Berlin Research 50 veröffentlicht zehn Forderungen an die Wissenschaftspolitik
Berlin als Forschungs- und Innovationsraum stärken
Zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses am 20. September 2026 veröffentlicht Berlin Research 50 (BR50), das Netzwerk der Berliner außeruniversitären Forschungseinrichtungen, ein Positionspapier. Der Verbund formuliert zehn Forderungen an die künftige Landesregierung, um die Hauptstadt Berlin zu einem weltweit führenden Forschungs- und Innovationsraum auszubauen.
Wissenschaft ist ein entscheidender Standortfaktor für Berlin. Hier haben sich exzellente Forschungseinrichtungen zu vielfältigen Fachgebieten angesiedelt, die nicht nur viele Arbeitsplätze geschaffen haben, sondern auch einen enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beitrag leisten. Diese Stärken müssen in strategischer Zusammenarbeit mit der Berlin University Alliance (BUA) und dem Berliner Senat, ausgebaut werden. Mit konkreten Maßnahmen muss Berlin als international führender und integrierter Forschungs- und Innovationsraum weiterentwickelt werden. Es gilt, gute Rahmenbedingungen für Forschung zu schaffen, damit Berlin als offene, vielfältige Metropolregion junge, talentierte
und neugierige Forschende anzieht.
Die BR50-Einrichtungen haben in ihrem Papier zehn zentrale Punkte benannt, die der künftige Senat auf Landes- und Bundesebene adressieren sollte. Ziel ist, der Wissenschaft wieder einen höheren Stellenwert in der Stadtpolitik zukommen zu lassen, ihrer Bedeutung für Berlin gerecht zu werden und das auch in die Gesellschaft hineinzutragen. „Entsprechend fordert BR50, dass Wissenschaft künftig mit absoluter Priorität in der Ressortzuteilung berücksichtigt wird. Wissenschaft ist zentral für die Zukunft unsere Stadt. Es gilt die forschungspolitische Strategie mittels regelmäßiger Dialogformate, die die vorhandene Expertise von BR50 und BUA einbezieht, umzusetzen“, sagt BR50-Vorstandsvorsitzender und Koordinator der Unit Technik- und Ingenieurwissenschaften Michael Hintermüller (vom WIAS).
Die BR50-Vorstandskollegin und Koordinatorin der Unit Sozial- und Geisteswissenschaften Noa K. Ha (vom DeZIM) ergänzt: „Wenn die Politik Wissenschaft hochhält und sich für ihre Unabhängigkeit einsetzt, ist dies ein entscheidender Hebel für eine starke Demokratie und Gesellschaft.“
Weitere Forderungen von BR50 sind gemeinsame Forschungsinfrastrukturen sowie KI- und Datensouveränität, denn Berlin bietet hierfür optimale Bedingungen durch die hohe Dichte an Forschungseinrichtungen. Es gilt dieses Potential in Berlin voll auszuschöpfen, um sich eine internationale Spitzenposition zu sichern. „Herausforderungen für die Zusammenarbeit sind oft bürokratische Hürden. Helfen würde eine Ermöglichung der Mittelübertragung ins Folgejahr und eine innovationsfreundliche Handhabung der Umsatzsteuerpflicht bei Kooperationen.“ betont die BR50-Schatzmeisterin Uta Bielfeldt (vom DRFZ).
Darüber hinaus setzt sich BR50 für bessere Bedingungen für Ausgründungen aus der Wissenschaft und die Unterstützung von 3R zur Entwicklung von Alternativmethoden für Tierversuche ein sowie für ein wettbewerbsfähiges – also effizientes und attraktives – Modell für gemeinsame Berufungen und für transparente und nachhaltigere Karrierewege, die institutionen- und sektorenübergreifend angelegt sind, wie der geplanten Berlin Career Track von BUA und BR50.
Das BR50-Positionspapier finden Sie hier.
Kontakt:
coordinators(at)br50.org
https://www.br50.org
Pressemitteilung von BR50 vom 03.09.2026.
