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05. September 2022

Neuer Blog des Gesundheitsnetzwerk Adlershof

Der Steuerungskreis lädt Sie ein…

Im ersten Beitrag unseres neuen Blogs berichten Mitglieder des Lenkungsausschusses von ihrer individuellen oder unternehmens-/institutions­übergreifenden Motivation sowie Sicht auf ganzheitliche Betriebliche Gesundheitsförderung und laden Sie zum Gestalten, zum Teilnehmen, zum Weitersagen, zum Diskutieren ein.

Bevor unsere Gesundheitsbotschafter:innen, Themenexpertinnen/-experten und weiteren Multplikator:innen mit Tipps oder Praxisbeispielen zu den definierten Handlungsfeldern (Arbeitsflexibilisierung, Stressbewältigung, Kollegiales Miteinander, Mobilisierung/Mobilität im beruflichen Kontext) beginnen, diesen Blog immer weiter anreichern, konzentrieren wir uns eingangs auf die Themen „Engagement“ und „Herausforderungen“.
 

Wir haben die Teilnehmenden des Steuerungskreis gebeten folgendes Statement zu ergänzen:
 

"Ich engagiere mich im Steuerungskreis des Gesundheitsnetzwerks Adlershof (kurz: GNWA), weil..."

  • Dr. Ursula Westphal: „…es wichtig ist, Arbeitnehmer:innen gezielte Angebote zur physischen & psychischen Gesundheit zu machen und sie dadurch gegenüber den sich stets wandelnden Arbeitsanforderungen zu stärken. Besonders in einem kleinen Team ist es unabdingbar, die Mitarbeiter:innen zu fördern & zu unterstützen und somit den „Workflow“ und das Miteinander positiv zu beeinflussen.“
  • Dr. Karin Haas: „…ich es für ein tolles Angebot halte und hoffe, möglichst viele Ideen und Anregungen einbringen zu können und mitzunehmen.“
  • Uwe Heyer: „… in zunehmend anspruchsvollen Zeiten es immer wichtiger wird, gesund zu sein und zu bleiben. Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen jeder Einzelne für sich Entscheidungen bewusst treffen kann, benötigen die Zusammenarbeit von vielen Köpfen und Herzen.“
  • Andrej Pose: „…die gesundheitsförderliche Mischung aus vor Ort nutzbaren und digitalen verhaltenspräventiven Angeboten der Diversität unserer Beschäftigtengruppen absolut gerecht wird. Ob wir nun unsere Reinigungs- oder Sicherheitskräfte, Techniker*innen oder Büromitarbeiter*innen betrachten, hier ist für alle etwas dabei. Da wir in der Unternehmensgruppe Gegenbauer der Optimierung von Bedingungen und Strukturen am Arbeitsplatz einen hohen Stellenwert beimessen, ist der direkte Austausch mit den anderen Experten des Steuerungskreises eine gute Basis, um die Verhältnisprävention in den Vordergrund zu stellen und etwa über den „klassischen Arbeitsschutz“ hinaus in diesem Bereich am Hochtechnologiestandort Adlershof aktiv zu sein…“
  • Margret Rink: „… ich da am besten die Interessen der Wissenschaftler und Nichtwissenschaftler einbringen kann und auch die besonderen Bedingungen wie Internationalität, kurze Verweildauer an den Instituten, spezielle Fokus der Führungskräfte. Anderseits ich aber Impulse aus dem Steuerkreis dann mitnehmen kann, um die Gesundheitsaspekte in der wissenschaftlichen Arbeit nicht untergehen zu lassen.“
  • Angela Haumann: „…wir hier riesige Potenziale in den Bereichen Gesundheits- und allgemeine Arbeitskompetenzen, sei es Mobilität/Mobilisierung, Stressbewältigung oder Arbeitsflexibilisierung, sehen. Neben unseren eigenen Angeboten bietet das GNWA eine große Auswahl an Zusatzmaßnahmen und Challenges, die nicht nur digital, sondern auch in Präsenz stattfinden. Gleichzeitig stehen diese allen unseren Mitarbeitern kostenfrei zur Verfügung. Eine äußerst positive Anmerkung ist die permanente Erreichbarkeit sowie der individuelle Service. Hier können wir bspw. über die nur für uns entwickelte Beweglichkeits-Challenge berichten. Beginnend mit der Kommunikation, hinweg über die Organisation bis hin zur Umsetzung wurde seitens des GNWA alles hervorragend gestaltet. So auch das Empfinden unserer Mitarbeiter (vier Veranstaltungen - im Schnitt 100 TN – sehr positives Feedback).
    Weiterhin sehen wir es als notwendig und selbstverständlich an, uns innerhalb dieses Netzwerks zu platzieren. Zusammen mit den anderen Unternehmen und natürlich mit dem GNWA wollen wir an einer Erweiterung der bisherigen Prozesse/Angebote arbeiten, um so nicht nur für die sich derzeit in der Community befindenden Betriebe ein „Mehr“ an Gesundheit zu schaffen, sondern auch neuen/anderen Unternehmen die Wichtigkeit der Thematik aufzuzeigen und diese gleichzeitig mit einzubeziehen...“
 

Welche Herausforderungen kommen auf Sie/uns zu?

Hat das Gesundheitsnetzwerk eine Kristallkugel? Keineswegs.

