Gesundheit / Soziales - Gesundheitsnetzwerk Adlershof - Adlershof Barometer

Adlershof Barometer

Die Gesundheits-Bedarfsanalyse des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Form eines Beschäftigtenbarometers („Adlershof-Barometer“) gehörte zu den wichtigen strukturellen Bausteinen des Netzwerkes und war Referenzpunkt zur Validierung von Maßnahmen.

Die Bedarfsanalyse erfolgte in Form einer online-basierten Mitarbeiterbefragung. Grundsätzlich waren alle der rund 18.000 Beschäftigten am Standort eingeladen – freiwillig und anonym – daran teilzunehmen. Insgesamt füllten über 1000 Beschäftigte den Fragebogen vollständig aus. Über 50% der Befragten forderten sich zudem einen individuellen und kostenfreien Gesundheits-Report an.

Die Auswertung der Befragung erfolgte vertraulich und ausschließlich durch die externen Experten des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG). Alle Teilnehmer hatten nach Abschluss der Befragung die Möglichkeit, einen individuellen, persönlichen Gesundheitsbericht zu erhalten.

Welche Fragen wurden gestellt?

  • Gesundheitsverhalten, Gesundheitszustand, soziale Beziehungen
  • Arbeitsorganisation, Arbeitsumgebung, Arbeitsaufgaben und -inhalt
  • Fragen zum Gesundheitsnetzwerk und Teilnahmewünsche

Adlershof-Barometer – Auswertung der Befragung

In neun Folgen präsentiert das Gesundheitsnetzwerk Adlershof bis zum Jahresende die Ergebnisse der „Adlershof Barometer“-Befragung und stellt konkrete Angebote in Arbeitsplatznähe auf Basis der Schwerpunkte vor.

Folge 1: Soziodemografie und Gesundheitsverhalten Teil 1 - Obst-/Gemüseverzehr, Flüssigkeitsaufnahme und Schlafverhalten

Wie schlafen und ernähren sich die Adlershofer?

Die erste Folge der Ergebnisse der Barometer-Befragung beleuchtet Soziodemografie und Gesundheitsverhalten


Wer hat teilgenommen?

Die Befragung erreichte knapp 2.500 Beschäftigte am Hochtechnologiestandort Adlershof, die mit dem Online-Fragebogen begonnen haben. Sie fand von Februar bis Mai 2019 statt. Insgesamt liegen dem Ergebnis 1067 vollständig ausgefüllte Rückläufer (davon weiblich 45,2%, männlich 44,2%, Rest ohne Angabe) zugrunde. Insbesondere war die Altersklasse 30-39 mit 34,6% vertreten, bis 29 Jahre mit 20,1% und 40 bis 49 Jahre mit 19,7% präsent. Bei der Abbildung der MitarbeiterInnen (65,3%) und Führungskräfte (28,4%) nach Unternehmensgröße zeigt sich folgende repräsentative Aufteilung: Unternehmen bis 49 Beschäftigte sind mit 38,5%, von 50 bis 99 Beschäftigte mit 12% und zusätzlich bis 249 Beschäftigte mit 12,6% vertreten.

 

Abbildung: Teilnehmer nach Geschlecht und Alter, Grafik: Techniker Krankenkasse

Abb.: Teilnehmer nach Geschlecht und Alter, Grafik: Techniker Krankenkasse


Das Gesundheitsnetzwerk Adlershof will insbesondere die Unternehmen, sogenannte klein- und mittelständische Unternehmen (63,1%), vor Ort erreichen, die Interesse an kostenfreien Präventionsanageboten am Arbeitsplatz zeigen.  Auch die genaue Verteilung nach Branchen und mit flexiblem Arbeitszeitmodell können den Grafiken entnommen werden.

