Termine / Veranstaltungen - Dissertationspreis - Dissertationspreis

17. Februar 2020

Dissertationspreis Adlershof 2019 geht an Dr. Hanna Drimalla

Die Psychologin erforschte, was der Gesichtsausdruck über Empathie verrät

Hanna Drimalla © IGAFA/Matthias Brandt

Dissertationspreisgewinnerin Dr. Hanna Drimalla. Foto: © IGAFA/Matthias Brandt

Preisverleihung Dissertationspreis Adlershof 2019 © IGAFA/Matthias Brandt

Preisverleihung Dissertationspreis Adlershof 2019. v.l.n.r.: Hardy Schmitz (Moderator und ehem. WISTA-Geschäftsführer), Prof. Claudia Draxl (HU Physik), Dr. Franziska Emmerling (Leiterin BAM-Abteilung 1), Dr. Hanna Drimalla (Gewinnerin), Dr. Peer Ambrée (WISTA), Dr. Carlos Abas Andrade und Dr. Fabian Beran (Nominierte), Prof. Ingolf Hertel (IGAFA-Ehrenvorsitzender), Prof. Elmar Kulke (HU Geographie und Dekan der HU). Foto: © IGAFA/Matthias Brandt

Dr. Hanna Drimalla erhielt am 12. Februar 2020 den mit 3.000 Euro dotierten Dissertationspreis Adlershof für das Jahr 2019. Ihre Doktorarbeit entstand am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin (Arbeitsgruppe Social Cognition). Sie untersuchte darin mit computerbasierten Methoden, wie sich das Nachahmen von Gesichtsausdrücken (Mimikry) auf Empathie von Menschen auswirkt, und zeigte, dass das Spiegeln von Gesichtsausdrücken beeinflusst, wie Menschen Emotionen erkennen und mitfühlen. Insbesondere erfasste Hanna Drimalla die veränderte Mimikry von Menschen im Autismus-Spektrum und das daraus resultierende Potential für Diagnostik und Interventionen.

Der Dissertationspreis wird seit nunmehr 18 Jahren in Folge für exzellente Doktorarbeiten aus Adlershof vergeben. Stifter sind das Forschungsnetzwerk IGAFA e. V., die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und die WISTA Management GmbH. Eine Jury aus dem Kreis der Stifter nominiert aus den Bewerbungen drei Kandidatinnen bzw. Kandidaten. Diese treten mit 15-minütigen Kurzvorträgen gegeneinander an, um zu beweisen, dass sie nicht nur hervorragend forschen, sondern ihre Inhalte auch einem fachfremden Publikum anschaulich vermitteln können.

Diesmal hatten es neben Dr. Hanna Drimalla auch Dr. Carlos Abad Andrade und Dr. Fabian Beran in die Endrunde geschafft. In ihren Vorträgen ging es um den Einsatz optischer Spektroskopie zur Herkunftsbestimmung von Molekülen (BAM / Graduate School SALSA, Humboldt-Universität zu Berlin) und um die Untersuchung von Verdrängungsprozessen auf dem Berliner Wohnungsmarkt (Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin).

Alle drei Kandidaten verstanden es auf Anhieb, die über 100 Zuhörer im Erwin Schrödinger-Zentrum der Humboldt-Universität in Adlershof nicht nur in den Bann zu ziehen, sondern diese auch sehr schnell und konzentriert zu den Kernaussagen ihrer Arbeit zu führen. Sie alle überzeugten mit beeindruckender Kompetenz und beantworteten souverän die Fragen aus dem Publikum. Insofern hatte die Jury am Ende noch einmal eine schwierige Entscheidung zu treffen – schwierig, weil trotz sehr unterschiedlicher Themen die Qualität der Vorträge so beeindruckend war.
 

Weitere Informationen:

Kontakt:

Petra Franz
Büro des Vizepräsidenten für Forschung
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: +49 30 2093-1437
petra.franz@uv.hu-berlin.de

Sanela Schlößer
Wissenschaftsbüro
IGAFA e.V.
Tel.: +49 30 6392-3669
igafa@igafa.de

Dr. Peter Strunk
Pressesprecher WISTA Management GmbH
Tel.: +49 30 6392-2225
strunk@wista.de