DFG fördert Projekt zu integrablen Verformungen in der Holografie an der HU
Nachwuchswissenschaftler Dr. Stijn van Tongeren forscht mit hochkomplexen Quantenfeldtheorien
An der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) arbeiten drei neue Forschungsgruppen und -projekte, die durch das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden, darunter die Gruppe des Physikers Dr. Stijn van Tongeren „Integrable Verformungen in der Holografie“ am Institut für Physik in Berlin Adlershof.
Integrable Verformungen in der Holografie
Stijn van Tongeren befasst sich in seiner Forschung mit hochkomplexen Quantenfeldtheorien in der theoretischen Physik, mit denen das Verhalten und die Wechselwirkungen von Elementarteilchen beschrieben werden. „Weil man die gewünschten exakten Berechnungen meist aber nur annähernd durchführen kann, untersuchen wir idealisierte, hoch symmetrische Quantenfeldtheorien, die so einfach sind, dass wir exakte Lösungen ermitteln können“, sagt der promovierte Physiker.
Das Besondere an seinem Projekt – das seit September 2025 durch das Heisenberg-Stipendium gefördert wird – ist, dass es sich systematisch von diesen vereinfachten Anfangstheorien löst: „Wir verformen sie auf kontrollierte Weise, sodass wir die Fähigkeit zur exakten Berechnung bewahren und gleichzeitig ein breiteres Spektrum möglicher Theorien beschreiben können.“ Um dies technisch umzusetzen, müssen die bestehenden mathematischen Verfahren auf geeignete Weise angepasst werden. Die Ergebnisse sollen wiederum dazu beitragen, das Verständnis komplexer Modelle der realen Welt zu verbessern.
Holographie beziehe sich im Projekt auf die Verknüpfung unterschiedlicher Theorien der Teilchenphysik in verschiedenen Dimensionen: „Das ist vergleichbar mit der Holographie in der realen Welt, bei der die Informationen eines dreidimensionalen Bildes in einem zweidimensionalen Objekt festgehalten werden können – doch es handelt sich hierbei lediglich um eine Analogie“, so van Tongeren. „Meine Forschung ist Grundlagenforschung ohne unmittelbare industrielle Anwendungsmöglichkeiten. Sie soll dazu beitragen, unser Verständnis der mathematischen Struktur unseres Universums zu vertiefen.“
Weitere Informationen zum Projekt
Das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Das Ziel des Heisenberg-Programms ist es, herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die alle Voraussetzungen für die Berufung auf eine Langzeit-Professur erfüllen, zu ermöglichen, sich auf eine wissenschaftliche Leitungsposition vorzubereiten und in dieser Zeit weiterführende Forschungsthemen zu bearbeiten.
Kontakt:
Stijn van Tongeren, PhD
Nachwuchsgruppenleiter (Projekt: ERIEH)
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Physik
+49 30 2093-66393
svantongeren(at)physik.hu-berlin.de
www.hu-berlin.de/personen/stijn-van-tongeren-phd
Quelle: Auszug aus HU-Pressemitteilung vom 28.05.2026