Abbildung: Teilnehmer nach Branche und Unternehmensgröße, Grafik: Techniker Krankenkasse 

Abb.: Teilnehmer nach Branche und Unternehmensgröße. Grafik: Techniker Krankenkasse

 

bbildung: Teilnehmer nach Führungsverantwortung und Arbeitszeitmodell, Grafik: Techniker Krankenkasse

Abb.: Teilnehmer nach Führungsverantwortung und Arbeitszeitmodell. Grafik: Techniker Krankenkasse



Wie ernährt sich und schläft Adlershof?

63,5% der Befragten nehmen keine oder bis zu zwei Obst- und Gemüseportionen pro Tag zu sich. Das ist zwar besser als der bundesweite Trend, dennoch wäre 3-4 Handvoll ideal. 2,4% verzehren sogar über fünf Portionen.
Männer (72,9%) erreichen signifikant häufiger die empfohlene Mindestflüssigkeitsmenge von 1,5 Litern (ohne Alkohol) pro Arbeitstag als Frauen (56,8%). Die 1,5-Liter-Grenze wird besonders häufig in den Branchen „Biotechnologie & Umwelt“ (73,0%) und „Erneuerbare Energien & Photovoltaik“ (70,0%) positiv überschritten. Nachholbedarf beim Wassertrinken mit weniger als 1,5 Liter haben die Branchen „Mikrosysteme & Materialien“ (43,8%) und „Allgemeine Dienstleistungen“ (42,3%). In Unternehmen mit 50 bis 99 Mitarbeitern wird am meisten ab 1,5 Liter pro Kopf getrunken.

Das Schlafverhalten ist ein Schwerpunktthema zur Umsetzung präventiver Angebote, wie der Steuerungskreis des Projektes einschätzt, denn 69,7% Prozent der Befragten verspüren an einem normalen Arbeitstag „meistens“, „immer“ oder „manchmal“ das Bedürfnis nach einem Mittagsschlaf. Das ist bei Beschäftigten ohne Führungsverantwortung oder ohne flexiblem Arbeitsmodell ausgeprägter.

Abbildung: Gesundheitsverhalten (Schlafverhalten), Grafik: Techniker Krankenkasse

Abb.: Gesundheitsverhalten (Schlafverhalten). Grafik: Techniker Krankenkasse

 

Welche konkreten Impulse bieten wir Ihnen dazu an?

Ausgewählte Angebote:

  • Praktische Entspannungsübung, Aktivierung zum Wachwerden und Informationen (wie Umgang mit Schlafstörungen und „Zirkadianer Rhythmus“) erfahren Sie bei „Power-Napping - Guter Schlaf und Gesundheit“.
  • Ergänzend oder alternativ bietet sich „Licht aus, Augen zu“ zur Reflektion der individuellen Schlafsituation unter Beachtung von „Schlafmythen“ an. Auch hier gibt es eine praktische Entspannungsübung.
  • „Power-Break: Pilates Parkplatz“ eröffnet Ihnen einen dazu passenden Ansatz, nämlich eine „regenerative Pause für lange Arbeitstage“ und das kurz und prägnant in 30 Minuten zur späteren Selbstanwendung.

Die Angebote lassen sich  einfach über die präventive App „Gesund & Clever“ buchen

 

 

Folge 2: Gesundheitsverhalten Teil 2 - Rauchverhalten, körperliche Aktivität und Präsentismus

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Arbeitsflexibilisierung und Tabakkonsum?

Die repräsentativen Rückmeldungen bestätigen, dass unter Beschäftigten ohne flexiblem Arbeitszeitmodell der Raucheranteil höher ist (27,7%) als im Vergleich derer mit flexiblem Arbeitszeitmodell (hier 18,8%). Erfreuliche 68,8% der Mitarbeitenden und Führungskräfte sind Nichtraucher. Im Referenzvergleich ist das signifikant.

Abbildung: Rauchverhalten, Grafik: IFBG

Abb.: Rauchverhalten, Grafik: IFBG




Wie stark ist die körperliche Aktivität ausgeprägt und was ist das „Metabolische Äquivalent“?

