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Architektonische und historische Highlights

Historische Bauten Adlershof TRUDELWINDKANAL Brook-Taylor-Straße 2 Baujahre: 1934-1936 MOTORENPRÜFSTAND Newtonstraße 16 Baujahre: 1938-1939 GROSSER WINDKANAL Kroneckerstraße Baujahre: 1932-1934 HÖHENPRÜFSTAND FÜR MOTOREN Brook-Taylor-Straße Baujahre: 1933-1936 WISTA Nebengebäude Kekulestraße 2-4 Baujahr: 1935 WISTA Hauptgebäude mit Turm Rudower Chaussee 17 Baujahr: 1935 FORUM Adlershof Rudower Chaussee 24 Baujahr: 1912 HANGAR Schwarzschildstraße 14 HANGAR Ludwig-Boltzmann-Straße 1 und 3 KUGELLABORS Rudower Chaussee / Am Studio Baujahre: 1959 bis 1967 BESSY II Albert-Einstein-Straße 15 Baujahr: 1998 ZBU I Volmerstraße 5-9 Erstbezug: 1997 ZBU II Magnusstraße 11 Erstbezug: 2006 ZPO Carl-Scheele Str. 16 Baujahre: 1996 bis 1998

Großer Windkanal (Aerodynamischer Park)

Technisches Denkmal

Großer Windkanal Adlershof. Bild: © WISTA
Großer Windkanal Adlershof. Bild: WISTA

Baujahre: 1932 bis 1934

Entwurf: Brenner, Hermann & Deutschmann, Werner (Bauingenieur)

Ausführung: Dyckerhoff und Widmann & Beton- und Monierbau AG (Baufirma)

Bauherr: Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL)

Standort: Newtonstraße 18

Drei außergewöhnlich gestaltete Bauten zeugen im Aerodynamischen Park von der langen Tradition der Luftfahrtforschung in Adlershof. Sie wurden Mitte der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts von der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) errichtet. Ursprünglich gehörten zu dem Aerodynamischen Park auch ein kleiner und ein mittlerer Windkanal, sowie ein Hochgeschwindigkeitskanal, die abgerissen wurden. Heute sind nur noch zwei Objekte erhalten: Der Große Windkanal und der Trudelwindkanal.

Der röhrenförmige Stahlbetonbau des Großen Windkanals ist 120 m lang, mit einem Durchmesser von 12 m. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er für die Simulation des Verhaltens von Flugzeugen genutzt. Die aerodynamischen Untersuchungen von Flugzeugteilen in Luftströmen dienten der Optimierung von Flugzeugform und -oberfläche.

Heute dürfen interessierte Besucher zu Führungen und Events wie der Langen Nacht der Wissenschaften einen Blick in das luftfahrthistorische Denkmal werfen, welches auch eine beliebte Kulisse für Film, Fernseh- und Tanzproduktionen ist.

Geschichte zum Reinhören bietet unser Science Podcast zum Aerodynamischer Park

  
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Trudelwindkanal (Aerodynamischer Park)

Technisches Denkmal

Trudelturm Adlershof, Bild © WISTA
Trudelturm Adlershof, Bild: WISTA

Baujahre: 1934 bis 1936

Entwurf: Brenner, Hermann & Deutschmann, Werner (Bauingenieur)

Ausführung: Dyckerhoff und Widmann & Beton- und Monierbau AG (Baufirma)

Bauherr: Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL)

Standort:  Newtonstraße 18

Auf dem Rasen zwischen Brook-Tayler-Straße und Newtonstraße steht heute noch ein Baurelikt des ehemaligen Luftfahrtstandortes Johannisthal/Adlershof und erzählt von den Anfängen der deutschen Luftfahrtforschung. Der denkmalgeschütze Trudelwindkanal, auch als "Trudelturm" bekannt, ist einer von fünf in Adlershof errichteten Windkanälen der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt e.V. (DVL). In Stahlbetonweise erbaut, besitzt er eine Höhe von 20 m, hat einen max. Durchmesser von rund 12 m und seine durchschnittliche Wanddicke beträgt 0,30 m. Für die 30 iger Jahre des letzten Jahrhunderts stellte seine Bauweise und das Wirkprinzip eine bemerkenswerte Innovation dar. In seinem Inneren konnte ein vertikaler Luftstrom erzeugt werden. Dies war zum damaligen Zeitpunkt über Jahre hinaus die einzige Möglichkeit, um den gefährlichen Flugzustand des Trudelns labormäßig zu simulieren.

