild- und Tondaten entspricht. Diese Technik hat die Kapazitäten stark vervielfacht. „Wir können die CWDM Module um ein 30- bis 50-faches verkleinern. Das ist weltweit einzigartig und erhöht die Datenübertragung“, sagt der Gründer und Geschäftsführer Christian Kutza der Adlershofer FOC-fibre optical components GmbH. Bereits in seinem Ingenieursstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin legte er die Grundlage für die Basistechnologie, die FOC heute einsetzt. Doch das Unternehmen sorgt nicht nur für mehr Genuss für Auge und Ohr in der Videoproduktion, seine Optoelektronik wird sogar im Braunkohletagebau in der Lausitz angewandt. Denn intelligente CWDM-Sensoren analysieren auf den bis zu 20 Kilometer weiten Förderbändern von der Grube bis zum Kraftwerk die Beschaffenheit der Kohle und melden sie per Glasfaser weiter. Im Gegensatz zu Kupferkabeln spielen dabei elektromagnetische Störungen keine Rolle. Statt mit Videoproduktion oder Kohleüberwachung hat die Innominate Security Technologies AG mit „klassischer“ industrieller Fertigung zu tun. „Viele Steuerungssysteme in der Automatisierung bergen Sicherheitslücken. Das ist unsere Chance“, sagt Vorstand Dirk Seewald. Die mGuard-Plattform von Innominate umfasst eine Vielzahl von Sicherheitsfunktionen wie zum Beispiel: Firewalls, Verschlüsselung, Authentisierung und Integritäts-Monitoring. Besonders beeindruckend: Mit der Technik, die einen Fingerabdruck von Dateien erzeugt, hätte der ausgeklügelte Stuxnet-Angriff auf die iranischen Atomanlagen bereits am ersten Tag erkannt werden können, ergab eine Studie des Fachbereichs Elektrotechnik und technische Informatik der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Von Ulrich Hottelet für Adlershof Special Links:
www.foc-fo.de
www.innominate.com