Die körperliche Aktivität beinhaltet die maßvolle sowie die intensive Bewegung während der Arbeit, der Fortbewegung und der Freizeit. Das beauftragte Institut verwendet das metabolische Äquivalent, um den Energieverbrauch verschiedener Aktivitäten miteinander zu vergleichen. Interessanterweise  entspricht laut dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung „1 MET dem Energieverbrauch einer erwachsenen Person im Ruhezustand und ist definiert als die Sauerstoffaufnahme von 3,5 ml/min/kg bei Männern und 3,15 ml/min/kg bei Frauen bzw. einem Energieverbrauch von 1 kcal je Kilogramm Körpergewicht pro Stunde (DKV-Report 2018).“ Je höher das Äquivalent, desto positiver sind die zu erwartenden Effekte auf die Gesundheit. Körperliche Aktivitäten lassen sich mit der beruflichen Aufgabe vereinbaren. Laut Weltgesundheitsorganisation sollen je Woche 600 MET-Minuten erreicht werden.

Die Adlershofer erzielen zu fast 90% diesen Richtwert und über 67% sogar mit mehr als 1200 MET-Minuten je Woche. Die Grafik zeigt das positive Beispiel.
Abbildung: Körperliche Aktivitäten, Grafik: IFBGAbb.:  Körperliche Aktivität, Grafik: IFBG

 

 

Erscheinen Adlershofer Beschäftigte trotz Krankheit am Arbeitsplatz?

Die Ergebnisse des Barometers zeigen noch mehr: „Ich bin nie am Arbeitsplatz erschienen, wenn ich krank war“ bestätigen 13,1% der weiblichen Beschäftigten und 22,7% der männlichen. Damit tendieren eher Frauen zum Präsentismus als Männer und Beschäftigte ohne flexibles Arbeitszeitmodell (12,0%) neigen eher dazu als diejenigen mit flexiblem Arbeitszeitmodell (21,0%). „Obwohl ich krank war, habe ich mich zur Arbeit geschleppt“, sagen fast 14%, mit „häufiger“ und „sehr häufiger“ Ausprägung. Die genauen Abstufungen können Sie der Grafik entnehmen. 

Abbildung Preasentismus, Grafik: IFBG

Abbildung: Präsentismus (Prävalenz), Grafik: IFBG

 

 

Welche konkreten Impulse bieten wir Ihnen dazu an?

Ausgewählte Angebote:

  • Körperliche Aktivität: TK-FitnessCoaching

    • Trainingsplanung und -anleitung in vier Stufen - vom Zählen der Schritte über das Basistraining bis zum ambitionierten und schweren Training
    • viele Kraft-Workouts zum Mitmachen
    • Training der Beweglichkeit mit der Faszien-Rolle
    • Richtig regenerieren
    • Anleitung zum Ausdauertraining
    • Trainingstipps für Nordic Walking, Laufen & Jogging, Schwimmen, Rad fahren und Trailrunning

      Bei Interesse an dem besonderen Angebot wenden Sie sich bitte an den Projektmanager Ralf Blank (projekt-adlershof@t-online.de) und erhalten auf Anfrage den exklusiven Zugangscode unabhängig von der Krankenkassenzugehörigkeit.

  • Weitere Angebote in den Schwerpunkten: „Schlaf, Pendeln und Arbeitswelt 4.0“

Durch die Teilnahme an den vielfältigen Basis-Angeboten können Sie später die ebenso kostenfreien Aufbau-Angebote nutzen. Alles lässt sich einfach über die App „Gesund & Clever“ buchen.

Motivieren Sie zur Teilnahme Ihre Kolleginnen und Kollegen sowie Ihre Netzwerkpartner in Adlershof und unterstützen das präventive Projekt.

 

Folge 3: Gesundheitszustand - subjektiv und körperliche Beschwerden

Wie gesund ist Adlershof?

