Digitaler Wasserstoffmarktplatz für Berlin-Brandenburg eröffnet: Das vom Adlershofer Unternehmen Localiser entwickelte Tool soll das Wachstum der Wasserstoffwirtschaft beschleunigen

26. April 2022

Digitaler Wasserstoffmarktplatz für Berlin-Brandenburg eröffnet

Das vom Adlershofer Unternehmen Localiser entwickelte Tool soll das Wachstum der Wasserstoffwirtschaft beschleunigen

Screenshot Localiser. Mockup: rawpixel.com - de.freepik.com

Mockup: rawpixel.com - de.freepik.com

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Berlins Wirtschaftssenator Stephan Schwarz haben gemeinsam den Wasserstoffmarktplatz Berlin-Brandenburg vorgestellt. Der im Auftrag beider Länder vom Softwareunternehmen Localiser entwickelte Marktplatz ist ein zentrales Instrument für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft in der Hauptstadtregion. Er steht ab sofort allen Akteuren der regionalen Wasserstoffwirtschaft und -forschung offen.

Ziel ist, eine bessere Übersicht der in der Region bestehenden oder geplanten Wasserstoffprojekte zu gewährleisten, um Synergien bei der weiteren Vorhabenentwicklung bei Produktion, Nachfrage und Verbrauch von Wasserstoff sowie bei der Infrastrukturplanung zu ermöglichen. Ergänzt wird der H₂-Marktplatz durch die Kooperationsplattform Koop-BB der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), durch die eine Vernetzung und Kommunikation der Akteure untereinander ermöglicht wird. In der Gruppe „Wasserstoffwirtschaft Berlin-Brandenburg“ auf der Plattform gibt es weiterführende Informationen zum Thema Wasserstoff, Wasserstoffmarktplatz und Förderung.

Der gemeinsame Wasserstoffmarktplatz setzt die im Gemeinsamen Strategischen Gesamtrahmen der Hauptstadtregion enthaltene Vereinbarung beider Länder um, beim Ausbau der regionalen Wasserstoffwirtschaft eng zu kooperieren. Er ist Teil der Wasserstoff-Roadmap für Brandenburg und die Hauptstadtregion und der Wasserstoffstrategie von Brandenburg.

Minister Steinbach: „Die Hauptstadtregion ist eine starke Energieregion mit erheblichen Erzeugungskapazitäten und -potenzialen für erneuerbare Energien. Damit hat die Region beste Voraussetzungen für das Entstehen einer starken Wasserstoffwirtschaft. Der Wasserstoffmarktplatz sorgt in diesem dynamischen Prozess für Transparenz und Vernetzung und ermöglicht Synergien zwischen den Akteuren und unseren Ländern.“

Senator Schwarz: „Der gemeinsame Wasserstoffmarktplatz ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, unsere Energieversorgung nachhaltiger und unabhängiger zu machen. Die Initiative unterstreicht dabei das große Potenzial, das aus der Zusammenarbeit von Berlin und Brandenburg erwächst. Die Chancen der Wasserstofftechnologie für die regionale Energieversorgung, für die Wettbewerbsfähigkeit der Energiewirtschaft und für die Dekarbonisierung unserer Energieregion lassen sich am besten im Verbund beider Länder sinnvoll nutzen. Je enger wir uns abstimmen, je mehr wir die Region gemeinsam denken und ihre Stärken klug zusammenführen, umso besser und zielgerichteter können wir die Energiewende gestalten. Ich bin davon überzeugt, die Zukunft der Energieversorgung – und nicht nur diese – wird ganz klar in Berlin und Brandenburg gemacht.“

Die Sprecherin des Clusters Energietechnik Berlin-Brandenburg, Kathrin Goldammer, Geschäftsführerin des Reiner Lemoine Instituts, erläuterte: „Der neue Marktplatz macht Potenziale der Wasserstoffwirtschaft sichtbar und bringt Akteure der Wertschöpfungskette schnell zusammen. So ein Instrument fehlte bislang und ist bundesweit einzigartig. Je mehr dort mitmachen, desto wirksamer wird er. Mit mehreren hundert Akteuren in ganz Ostdeutschland hat so ein Marktplatz hohes Potenzial, das Wachstum der Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen.“

Anbieter- und Nachfrager*innen von H₂-Produkten oder Dienstleistungen können auf dem Marktplatz ihre Projekte vorstellen und konkrete Gesuche und Gebote platzieren oder selbst verfügbare Informationen, beispielsweise zu H₂-Qualitäten, Druck oder Preisen, abrufen. Die Einträge werden georeferenziert als Landkarte gezeigt. Produziert ein Wind- oder Solarparkunternehmen grünen Wasserstoff, kann es sich mit dem Portal Überblick verschaffen, wer zum Beispiel im Verkehrsbereich H2-Bedarf hat und wo sich die Betriebe befinden. Logistik- und Verkehrsunternehmen, die Wasserstoff benötigen, finden dort passende H₂-Angebote oder Transportmöglichkeiten. Weitere Anwendungsbeispiele liegen im Flug- und Schiffsverkehr, dem Mobilitäts- oder Wärmesektor sowie in der Speicherung von Gas.

Koop-BB ergänzt als digitale Kommunikationsplattform den Marktplatz. Sie ermöglicht Unternehmen, Kommunen, Start-ups, Wissenschaftseinrichtungen und Intermediären, ihre Kompetenzen, Projekte und Ideen digital sichtbar zu machen. Nutzerinnen und Nutzer können sich dort informieren und über Dialogmöglichkeiten direkt Kontakte knüpfen. Die Plattform hilft mit intelligenten Matching-Verfahren dabei, Partnerinnen und Partner, Informationen und Veranstaltungen zu finden, die zum eigenen Profil oder den eigenen Angeboten und Gesuchen passen. Auf der Plattform können auch Online-Veranstaltungen organisiert und durchgeführt werden. Das Angebot ist ebenso wie der Wasserstoffmarktplatz kostenlos. Die Gruppe Wasserstoffwirtschaft Berlin-Brandenburg auf der Website Koop-BB wird moderiert vom Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg.

Localiser, eine Ausgründung aus dem Reiner Lemoine Institut, ist ein Software-Unternehmen für den automatisierten Aufbau von Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität.

Kontakt:

Localiser RLI GmbH
www.localiser.de

Kathrin Goldammer (Marketing & Kommunikation)
E-Mail: kathrin.goldammer@localiser.de

Oliver Arnhold (Produkt & Kund:innen)
E-Mail: oliver.arnhold@localiser.de

 

Gemeinsame Pressemitteilung der Länder Berlin und Brandenburg vom 25.04.2022

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