Newtonprojekt gewinnt im Ideenwettbewerb EnEff.Gebäude.2050: Zehn herausragende Konzepte für klimaneutrale Gebäude und Quartiere prämiert

12. Dezember 2017

Newtonprojekt gewinnt im Ideenwettbewerb EnEff.Gebäude.2050

Zehn herausragende Konzepte für klimaneutrale Gebäude und Quartiere prämiert

Team Newtonprojekt

Team Newtonprojekt © BINE Informationsdienst

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin wurden am 6. Dezember 2017 zehn herausragende und innovative Konzepte mit Preisgeldern von insgesamt 280.000 Euro prämiert. Sowohl in der Kategorie „Konzepte für zukunftsweisende Gebäude und Quartiere“ des Ideenwettbewerbs der Förderinitiative EnEff.Gebäude.2050 als auch in der Kategorie „Ideen für einen internationalen Energiewettbewerb“ haben die jeweiligen Jurys fünf Preisträger ausgezeichnet.

Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, eröffnete die Preisverleihung. Klaus Töpfer, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit a.D. und Vorsitzender der Ethikkommission der Bundesregierung für eine sichere Energieversorgung, betonte in seiner Festansprache die Bedeutung nachhaltig gestalteter Städte und die Erhaltung der Gebäudesubstanz.

Vielfältige Lösungsansätze für klimaneutralen Gebäudesektor

Mit dem Wettbewerb waren innovative Konzepte gesucht, die Wege aufzeigen, wie nahezu klimaneutrale Gebäude und Quartiere auch in der Breite realisiert werden können. Die ausgezeichneten fünf Projekte demonstrieren eindrucksvoll, wie mit bereits heute verfügbaren Technologien und innovativen Geschäftsmodellen das Ziel einer weitgehenden Klimaneutralität erreicht werden kann. Die ebenso prämierten Skizzen für einen internationalen Energiewettbewerb zeigen, in welcher Form und an welchen Standorten sogenannte Living Labs Ideen für zukünftige Gebäude und Stadtquartiere mit dem Format eines internationalen Energiewettbewerbs in die Breite und in das Leben der Menschen tragen können.

Die in beiden Wettbewerbskategorien eingegangenen Ideen verdeutlichen, dass es für die Energiewende im Gebäudebereich nicht die eine Patentlösung, sondern eine spannende Vielfalt an Lösungsansätzen gibt. Das verwundert nicht, denn der Gebäudebestand in Deutschland ist heterogen. Und genau hierin liegt ein baukultureller Wert, den es zu erhalten gilt.

Konzepte zukunftsweisender Gebäude und Quartiere

In dieser Wettbewerbskategorie waren Ideen für energetisch zukunftsweisende Neubauten, Transformations- und Modernisierungsvorhaben im Bestand, Quartierskonzepte zum Wohnen und Arbeiten sowie neue Plusenergiekonzepte im Geschossbau gesucht. „Die Bandbreite der eingereichten Konzepte ist sehr beeindruckend“, sagte Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer und Vorsitzende der Jury für die Wettbewerbskategorie 1 „Konzepte zukunftsweisender Gebäude und Quartiere“. Die ausgezeichneten Konzepte spiegelten das ganze Spektrum der Bauaufgaben wieder: Neubau und Sanierung, einzelne Wohn- und Nichtwohngebäude bis hin zum Quartier. Zudem entfalteten sie alle eine besondere Vorbildwirkung.

Mit einem Preisgeld von je 30.000 Euro wurden folgende Projekte prämiert:

  • die Planung für den Energie- und Technikpark in Trier
  • das Newtonprojekt in Berlin-Adlershof
  • das Vorwärtsquartier in Schwerin
  • das „Aktiv-Stadthaus im Bestand“ in Frankfurt am Main
  • der Neubau der Stadtwerke Neustadt in Holstein

Eine Präsentation der Preisträger findet sich auf der Webseite der Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN.

Konzepte für einen internationalen Energiewettbewerb

In der zweiten Kategorie des Ideenwettbewerbs EnEff.Gebäude.2050 waren „Konzepte für einen internationalen Energiewettbewerb“ für Gebäude und Quartiere gesucht. Sie sollten einen interessanten Austragungsort präsentieren und die Wettbewerbsstätte nachhaltig als „Living Lab“ in den Stadtraum integrieren. Die Idee sollte ein innovatives Wettbewerbsformat skizzieren und lokale Hochschulen, Behörden, Immobilieneigner und Unternehmen sowie die Nutzer einbinden.

Die ausgezeichneten Konzepte sind eine wichtige Vorbereitung für die mögliche Ausschreibung eines internationalen Energiewettbewerbs. Deutschland zielt mit dieser Initiative auf eine internationale Schirmherrschaft für einen solchen Wettbewerb, beispielsweise durch die Internationale Energieagentur (IEA). „Mit den eingereichten Vorschlägen sind wir dem Ziel, ein Konzept für einen internationalen Energiewettbewerb zu entwickeln, ein riesiges Stück näher gekommen“, sagte Professor Hans-Martin Henning, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und Vorsitzender der Jury in Kategorie 2 des Ideenwettbewerbs. Jetzt sollen in einer Vertiefungsphase die beiden erstprämierten Konzepte detaillierter ausgearbeitet und Kontakte in die internationalen Gremien erschlossen werden.

Mit einem ersten Rang und einem Preisgeld von je 40.000 Euro wurden prämiert:

  • das Konzept „Solar Decathlon goes Urban“ der Bergischen Universität Wuppertal mit der Stadt Wuppertal
  • das Konzept „Energy Endeavour Competition Cottbus“ der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus mit der Stadt Cottbus

Mit einem zweiten Rang und einem Preisgeld von je 20.000 Euro wurden prämiert:

  • das Konzept „Energy Lab Berlin“ der Beuth Hochschule für Technik Berlin mit der Stadt Berlin
  • das Konzept „TRUE LAB“ der Technischen Universität Darmstadt mit der Stadt Frankfurt am Main
    Mit einem Sonderpreis und einem Preisgeld von 10.000 Euro wurde prämiert:
  • das Konzept „Competition Future Germany“ der Technischen Universität Braunschweig mit der Stadt Braunschweig

Eine Präsentation der Preisträger findet sich auf der Webseite der Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN.

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