Die Ergebnisse der Online-Erhebung unterscheiden zwischen dem subjektiven Gesundheitszustand sowie den körperlichen Beschwerden und zeigen folgendes Bild: 68,7% der Beschäftigten schätzen ihren Gesundheitszustand „als gut“ oder „sehr gut“ ein, dabei sind eher Männer, die Altersgruppe 30 bis 39 Jahre, Führungskräfte und Beschäftigte mit flexiblem Arbeitszeitmodell dieser Ansicht. Werden die Branchen miteinander verglichen, so äußern Beschäftigte aus IT und Medien (82,8%) sowie Erneuerbare Energien und Photovoltaik (81,6%) die höchste Zufriedenheit in Bezug auf ihre Gesundheit. Geringer ist diese bei den Allgemeinen Dienstleistungen (63,4%) ausgeprägt.
 

Abb.: Subjektiver Gesundheitszustand, Grafik: IFBG

Abb.: Subjektiver Gesundheitszustand, Grafik: IFBG

 

Welche Körperregionen machen den Beschäftigten zu schaffen?

Die Top 3 der körperlichen Beschwerden lassen sich in den Regionen Nacken, Schulter und Unterer Rücken finden. Hier sagen bis zu 14,4% der Befragten, dass an mindestens 16 Tagen der letzten drei Monate Beeinträchtigungen während der Arbeit spürbar waren. Über 72% der Beschäftigten sind beschwerde- und schmerzfrei. Die Abstufungen nach Körperbereichen und Ausprägungen entnehmen Sie bitte der Grafik.

Abb.:  Körperlichen Beschwerden , Grafik: IFBG

Abb.:  Körperlichen Beschwerden , Grafik: IFBG

 

Welche konkreten Impulse (Auszug) bieten wir Ihnen dazu an?

  • Pilates-Parkplatz: Mit ganzheitlichen Übungen wird der eingeschränkte Bewegungsradius im Arbeitsalltag ausgeglichen. Gleichzeitig profitieren Sie von der regenerativen Pause.
  • Mobilisation-jederzeit und überall: Effektive Übungen zur Verbesserung von Haltungs- und Sitzmustern im Auto, am Arbeitsplatz oder Home Office wechseln sich mit wertvollen Informationen zu Muskelverkürzungen und -verspannungen ab.

 

Dies und mehr kostenlos und unabhängig von der Krankenkassenzugehörigkeit über die App „Gesund & Clever“ buchbar. Bringen Sie doch Ihre Kolleginnen und Kollegen mit. Einfach schnell anmelden und profitieren.

 

Folge 4: Psychosoziale Anforderungen, Teil 1 - Arbeitsinhalt, -aufgabe und -organisation

Welchen Arbeitsstress erleben die Adlershofer?

Übersteigen die Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes die individuelle Leistungsfähigkeit, kann Stress entstehen. Hält dieser an, können psychische und körperliche Gesundheitsprobleme die Folge sein.

Das Adlershof-Barometer gibt auch dazu Auskunft und betrachtet zunächst die Vorhersehbarkeit der Arbeit. So werden insbesondere Beschäftigte in Unternehmen mit bis zu 9 MitarbeiterInnen oder mit Führungsverantwortung deutlicher im Voraus über Veränderungen (wichtige Entscheidungen oder Pläne für die Zukunft) an Ihrem Arbeitsplatz informiert. In größeren Unternehmen sinkt diese Einschätzung. Die Differenzierungen entnehmen Sie bitte den Grafiken (Abb. 1 und 2).

Abb. 1:  Vorhersehbarkeit der Arbeit nach Geschlecht und Branche, Grafik: IFBG

Abb. 1:  Vorhersehbarkeit der Arbeit nach Geschlecht und Branche, Grafik: IFBG

 

Abb. 2:  Vorhersehbarkeit der Arbeit nach Unternehmensgröße und Führung, Grafik: IFBG

Abb. 2:  Vorhersehbarkeit der Arbeit nach Unternehmensgröße und Führung, Grafik: IFBG

 

Der Wert zum persönlichen Einfluss auf die Menge oder die Art der Arbeitsaufgabe, die übertragen wird, liegt über dem sogenannten Normwert (laut dem beauftragten Institut: Einer repräsentativen Referenz auf der Basis von mindestens 8.000 Bewertungen der deutschen Erwerbsbevölkerung). Eher Männer, erneut Beschäftigte in Kleinunternehmen und bei flexiblem Arbeitszeitmodell empfinden diese Einbindung positiver. (Abb. 3 und 4)