Heute zieht das exotische Bauwerk dank seiner exponierter Lage und eiförmigen Gestalt die Blicke auf sich und zählt zu einem der beliebtesten Fotomotive des Campus Adlershofs.

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Schallgedämpfter Motorenprüfstand (Aerodynamischer Park)

Technisches Denkmal

Bild: © WISTA

Baujahre: 1933 bis 1936

Entwurf: Brenner, Hermann & Deutschmann, Werner (Bauingenieur)

Ausführung: Dyckerhoff und Widmann & Beton- und Monierbau AG (Baufirma)

Bauherr: Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL)

Standort: Newtonstraße 16

Wie zwei Keksrollen ragen die 15 m hohen Türme des Motorenprüfstands aus dem Boden heraus. Im schallgedämpften Stahlbeton-Bauwerk wurden bis zum Ende des 2. Weltkriegs Flugzeugmotoren durchgeprüft. Danach wurde das Gebäude viele Jahre als Lager und Werkstatt genutzt und erhielt dann Ende der 90er die Auszeichnung technisches Denkmal.

Heute beherbergt der ehemalige Prüfstand das Studentisches Begegnungszentrum „Motorenprüfstand“ (kurz MoPs). Auf dem Campus Adlershof ist der selbstverwaltete Projektraum studentischer Treffpunkt und neben Kaffee und Tee werden hier auch Veranstaltungen geboten.

  
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Höhenprüfstand für Motoren (Aerodynamischer Park)

Technisches Denkmal

Bild: © WISTA

Baujahre: 1933 bis 1936

Entwurf: Brenner, Hermann & Deutschmann, Werner (Bauingenieur)

Ausführung: Dyckerhoff und Widmann & Beton- und Monierbau AG (Baufirma)

Bauherr: Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL)

Standort: Brook-Taylor-Straße 6

Im verklinkerten Stahlbetonbau mit seinem wellenförmigen Dach und großen Fensterfronten in der Brook-Taylor-Straße befanden sich bis zum Ende des 2. Weltkriegs die Höhenprüfstände der DVL (Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt e.V.). Dort wurden Flugmotoren auf ihre Höhentauglichkeit geprüft. Ihnen wurde unter Höhenbedingungen (simulierte Höhe von max. 24 km) Verbrennungsluft zugeführt. Ab den 1950er Jahren befanden sich verschiedene Werkstätten sowie später das Technikum des Zentrums für wissenschaftlichen Gerätebau der AdW im Gebäude.

Forum Adlershof

Forum Adlershof, Bild: © WISTA
Forum Adlershof, Bild: WISTA

Baujahr: 1912

Standort: Rudower Chaussee 24

Die ehemaligen Laboratoriums- und Werkstattgebäude sind die ältesten noch erhaltenen Gebäude der aufkeimenden Luftfahrtforschung im deutschen Kaiserreich. Mit ihrer Fertigstellung und der Gründung des DVL (Verein zur Förderung der deutschen Luftfahrt) im Jahr 1912 wurde das erste Blatt Luftfahrtforschung auf dem Flugplatz Johannisthal/Adlershof beschrieben. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Gebäude vom Wachregiment "Felix Dzierzynsky" als Kfz-Werkstatt und Lager genutzt.

Viele An- und Umbauten veränderten das ursprüngliche Aussehen der Gebäude nachhaltig. Nach der Wende gelang es, dank der Initiative des Landesdenkmalamtes und des Berliner Senats die beiden „Forumsgebäude“ wieder frei zustellen und die Fassaden mit Hilfe alter Fotos und Bauzeichnungen zu rekonstruieren.

 

WISTA Hauptgebäude/Nebengebäude

Denkmal

DVL Hauptgebäude, heute WISTA Firmensitz Bild: © WISTA
DVL Nebengebäude, heute WISTA.Service Firmensitz Bild: © WISTA

Baujahr: 1935

Entwurf: Brenner, Hermann & Deutschmann, Werner (Bauingenieur)

Ausführung: Dyckerhoff und Widmann & Beton- und Monierbau AG (Baufirma)

Bauherr: Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL)

