EPR on a chip: Revolution in der spinbasierten Analytik: HZB-Preis für Technologietransfer 2019

19. November 2019

EPR on a chip: Revolution in der spinbasierten Analytik

HZB-Preis für Technologietransfer 2019

Technologietransfer-Preis 2019 © HZB/Nadine Zilliges

Glückliche Gewinner des Technologietransfer-Preises 2019 Prof. Jens Anders und Prof. Klaus Lips © HZB/Nadine Zilliges

Für ihr Projekt "EPR on a chip - Eine Revolution in der spinbasierten Analytik" gewinnen Klaus Lips (HZB) und Jens Anders (Uni Stuttgart) den Technologietransferpreis 2019 des HZB. Die Innovation überzeugte die Jury. Der Industriebeirat urteilte: „Uns hat die Qualität sehr beeindruckt. Das ist das, was die Industrie braucht.“ Der nur wenige Quadratmillimeter große Mikrochip setzte sich gegen insgesamt 11 eingereichte Projekte durch.

Mit dem Technologietransferpreis wird das beste Innovationsprojekt aus dem HZB ausgezeichnet. Er ist mit 5000 Euro dotiert.

„Es ist toll, dass Industrievertreter das gleiche Potenzial sehen, das wir Wissenschaftler sehen“, sagt Jens Anders. „Für uns ist der Technologietransferpreis des HZB eine große Bestätigung und ein Ansporn, weiter zu machen.“

„EPR-ON-A-CHIP hat viele Anwendungsoptionen: etwa Energieforschung und medizinische Diagnostik“, erläutert Klaus Lips. „Das Prinzip ist dasselbe wie beim Rückwärtsfahren im Auto, wenn es piept. Das ist der Chip, der in der Stoßstange sitzt und Radarsignale aussendet. Genau solche Radarsignale könnten wir nutzen, um etwa auch Krebs abzufragen.“

Was ist EPR-ON-A-CHIP?

Die Elektronenspinresonanz oder elektronenparamagnetische Resonanz (EPR) liefert über die Anregung von Elektronenspins im Material detaillierte Information über dessen innere Struktur, bis hinunter auf die atomare Ebene. EPR-Spektroskopie ist ein wichtiges Instrument in der Biophysik, Chemie und medizinischen Diagnostik, wird mittlerweile aber auch in der Forschung an Energiematerialien wie Katalysatoren, Batterieelektroden und Solarzellenkomponenten eingesetzt.

EPR-ON-A-CHIP wird bereits mit 6,7 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium für Energieanwendungen gefördert.

Kontakt:

Dr. Ina Helms
Leiterin Kommunikation / Pressesprecherin
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH
Tel.: 030 8062-42034 oder -14626
ina.helms@helmholtz-berlin.de