Bienen als Modell für Mikrosysteme: Kunst am Bau für das neu errichtete Zentrum für Mikrosysteme und Materialien (ZMM) in Berlin Adlershof

11. September 2012

Bienen als Modell für Mikrosysteme

Kunst am Bau für das neu errichtete Zentrum für Mikrosysteme und Materialien (ZMM) in Berlin Adlershof

Einweihung Kunst am Bau in Berlin Adlershof. Bild: WISTA

Bild: WISTA

Im Rahmen des Kunstprojekts „smart systems“ von Josefine Günschel werden Honigbienenvölker im Garten des ZMM auf Hochsitzen angesiedelt. Eine Wandarbeit im Foyer des ZMM thematisiert das Spannungsfeld zwischen einer Millionen Jahre alten Produktionsform und einer jungen, sich rasant verändernden Technik.

Die ursprüngliche Inspiration des Projektes war es, mit den Bienenvölkern eine „natürliche Quelle“ der Mikrosystemtechnik in das Terrain des hochgradig technik-orientierten Zentrums einzuführen.

Bienen zeigen ein perfektes Modell für vernetzte Mikrosysteme. Trotz ihres sehr kleinen Gehirns – etwa 10.000mal kleiner als das eines Menschen – verfügen sie über ausgefeilte Kommunikationssysteme. Bienen sind in der Lage, Informationen zu codieren und zu entschlüsseln, sie können abgestimmt zusammenarbeiten. Ein aus vielen tausend Bienen bestehendes Volk bildet durch seine hohe Organisationsstruktur eine soziale Einheit, deren Fähigkeiten die des einzelnen Insekts weit übersteigen. Die Grenzen zwischen lebenden und künstlichen Systemen werden zunehmend unscharf. Mikrosystemtechnik, die Funktionsweisen lebender Organismen nachempfindet, wird durch intelligente Implantate wiederum Teil eines (menschlichen) Organismus.

Der Philosoph Günther Anders thematisierte bereits vor über 50 Jahren das Gefälle zwischen der Unvollkommenheit des Menschen und der immer größer werdenden Perfektion der von ihm entwickelten Technik. Die Wandarbeit im Foyer des ZMM nimmt diese Thematik auf, und verknüpft sie mit Texten aus der Bienenforschung. Im neuen ZMM stehen 6.500 Quadratmeter Büro-, Labor- und Reinraumfläche zur Verfügung. In Adlershof entwickeln rund 50 Unternehmen Mikrosystemtechnik.

Das Projekt „smart systems“ der Künstlerin Josefine Günschel wurde im Rahmen eines 2011 von der WISTA-MANAGEMENT GMBH ausgelobten, nicht offenen Wettbewerbs für Kunst am Bau für das ZMM von dem unter Vorsitz von Adrienne Goehler tagenden Preisgericht ausgewählt und zur Realisierung empfohlen. Mit Kunst am Bau fördert das Land Berlin bei allen seinen Baumaßnahmen die professionelle Bildende Kunst. Diese außergewöhnliche Arbeit wird am 12. September 2012 um 17 Uhr eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kontakt:

Jörg Israel
Leiter Zentrum Mikrosysteme und Materialien
WISTA-MANAGEMENT GMBH
Rudower Chaussee 17
12489 Berlin

Tel.: +49 (0) 30 / 6392-2216
Fax: +49 (0) 30 / 6392-2235
E-Mail: israel@wista.de

www.adlershof.de/mikrosystemtechnik


Marina Salmon
Bereich Kommunikation
WISTA-MANAGEMENT GMBH
Rudower Chaussee 17
12489 Berlin

Tel.: +49(0)30 / 6392-2247
Fax: +49(0)30 / 6392-2236
E-Mail: salmon@wista.de

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