Standorte: Rudower Chaussee 17 /  Rudower Chaussee 19

Das dreigeschossige Hauptgebäude mit Turmbau und der sich rechtwinklig anschließende Saalbau (damals Thomsensaal, heute Bunsensaal) 1935 erbaut, diente der DVL als Büro- und Laborgebäude. Nach Ende des 2. Weltkriegs nutzen Sowjetische und Einheiten der DDR Armee Teile des Gebäudes bis die Akademie der Wissenschaften Ende der 50 iger Jahre das komplette Gebäude übernahm. Mit den Forschungsbereichen Mathematik, Physik, Werkstoffforschung, Kybernetik und Chemie, dem Institut für Optik und Spektroskopie und für Mathematik wurde hier der Grundstein für ein international beachtetes Forschungszentrum in der DDR gelegt, dessen Erfolgsgeschichte nach der Wende mit der Gründung des Technologieparks Adlershof weitergeschrieben werden konnte. Heute sind in den Gebäuden die Geschäftsräume der Betreibergesellschaft WISTA Managment GmbH, ihrer Tochterfirmen WISTA.Plan und WISTA.Service sowie die Räumlichkeiten des Forschungsverbund Berlin e.V.  und der Coworking Space IM.PULS zu finden.

Flugzeughangars

Denkmal

Bild: © WISTA
Bild: WISTA

Standorte:  Ludwig-Boltzmann-Straße 1 und 3  / Schwarzschildstraße 14

Als Wiege der deutschen Motorluftfahrt ist Adlershof weithin bekannt. Erhoben sich doch hier am 26. September 1909 auf dem soeben fertiggestellten Flugfeld Johannisthal die ersten Flugapparate knatternd in den Himmel. Zwei ehemalige Flugzeughangars, gebaut in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, erinnern noch dieser Tage an die Zeit der ruchlosen Aviatiker in spektakulären Flugshows. Ihr Wagemut und der Ideenreichtum junger Firmen bei der Flugapparatkonstruktion waren der Motor der aufkeimenden deutschen Luftfahrt. Viele damals erfolgreiche Luftfahrtunternehmen siedelten sich in diesen Jahren auf dem Gelände des Flugplatzes an und produzierten, wie die Gebrüder Wright, vor Ort ihre Flugapparate. Ein originalgetreuer Nachbau eines Wright-Flyer im Maßstab 1:1 im Hangar an der Ludwig-Boltzmann-Straße, heute Sitz der Firma Air Liquide erinnert an die Pionierjahre der Luftfahrt auf diesem Areal.

Thermokonstante Kugellabors ("Adlershofer Busen")

Baudenkmal

Bild: © WISTA

Baujahre: 1959 bis 1961

Entwurf: Thiessen, Karsten Peter (Institutsleiter), Welser, Horst (Architekt)

Bauherr: Institut für physikalische Chemie der DAW

Standort: Ecke Rudower Chaussee / Am Studio

Ein Relikt aus den Zeiten der Akademie der Wissenschaften ist im Innenhof des Europacenters (Rudower Chaussee Ecke Am Studio) zu bestaunen. Die großen Kugelbauten aus den 1960 er Jahren sind erste Beispiele für Stahlbetonschalenkonstruktionen in der DDR. Im Jahr 1961, als die Anlage in Betrieb genommen wurde, waren thermokonstante Labore in Deutschland eine Neuheit und ein Zeichen für herausragendes technisches Können.

Elektronenspeicherring BESSY II

Bild: © WISTA
Bild: © WISTA

Baujahr: 1998

Entwurf: Brenner & Partner Architekten, Stuttgart

Standort: Albert-Einstein-Straße 15

Die Großforschungsanlage BESSY II ist eines der markantesten Bauwerke in Berlin Adlershof. In der 1998 fertiggestellten Anlage wird eine Synchrotronstrahlung mit sehr hoher Leuchtkraft erzeugt. Um den ringförmigen Speichertunnel herum sind entlang von Strahlrohren die Experimentierflächen und Arbeitsplätze für die Wissenschaftler angeordnet. Die Speicherringhalle mit etwa 120 m Durchmesser und das Büro- und Laborgebäude (ca. 210 m lang) sind über eine verglaste, mehrgeschossige Halle miteinander verbunden. Die Halle ist als Treffpunkt gedacht; hier liegen Cafeteria, Besprechungsräume und der Aufzug zu den Obergeschossen.

