Termine / Veranstaltungen - Dissertationspreis - Dissertationspreis

18. Februar 2022

Dissertationspreis Adlershof für 2021 geht an Dr. Amran Al-Ashouri

Der Physiker erforschte, wie sich mithilfe neuer organischer Kontaktschichten hocheffiziente Tandemsolarzellen realisieren lassen

Preisverleihung © IGAFA/Matthias Brandt

v.l.n.r.: Emil List-Kratochvil (HU), Franziska Emmerling (BAM), Caren Tischendorf (HU), Maria Troppenz, Peer Ambree (WISTA), Amran Al-Ashouri, Roland Sillmann (WISTA), Jan Ruschel © IGAFA/Matthias Brandt

Am 17. Februar 2022 wurde zum 20. Mal in Folge der Dissertationspreis Adlershof verliehen. Herr Dr. Amran Al-Ashouri (3.v.r.) erhielt den mit 3.000 Euro dotierten Preis, der jährlich gemeinsam von dem Forschungsnetzwerk IGAFA e. V., der Humboldt-Universität zu Berlin und der WISTA Management GmbH gestiftet und organisiert wird.

Dr. Amran Al-Ashouri befasste sich in seiner Doktorarbeit mit einer neuen Generation von Solarzellen, die aus hauchdünnen Perowskit-Schichten sowie herkömmlichen Materialien wie Silizium bestehen und die Effizienz steigern sowie die Anwendungsgebiete von Solarzellen ausweiten können.

Konkret entwickelte der Physiker neue organische Kontaktschichten und erforschte die Feinabstimmung der elektrischen Grenzflächen für minimale Ladungsverluste. Die dadurch realisierten Tandemsolarzellen erreichten Rekord-Wirkungsgrade und könnten durch ihren geringen Ressourcen- und Kostenaufwand die Energiewende beschleunigen.

Dr. Amran Al-Ashouri verfasste seine Doktorarbeit am Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie sowie der Technischen Universität Berlin und ist mittlerweile als Postdoc am Helmholtz-Zentrum Berlin tätig.

Neben Dr. Amran Al-Ashouri hatten es von den insgesamt neun Bewerberinnen und Bewerbern zwei weitere herausragende Forschende in die Endauswahl geschafft: Dr. Maria Troppenz (Humboldt- Universität zu Berlin) befasste sich in ihrer Doktorarbeit mit „Electronic transport properties of thermoelectric materials with a focus on clathrate compounds“ und Dr. Jan Ruschel (Ferdinand-Braun-Institut gGmbH und Technische Universität Berlin) untersuchte in seiner Dissertation „Ursachen der stromgetriebenen Degradation von UV-LEDs“. Beide erhielten für ihre Nominierung ein Preisgeld von 1.000 Euro.

Sowohl die Jury als auch die Preisgebenden lobten, dass alle Nominierten mit ihrer Forschung einen Beitrag zur Lösung der sogenannten Grand Challenges leisten möchten.

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Verleihung des Dissertationspreises in diesem Jahr als Hybrid-Veranstaltung statt, nachdem sie im Vorjahr als Onlineveranstaltung ausgerichtet werden musste. Die Veranstaltung wurde live aus dem Erwin Schrödinger Zentrum in Adlershof übertragen.

Trotz der veränderten Rahmenbedingungen präsentierten die Nominierten ihre wissenschaftlichen Leistungen auf anschauliche und allgemeinverständliche Weise souverän innerhalb von 15 Minuten. Sie begeisterten mit ihren hervorragenden und spannenden Vorträgen sowohl die Jury als auch die über 130 Interessierten, die per Livestream zugeschaltet waren.

Kontakt

Sanela Schlößer
IGAFA e. V.
Tel.: +49 30 6392-3669
igafa@igafa.de

Petra Franz
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: +49 30 2093-20035
petra.franz@uv.hu-berlin.de

Cindy Böhme
WISTA Management GmbH
Tel.: +49 30 6392  2191
cindy.boehme@wista.de

Über den Dissertationspreis Adlershof

Seit 2002 vergeben Humboldt-Universität zu Berlin, WISTA Management GmbH und IGAFA jährlich den Dissertationspreis Adlershof, mit dem Nachwuchsforscher*innen für hervorragende wissenschaftliche Leistungen im Rahmen einer in Adlershof angefertigten Dissertation ausgezeichnet werden.
Berücksichtigt werden Dissertationen, die in den vergangenen 18 Monaten mit einem Prädikat von mindestens »sehr gut« (magna cum laude) abgeschlossen wurden. Drei Nominierte stellen dazu in allgemeinverständlichen Kurzvorträgen das Thema ihrer Arbeit vor, die im Anschluss nach Forschungs- und Präsentationsleistungen bewertet und ausgezeichnet werden.
Für die Nominierung erhalten die Teilnehmenden eine Prämie von 1.000 Euro, die beste Leistung beim Dissertationspreis wird mit 3.000 Euro belohnt.