Abb. 3: Einfluss bei der Arbeit nach Geschlecht und Unternehmen, Grafik: IFBG

Abb. 3: Einfluss bei der Arbeit nach Geschlecht und Unternehmen, Grafik: IFBG

 

Abb. 4: Einfluss bei der Arbeit nach Führungsverantwortung und Arbeitszeit, Grafik: IFBG

Abb. 4: Einfluss bei der Arbeit nach Führungsverantwortung und Arbeitszeit, Grafik: IFBG

 

Bei Fragen: „Wie oft kommt es vor, dass Sie nicht genügend Zeit haben, alle Ihre Aufgaben zu erledigen?“ oder „Müssen Sie Überstunden machen?“ liegen die Adlershofer mit ihren Antworten zwar am Referenzwert, jedoch mit auffällig heterogener Streuung der Wahrnehmungen. Je flexibler die Arbeitszeitgestaltung, desto geringer wird die Belastung angeführt. Gleichzeitig sollte der individuellen Beanspruchung Beachtung geschenkt werden. (Abb. 5 und 6)

Abb. 5: Quantitative Anforderungen nach Branche und Unternehmen, Grafik: IFBG

Abb. 5: Quantitative Anforderungen nach Branche und Unternehmen, Grafik: IFBG

 

Abb. 6: Quantitative Anforderungen nach Führungsverantwortung und Arbeitszeit, Grafik: IFBG

Abb. 6: Quantitative Anforderungen nach Führungsverantwortung und Arbeitszeit, Grafik: IFBG

 

Ein relevanter Aspekt zur Bewältigung der Arbeitssituation ist die „Unterstützung bei der Arbeit“, die auch mit der wichtigen Frage korrespondiert: „Wie oft ist Ihr/e unmittelbare/r Vorgesetzte/r bei Bedarf bereit, sich Ihre Arbeitsprobleme anzuhören?“ Hier ist das Spektrum der Einschätzungen (das 1. und 3. Quartil) noch ausgeprägter. Beschäftigte in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden und wiederum bei flexiblem Arbeitszeitmodell fühlen sich am meisten unterstützt. (Abb. 7)

Abb. 7: Unterstützung bei der Arbeit

Abb. 7: Unterstützung bei der Arbeit

 

Welche konkreten Impulse (Auszug) bieten wir Ihnen dazu an?

Bitte beachten Sie die differenzierten Angebote des Gesundheitsnetzwerks Adlershof. Alle Informationen, kostenfreien Veranstaltungen und Ansprechpartner sind sichtbar auf www.adlershof.de/gesund und unserer App „Gesund & Clever“. Einfach schnell anmelden und profitieren.

 

Folge 5: Psychosoziale Anforderungen, Teil 2 - Soziale Beziehungen

Welchen Einfluss haben Führungskräfte auf die Gesundheit von Beschäftigten?

„Das individuelle Führungsverhalten sowie das gelebte Führungsverständnis sind maßgeblich dafür, ob Mitarbeiter/innen motiviert und gesund sind sowie gern zur Arbeit kommen“, so das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung, das die Online-Befragung entwickelt und ausgewertet hat.
 
32,6% der in Adlershof Befragten schätzen die Anerkennung und Wertschätzung durch die jeweilige Führungskraft mit „im hohen bzw. sehr hohen Maße“ ein. Damit sehen dies knapp 70% anders. Das beauftragte Unternehmen betont in dem Zusammenhang: „Mitarbeiter‐ und mitwirkungsorientierte Führungsstile, die den Einfluss von betrieblichen Rahmenbedingungen und dem eigenen Führungsverhalten auf die Gesundheit von Beschäftigten im Blick haben, reduzieren nachweislich Belastungen und Fehlzeiten.“

 

Wie wird für Entwicklungsmöglichkeit gesorgt?