Wir haben unseren Blog „New Work“ und betriebliche Gesundheitsförderung - Der Mensch im Mittelpunkt genannt und dazu mittelfristig relevante Studien sowie auch sogenannte „Megatrends“, also Auswirkungen in allen gesellschaftlichen Bereichen, die Jahrzehnte wirken, herangezogen und diese anhand unserer Erfahrungen bewertet.

In einer Studie (#whatsnext) aus 2017 (aktualisiert 2021) wurden folgende Herausforderungen/Stressoren im Rahmen der Arbeitswelt 4.0 (aufgelistet nach der Bedeutung) aufgeführt, die Unternehmen als bedeutsam in den nächsten Jahren einschätzen:

  • Menge und Komplexität der Aufgaben
  • Veränderte Erwartungen
  • Ablenkungen/Unterbrechungen am Arbeitsplatz
  • Menge der zu verarbeitenden Informationen
  • Permanente Veränderungen
  • Permanente Erreichbarkeit
  • Pendeln zwischen Arbeitsplatz und Wohnort
 

Wir fragen uns: Ist diese Auflistung, an der sich die präventiven Impulse des GNWA heute und morgen ausrichten noch up to date?

Grundsätzlich Ja. Lesen Sie hier unser differenziertes Bild:

  • Pose von Gegenbauer Services GmbH sieht diese „…nicht zuletzt durch den immer noch sich vollziehenden digitalen und demographischen Wandel sowie die COVID-19-Pandemie absolut präsent und werden dies auch über 2025 hinaus sein.“ und ergänzt „…Vielmehr erscheint es wichtig, die Interdependenz dieser Herausforderungen und Stressoren in einer immer komplexer sich ausdifferenzierenden Arbeitswelt 4.0 nicht aus den Augen zu verlieren. Sicherlich können digitaler und demographischer Wandel auf Grund ihrer massiven Einflussnahme auf die Arbeitswelt 4.0 als eigenständige und klar formulierte Punkte aufgeführt werden. Nicht zuletzt die interkulturelle Kommunikation wird wohl auch immer mehr an Bedeutung zunehmen.“
  • Dr. Westphal von Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e. V. unterstreicht die Relevanz und bemerkt einen weiteren Faktor, nämlich „Veränderungen der Betriebsabläufe durch mobiles Arbeiten“ und priorisiert aktuell: „Informationsflut und ständige Erreichbarkeit sollten weiter oben gelistet sein.“
  • Margarete Rink vom Max Born Institut würde hingegen die „permanente Erreichbarkeit…nicht mehr in die Top 7 aufnehmen, die anderen ja.“ Die hinzugekommene „Bewältigung der Auswirkungen einer Pandemie wie Corona würde ich auf Platz 1 setzen.“
  • Heyer von A. Menarini Research & Business Service GmbH „…fehlt hier noch das Thema Verquickung von Arbeit und Privatem (work life blending)“ und sieht „…hier inzwischen eher die veränderten Erwartungen…sowie die Komplexität (weniger die Menge) der Arbeit und die Informationsmenge sowie vielfältige Veränderungen im Vordergrund.“
  • Dr. Haas von Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH bestätigt Reihenfolge und „Die TOPs sind alle aktuell, aufgrund des vermehrten mobilen Arbeitens wird die Thematik des Pendelns für viele Mitarbeitende „entschärft“.“
  • Haumann der Allianz Campus Berlin würde „…die Punkte „Permanente Erreichbarkeit“ und „Menge der zu verarbeitenden Informationen“ weiter oben platzieren“, stuft alle außer den zuletzt aufgeführten Aspekt als relevant ein und begründet zusammenhängend: „Dies liegt u.a. am demografischen Wandel, dem Personalmangel, der zunehmenden Technologisierung sowie dem Wertewandel. Weniger Beschäftigte müssen mehr Arbeit verrichten, bei gleichzeitiger Zunahme von Komplexität und Individualität. Aufgrund dessen nimmt auch die permanente Erreichbarkeit zu, heißt außerhalb der Arbeitszeit werden dennoch Telefonate angenommen und Mails bearbeitet. Mit dem Wandel der eigenen Werte und der zunehmenden Technologisierung gehen auch allgemeine Veränderungen und neue Erwartungen einher. …Auch werden sich Ablenkungen und Unterbrechungen am Arbeitsplatz ergeben…Anhand dessen kann man sehen, wie aufwendig und komplex es in Zukunft für Unternehmen in Bezug auf das Halten und Rekrutieren von Mitarbeitern, das Schaffen von gesundheitsförderlichen und entlastenden Strukturen sowie das Bewältigen weiterer Herausforderungen sein wird.“

 Und jetzt fragen wir Sie:

  • Erkennen Sie sich in unseren Statements und Positionen wieder?
  • Wie sieht Ihr Blick auf den Erhalt von Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus?
  • Wie lässt sich Gesundheitsförderung in den Betriebsalltag einbinden?
  • Welche praktischen Beispiele kennen Sie oder wie werden diese erfolgreich kommuniziert?
  • Lassen Sie Ihre Kolleginnen/Kollegen und uns bitte daran teilhaben.

Treten Sie mit uns in den Austausch! Wir laden Sie dazu ein.
 

 

Kontakt:

Ralf Blank
Projektleiter Gesundheitsnetzwerk Adlershof
projekt-adlershof(at)t-online.de
www.adlershof.de/gesund/