Von Firmenstaffel bis Reflexions­workshop: Angebote vom Gesundheits­netzwerk Adlershof für die Beschäftigten der Wissenschaftsstadt

27. August 2020

Von Firmenstaffel bis Reflexions­workshop

Angebote vom Gesundheits­netzwerk Adlershof für die Beschäftigten der Wissenschaftsstadt

Pilates © Tatyana Soares/Shutterstock

© Tatyana Soares/Shutterstock

Ob „Die hotten Flotten“, die „Her(t)zschrittmacher“, „Forrest Gump“ und „Die taffen Giraffen“ wie vergangenes Jahr erneut am Start sind, hat Annika Huber-Lieske nicht verraten. Am 3. September 2020 heißt es nämlich wieder für die Teilnehmenden der „Firmenstaffel Adlershof“: „Auf die Plätze, fertig, los!“ Huber-Lieske vom Gesundheitssport Berlin-Brandenburg e. V. (GSBB) organisiert seit 2013 jährlich im September die beliebte Laufveranstaltung für Adlershofer Beschäftigte. Immer mehr Firmenteams fanden Gefallen an dem Rennen, bei dem Damen-, Herren- oder Mixed-Dreierteams über eine Gesamtdistanz von 8,7 Kilometer im Landschaftspark Johannisthal/Adlershof gegeneinander antreten. „801 Aktive waren 2019 dabei, unterstützt durch ein großes Publikum, das zum Anfeuern kam“, so Huber-Lieske. Auch wenn die Plätze auf dem Siegertreppchen heiß umkämpft sind und manche Lauffans regelmäßig trainieren, um die schnellsten zu sein, stehen Teamgeist und Spaß im Vordergrund des Staffellaufs.

Doch in diesem Jahr ist alles anders: Corona-bedingt ist die Zahl der Teams auf 150 begrenzt, statt eines Massenstarts wird zeitversetzt zwischen 11:30 und 16:00 Uhr losgelaufen, Zuschauende sind nicht zugelassen und die Party danach gecancelt. Huber-Lieske ist dennoch glücklich, dass der Firmenstaffellauf überhaupt stattfinden kann. Fehlende Sponsoren, das Verbot von Großveranstaltungen im Frühjahr sowie die strengen Hygienerichtlinien hatten die Veranstaltung für 2020 infrage gestellt. Das Gesundheitsnetzwerk Adlershof ist eingesprungen und übernimmt die Startgebühren für die Teilnehmenden. Überraschung für die Gründerinnen und Gründer des Charlottenburger Innovations-Centrums (CHIC): Sie dürfen am diesjährigen Lauf erstmals auch teilnehmen, denn das Gesundheitsnetzwerk bindet Zukunftsorte wie das CHIC ein.

Flexibel reagieren und Unterstützung leisten, das macht das Gesundheitsnetzwerk Adlershof auch in vielen anderen Bereichen. 2018 wurde es gegründet, um Gesundheitsförderung ganzheitlich, proaktiv, interdisziplinär und vernetzt anzugehen. Insbesondere während des Lockdowns im Frühjahr, als Sportmöglichkeiten stark eingeschränkt, Fitnessstudios geschlossen waren, der Vereinssport zum Erliegen kam und Beschäftigte mit Homeoffice, Homeschooling und Kleinkindbetreuung an ihre Grenzen stießen, reagierten die Verantwortlichen schnell. „Unsere Angebote, in denen es insbesondere um den aktiven Erhalt von Gesundheit geht, dürfen gerade auch in Krisenzeiten nicht ruhen“, sagt Olaf Meier von der Techniker Krankenkasse. Er engagiert sich im Steuerungskreis des Gesundheitsnetzwerks Adlershof.

„Zwar mussten alle Präsenzveranstaltungen bis Anfang September abgesagt werden, im gleichen Atemzuge haben wir aber die virtuellen und digitalen Angebote erhöht“, so Meier. Dazu gehört etwa ein Reflexionsworkshop mit einem Vortrag zur Arbeitswelt 4.0 und Arbeitsflexibilisierung. Weil Beschäftigte durch Homeoffice, Kurzarbeit oder auch beispielsweise ungewohnte Schichtarbeit ein hohes Maß an Unsicherheit aushalten und Selbstorganisation leisten müssen, werden im Workshop gemeinsam Strategien entwickelt, um die Kommunikation zu stärken. Digital interaktiv geht es beispielsweise auch bei den Webinaren für die Leitungsebene zum Thema „Wirksam führen“ oder webbasierten Vorträgen zu „Mentaler Fitness“ zu. Die Fitness- oder Yogamatte rollen Interessierte schließlich zu Hause bei den Online-Angeboten von Hatha Yoga, Pilates oder Power Break aus. Ein regelmäßiger telefonischer Support auch zum individuellen Umgang mit Stressoren und aktuellen Herausforderungen ergänzt das Programm ebenso wie ein digitaler Gesundheits-Coach mit dem Fokus auf persönliche Gesundheitsziele.

Bei den Angeboten orientiert sich das Gesundheitsnetzwerk Adlershof immer an den Bedürfnissen der Beschäftigten und deren Arbeitgeber/-innen. Diese werden von sogenannten Gesundheitsbotschafter/-innen, die in den Standortunternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen arbeiten, übermittelt. Zudem wurde der Bedarf vergangenes Jahr in Form des „Adlershof-Barometers“, einer Online-Befragung der Beschäftigten, in den Schwerpunkten Arbeitsflexibilisierung, Schlaf und Pendeln erfasst. „Wir wissen daher recht genau, was Adlershofer Beschäftigte benötigen. Präventiv agieren, aber auch in unsicheren Momenten Unterstützung zu geben, ist unser Ziel“, so Meier.

Von Sylvia Nitschke für Adlershof Journal

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