Die Antworten auf die Frage: „Bitte schätzen Sie ein, in welchem Maß Ihr/e unmittelbare/r Vorgesetzte/r für gute Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter/innen sorgt?“ zeigen eine hohe Streuung:

Abb. 1: Einschätzung der Führungsqualität, Grafik: IFBG

Abb. 1: Einschätzung der Führungsqualität, Grafik: IFBG


Dabei bestätigen besonders die Altersklasse bis 29 Jahre sowie Beschäftigte in Unternehmen bis 9 Mitarbeitenden die positive Unterstützung. Ab 10 MitarbeiterInnen fällt diese Bewertung signifikant; ebenso in der Altersklasse ab 60 Jahre. Es ist hervorzuheben, dass Führungskräfte und auffällig deutlich Beschäftigte mit flexiblem Arbeitszeitmodell stärker Entwicklungswicklungssupport durch den Vorgesetzten im Arbeitsalltag erleben.

 

Worauf wird noch geachtet?

Das Gemeinschaftsgefühl, also die Arbeitsatmosphäre zwischen Arbeitskollegen und -kolleginnen wird generell und in Unternehmen mit über 250 Mitarbeitenden besonders gut eingeschätzt. Auch hier wird diese Ansicht von Beschäftigten mit flexiblem Arbeitszeitmodell stärker geteilt.

Die Ergebnisse zur ungerechten Behandlung werden positiv unterhalb des Referenzwertes wahrgenommen.

Abb. 2: Ungerechte Behandlung durch Kollegen/innen oder Vorgesetzte, Grafik: IFBG

Abb. 2: Ungerechte Behandlung durch Kollegen/innen oder Vorgesetzte, Grafik: IFBG


Frauen teilen diese Einschätzung weniger als ihre männlichen Kollegen.

 

Welche konkreten Impulse (Auszug) bieten wir Ihnen dazu an?

Aktuellen und neuen Führungskräften empfehlen wir ebenso wie allen Interessierten

  • Das Seminar „Unterstützung als Führungskraft heute (und morgen)“ beleuchtet „Gesundes Führen“ und Motivation. Im vertraulichen Coaching bzw. Transfer kann die individuelle Situation beleuchtet werden.
  • Im Workshop „Führung auf Distanz“ lernen Sie die Anforderungen an eine „virtuelle“ Führungskraft kennen.
  • Bei „Move your Mind“ entwickeln Sie weitere wichtige Kompetenzen für den Arbeitsalltag, nämlich Spontaneität und erhalten Experteninput zum professionellen und wertschätzenden Feedback.

Bitte beachten Sie die differenzierten Angebote des Gesundheitsnetzwerks Adlershof und nehmen direkt über die ebenso kostenfreie App „Gesund & Clever“ aktiv und vernetzt mit anderen Unternehmen am Fachaustausch teil.

 

Folge 6: Psychosoziale Anforderungen, Teil 3 - Arbeitsumgebung

Wie belastend ist die Arbeitsumgebung?

Das differenzierte Barometer benennt die Top 5 der Stressoren beginnend mit höchster Ausprägung: Lange Bildschirmarbeit, Arbeitshaltung, Lärm, Unangenehme Raumtemperatur sowie ungünstige Beleuchtung. Schichtarbeit oder ungünstige Arbeitszeiten sind hierbei aus Sicht der Befragten am geringsten relevant.

Abb. 1: Äußere Belastungen, Grafik: IFBG

Abb. 1: Äußere Belastungen, Grafik: IFBG

 

Frauen erleben die lange Bildschirmarbeit belastender als Männer. Beschäftigte aus den Branchen IT und Medien sowie Photonik und Optik bewerten diese beeinträchtigender als Mitarbeitende der Branchen Allgemeine Dienstleistungen sowie Biotechnologie und Umwelt. Weibliche Beschäftigte bewerten auch die Arbeitshaltung belastender als Männer. Befragte der Branchen IT und Medien sehen hier eine besondere Beanspruchung im Vergleich zu denen aus Erneuerbare Energien und Photovoltaik sowie Photonik und Optik.

