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15. Januar 2014

Quod erat demonstrandum

Wissenschaftsstadt mit neuer Markenstrategie

Johann-Christoph Freytag, Christine Wedler, Hardy Schmitz, Peter Strunk und Ursula Westphal (v. l. n. r.). Bild: © Adlershof Journal
Es ist vollbracht: „Adlershof. Science at Work.“ lautet der neue Slogan, unter dem die Institute und Unternehmen in Adlershof jetzt gemeinsam auftreten. Bei seiner Erarbeitung wurden die Standortpartner einbezogen – jetzt stehen sie überzeugt hinter der neuen Markenstrategie. „Quod erat amuesandum“ (und nicht etwa „Quod erat demonstrandum“, wie der Lateiner zu sagen pflegt) steht auf einem Plakat, „1+1=3“ auf dem nächsten und „Stimmt die Chemie mit den Physikern?“ auf dem dritten. Die Plakate sind Teil der neuen Markenstrategie von Adlershof, für die der Claim „Adlershof. Science at Work.“ geschaffen wurde und bei der es um mehr als nur um neue Werbematerialien geht.

Was ist Adlershof auf den Punkt gebracht?

Denn am Anfang des Prozesses stand eine grundsätzliche Überlegung, wie Hardy Rudolf Schmitz, Geschäftsführer der WISTA-MANAGEMENT GMBH, betont: „Was ist Adlershof auf den Punkt gebracht? Viele Orte konkurrieren um Geld und Talent. Deshalb ist es wichtig, ein klares Profil zu haben.“ Im Laufe des von einer Kommunikationsagentur begleiteten Prozesses habe es sich herauskristallisiert, dass die Wissenschaft das Profil von Adlershof präge. „Adlershof ist um Wissenschaft herum gebaut“, erläutert Schmitz. „Es wäre töricht, diesen Kern zu verleugnen.“ Der neue Slogan sei zudem international verständlich und habe den Vorteil, keine Branche auszuschließen.

Heterogene Akteure

Diese Offenheit sei wichtig, betont auch Johann-Christoph Freytag. „In Adlershof sind ja sehr heterogene Akteure präsent, von Wohnungsbauinvestoren bis zu Physikern“, sagt der Informatik-Professor an der Humboldt-Universität, der maßgeblich an der Findung des Slogans beteiligt war. Deshalb sei es auch nicht erstaunlich, dass sich die Standortpartner bei der Arbeit an der neuen Markenstrategie „im positiven Sinne stark gerieben“ hätten – „immer in einer konstruktiven Atmosphäre“.

Netzwerk – prägend für Adlershof

Nicht nur die HU, sondern auch die anderen Standortpartner waren in diesen Prozess eingebunden. Dabei zeigte sich eine große Bereitschaft der Institute und Unternehmen, sich einzubringen, berichtet Schmitz. Und das hat seinen Grund, wie Ursula Westphal sagt, die Geschäftsführerin der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e. V. (IGAFA): „Die Institute fühlen sich dem Standort verbunden und haben den Prozess deshalb gern begleitet.“ Denn prägend für Adlershof sei „das Netzwerk, das es in allen Bereichen gibt“ und das im neuen Slogan seinen Ausdruck finde.

Kommunikatives Dach

Ganz ähnlich sehen dies laut Christine Wedler, Vorstand des Technologiekreises Adlershof (TKA), die am Standort ansässigen Unternehmen: „Viele Firmeninhaber wissen es sehr zu schätzen, dass sie hier ein tolles Marketing und ein gutes Standortmanagement vorfinden. Weil es eine verlässliche, exzellente Zusammenarbeit gibt, ist die Bereitschaft groß, sich unter ein kommunikatives Dach zu begeben.“ Wobei, wie HU-Vertreter Freytag einwirft, kein Standortpartner deshalb seine Eigenständigkeit aufgeben muss. Doch der neue Slogan „Adlershof. Science at Work.“ soll nicht nur den Zusammenhalt nach innen stärken, sondern auch als Kampagne nach außen wirken. Eine ganze Reihe von Maßnahmen ist geplant, wie Schmitz erläutert. So wird es zum Beispiel einen virtuellen 360-Grad-Rundgang über das Standortgelände geben, der auch auf Smartphones und Tablets gezeigt werden kann und beispielsweise bei Messeauftritten zum Einsatz kommen soll. Image-Spots rücken Menschen in den Vordergrund, die in Adlershof arbeiten, und markante Persönlichkeiten tragen als Botschafter die Qualitäten des Standorts nach außen. Nicht zuletzt stärkt Adlershof auch seine Präsenz in den sozialen Netzwerken. Verknüpft wird die Markenstrategie mit thematischen Schwerpunkten – als Erstes mit dem übergreifenden Energiekonzept für Adlershof, das derzeit erarbeitet wird. Auch die Bereiche Optik/Photonik sowie Analytik könnten laut Schmitz solche thematischen Anker sein.

Emotionale Ansprache

Und wie kommen bei den seriösen Wissenschaftlern und Unternehmern die Plakate mit den keck formulierten Texten und die anderen innovativen Marketinginstrumente an? Gut, antworten die Standortpartner unisono. „Für kurze, witzige Sprüche mit Pfiff sind wir dankbar, solange dahinter ein vernünftiger Gedanke steht“, sagt Christine Wedler. „Die Menschen hier haben einen enormen Sinn für Humor“, stellt Schmitz fest. „Wir setzen auf eine emotionale Ansprache, weil diese ein positives Echo auslöst.“ Bester Beweis dafür: Einige Plakate wurden gleich mal von Studierenden abgehängt und regen jetzt wohl in WG-Küchen zum Schmunzeln an. Informatikprofessor Freytag ist jedenfalls überzeugt, dass die neue Markenstrategie „zukunftsgewandt ist und über Jahre tragen wird“. Noch weiter geht TKA-Vertreterin Wedler: „Der Slogan ,Adlershof. Science at Work.´ drückt nicht nur einen Wunsch aus, sondern beschreibt schon jetzt die Wirklichkeit.“ Das sieht Hardy Rudolf Schmitz ganz ähnlich: „Was ich in Adlershof genieße, ist das Gefühl, an einem besonderen Ort zu sein.“ Quod erat amue ... , pardon: Quod erat demonstrandum. Von Christian Hunziker für Adlershof Journal www.science-at-work.com

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