Zentrum für Biotechnologie und Umwelt I und II (ZBU)

ZBU I Adlershof, Bild: © WISTA

Zentrum für Biotechnologie und Umwelt I

ZBU II Adlershof, Bild: © WISTA

Zentrum für Biotechnologie und Umwelt II

ZBU I

Erstbezug: 1997

Entwurf: Eisele, Fritz, Bott Architekten, Darmstadt

Standort: Volmerstraße 5-9

Ende der 90 er Jahre enstand in der Volmerstraße das erste Zentrum  für Biotechnologie und Umwelt im Technologiepark. Auf 12.100 m² enstanden im umweltfreundlichen Design arbeitstaugliche Laborflächen für junge Firmen. Die Planungsaufgabe bestand neben der Flexibilität vor allem in einer weitgehenden Energieeinsparung und möglichst geringen Umweltbelastung durch das Gebäude. Dazu tragen vier Komponenten bei: die Bauteilkühlung über die Hohlraumdecke, das Verschattungssystem zur Vermeidung der Fassadenaufheizung bei gleichzeitiger Optimierung des Tageslichteinfalls, die Photovoltaik-Fassade der Eingangshalle und die Regenwassernutzungsanlage.

 

ZBU II

Erstbezug : 2006

Entwurf: Architekt Prof. Gunter Henn

Standort: Magnusstraße 11

Bauherr: WISTA Management GmbH

Iin einem Ensemble aus vier Gebäudeflügeln mit großzügigen Glasflächen, viel Stahl und Sichtbeton erwarten junge Firmen 7.200 Quadratmeter Laborflächen mit moderner Technik. Die Architekten legten viel Wert auf einen kommunikativen Mittelpunkt. Diesen bildet eine zentrale Erschließungshalle mit einem Aufzug und einer attraktiven architektonischen Treppenanlage, die die vier Etagen untereinander vernetzt, Mitarbeitern und Besuchern einen Überblick über das Gebäude bietet und Balkone für Begegnungs- und Darstellungsmöglichkeiten vorhält. In einer modernen Regenwassernutzungsanlage wird das Regenwasser in drei Becken vor dem Gebäude gesammelt, von denen es dann langsam in den Boden einsickern kann. 

Mehr Informationen zu den Zentren für Biotechnologie und Umwelt finden Sie hier.

Zentrum für Photonik und Optik (ZPO)

Zentrum für Photonik und Optik Adlershof, Bild © WISTA

Neubau 1: 1998

Entwurf: Sauerbruch Hutton Architekten, Berlin

Standort: Carl-Scheele-Straße 16

Der Entwurf des Architekturbüros Sauerbruch & Hutton mit den eigenwilligen Formen ging aus dem Architektur-Wettbewerb für die Neubauten des Zentrums als einer von zwei Siegern hervor. Einerseits sind diese Bauten als stark identitätsbildende Körper konzipiert, andererseits ist ihre Form nutzungsbedingt. Minimaler Erschließungsaufwand und der Bedarf an großen, abdunkelbaren Laborflächen legten einen tiefen Grundriss entlang eines zentralen Rückgrats nahe. Labore im Optikbereich werden ohne Tageslicht betrieben. Weiter galt für den Geschossbau: Die Etagen sollten in Mietflächen von 100 - 1.000 m2  aufteilbar sein, die als Büro, Labor und Werkstatt nutzbar sind.
Die Etagen im Geschossbau sind identisch und ihre Struktur einfach: Sie sind in »Nutzungsstreifen« von 7,20 m Breite und 7 bis 20 m Tiefe aufgeteilt, die miteinander verbunden werden können.
Der Geschossbau verfügt außer in den Treppenhausbereichen über eine Doppelfassade aus Glas. Sie bietet bei maximaler Transparenz erhöhten Wärmeschutz und erlaubt die kontrollierte, natürliche Belüftung der Räume dahinter. Das kleinere Gebäude mit der 7,50 m hohen Halle für Großversuche ist ein einfacher Stahlbau mit Glaswänden.
Beide Gebäude sind mit einem wechselnden Spektrum von Farben umhüllt: Bei bedecktem Himmel sind es die Stützen, die dem Gebäude die Färbung geben; bei Sonne verdichtet sich das Farbbild durch die heruntergelassenen, unterschiedlich eingefärbten Jalousetten.

Der Bau erinnert mit seinen fließenden, wellenförmigen Ausbuchtungen, ausgehend von einer Kreisform, an eine organische Gestalt und ist am Standort auch unter der Bezeichnung "Amöbe" bekannt.

Mehr Informationen zum ZPO

Infomaterial

Bauten in Adlershof
Ein Rundgang. Hrsg. Adlershof convent. 2009