 

Welche konkreten Impulse bieten wir Ihnen dazu an?

Nutzen Sie für sich das virtuelle Angebot, den ganzheitlichen Gesundheitscoach. Den exklusiven Zugangscode fordern Sie bitte bei dem Projektmanager an. Kontaktdaten finden Sie hier: www.adlershof.de/gesund oder über die Buchungs- und Kommunikationsapp „Gesund & Clever“

Auf die Frage „Mit welchen Ausgleichsbewegungen können wir unsere Körperhaltung verbessern?“ hat das Angebot „Mobilisation - im Auto, Büro oder Homeoffice - jederzeit und überall“ praktische Antworten. Pilates als Power Break unterstützt darüber hinaus die Regeneration an langen Arbeitstagen.

 

Folge 7: Psychosoziale Anforderungen, Teil 4 - Neue Arbeitsformen

Wie lange pendeln die Beschäftigten?

Das mit der unternehmensübergreifenden Befragung beauftragte Institut definiert Pendeln als „die regelmäßige Bewegung von Beschäftigten zwischen ihrer Wohnung und ihrem Arbeitsplatz“ und ergänzt in ihrer differenzierten Auswertung: „Linear zur Pendeldauer steigen die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von biopsychosozialen Belastungserscheinungen in Folge des Pendelns an. Lediglich das Pendeln mit dem Fahrrad wirkt nachweislich gesundheitsförderlich.“

Mehr als 30 Minuten täglich pendeln fast 70% der Beschäftigten, davon nahezu 20% mit über einer Stunde. Diese Einschätzungen der Adlershofer liegen deutlich über den Referenzwerten.

Abb. 1: Neue Arbeitsformen, Grafik: IFBG

 

Abb. 1: Neue Arbeitsformen, Grafik: IFBG



Wie wird das tägliche Pendeln von Wohn- zur Arbeitsstätte empfunden?

21,5% der Beschäftigten sprechen von „starker bis sehr starker Belastung“. Zusätzlich 35,9% bewerten das Pendeln, also die Überwindung der räumlichen Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsstätte, als „teilweise belastend“.

Frauen (25,0%) empfinden hierdurch häufiger eine „starke/sehr starke“ Beeinträchtigung als Männer (18,5%). Das meinen auch die Beschäftigten der Branchen Allgemeine Dienstleistungen (26,8%) sowie Erneuerbare Energien und Photovoltaik (30,8%) und Mitarbeitende ohne Führungsverantwortung (24,8%).

Deutlich seltener erleben mit 13,9% diese hohe Ausprägung der Beanspruchung Beschäftigte in Unternehmen mit mehr als 250 MitarbeiterInnen.



Welche konkreten Impulse bieten wir Ihnen dazu an?

Das Gesundheitsnetzwerk Adlershof unterstützt im Umgang, also insbesondere bei der mentalen Bewältigung, dieses täglichen Stressors.

  • Kurzvortrag „Richtungswechsel“: Nach einem Überblick über das Pendeln und dessen Formen erhalten Sie mittels Checkliste Einblicke in Ihre eigene Pendelsituation
  • Entspannungstechniken im Aktiv-Pause-Workshop „(Stress-)freie Fahrt voraus“: Gewinnen Sie Gelassenheit und tanken Energie
  • Netzwerktreffen der GesundheitsbotschafterInnen: Möchten Sie den Verantwortlichen des Gesundheitsnetzwerks Adlershof direkt weitere Bedarfe zu diesem Handlungsfeld „Pendeln“ übermitteln? Oder mehr über das Projekt erfahren und für die gute Sache in Ihrem Betrieb, Team oder in Adlershof werben? Dann achten Sie bitte auf das nächste Meeting und bringen sich gerne ein.

Dies und mehr kostenfrei buchbar über die App „Gesund & Clever“, die von einem Adlershofer Unternehmen für Sie entwickelt wurde.